Verpatzter Saisonabschluss bei der Nordhessen Rallye

Fast 600 km machte sich das Speed Cat Racing Team auf den Weg nach Kassel zur
Nordhessenrallye, dem Finallauf des Rallyepokal Südwest. Leoni Stiem, Pilotin des
Ford Puma reiste mit ihrer Copilotin Anne Kutins, beide aus Hagnau, mit der vollen
Punktezahl und als Führende der Vorläufe in Südbaden an. Leider war das Glück
dieses Mal nicht auf ihrer Seite. Bereits in der zweiten Wertungsprüfung war Leoni
nach einer langen Geraden durch den Wald, im 5. Gang ausgedreht, bei ca. 180
km/h, einen Tick zu spät auf der Bremse, und drehte sich in der darauffolgenden 90
Grad-Rechtskurve ein. Glück im Unglück hatten die beiden, da kein Hindernis oder
Graben im Weg war. Als beim Anfahren die Antriebswelle abriss, waren alle
Hoffnungen auf eine gute Platzierung binnen Sekunden zunichte gemacht.
Enttäuscht musste man das Rennen vorzeitig beenden. Leoni: „Das ist natürlich
extrem bitter im Finallauf, aber wir haben alles riskiert und leider verloren. Ich freue
mich dennoch, mit Anne eine feste Copilotin gefunden zu haben und schaue mit
Zuversicht in die Saison 2012.“ Das war das letzte Rennen des Speed Cat Racing
Teams in dieser Saison. Nun wird der Puma von der Technikcrew um Klaus Heitele,
in der Trichtinger Werkstatt, komplett auseinander genommen und revidiert. Damit
die schnellen Speed Cats wieder mit einem top vorbereiteten Auto in die neue
Saison starten können. Nun bleibt noch abzuwarten, ob es dieses Jahr für den Titel
zum Südbadischen Meister reicht, den Leoni dann zum zweiten Mal, nach 18 Jahren
tragen dürfte. Damals allerdings in der Disziplin: Kunstturnen.

Lukas Ehrle Schweizer Meister 2011

Kartsaison 2011 Lukas Ehrle
Januar 2011: Besuch beim Rennteam Blacky Racing in Gisikon mit anschliessendem Testwochenende in 7Laghi bei Pavia. Lukas kam mit dem Tony Chassis auf Anhieb gut zurecht, das Team machte sowohl technisch als auch menschlich einen sehr positiven Eindruck, wir fühlten uns sofort wie ‚zuhause‘. So haben wir uns entschlossen, die 2011er Rotax Max Challenge in der Schweiz im Team von Blacky Racing zu fahren.

25. April 2011, Wohlen/CH
Auftakt nach Mass: Wetter trocken, max Anzahl der Punkte geholt (schnellste Runde in der Qualifikation, 1. bei den 2 Vorläufen,  1. beim Finallauf, schnellste Rennrunde).
22. Mai 2011, Mirecourt/F
Die Strecke und die ganze Anlage ist ein Traum. Für den Rennsonntag waren allerdings Gewitter angesagt. Bei der Qualifikation war die Strecke trocken und so sicherte sich Lukas die Pool. Beim 1. Vorlauf hat es wie aus Kübeln geschüttet, nach 2 Drehern und einer Aufholjagd von ganz hinten ergab sich Platz drei. Der 2. Vorlauf und Finallauf waren wieder trocken, und Lukas fuhr jeweils als erster über die Ziellinie – wieder volle Punktzahl.
10. Juli, Levier/F
Das ganze Wochenende nur Regen, die Strecke ist nie abgetrocknet. Dabei hat sich das fehlende Regentraining in Friedrichhafen ebenso negativ ausgewirkt wie die 17 Kilo Blei um das Mindestgewicht zu erreichen. Mit dem niederen Schwerpunkt und dem leichten Oberkörper kommt zu wenig Druck aufs Vorderrad.  Die Minis fahren auch im Regen mit Slicks! Am Ende gab es ein Fotofinish um Platz zwei. Lukas fehlten 20cm und somit wurde es der 3. Platz.
28. August, Mulhouse/F
Auch diese französische Strecke war neu für uns. Wir fanden nicht das richtige Setup für diese enge Piste, uns fehlte einfach 1 Zehntel auf die Spitze. Am Ende des Tages Platz 2.
18. September, Vesoul/F
Wunderschöne schnelle Strecke, Topspeed auf der Bergabzielgerade über 110 km/h. Lukas fuhr Bestzeiten am trockenen Trainingssamstag, aber der Rennsonntag war total verregnet. Auch hier hat die Regenerfahrung gefehlt – Platz 4.
8. Oktober, Wohlen /CH
Eiskalt und nass. Das Wasser stand zentimeterhoch auf der Piste. Lukas ging mit drei Punkten Vorsprung in das letzte Rennen der Saison. Bis zur letzten Runde blieb alles offen. Erst in der vorletzten Runde konnte Lukas seinen Konkurrent in der Meisterschaft überholen und sich so den Titel sichern. Platz 5, aber angekommen und den Titel heimgefahren!

Resümee: In der ersten Rennsaison, auf vielen unbekannten Pisten, mir widrigen Wetterbedingungen, als 10-Jähriger einer der Jüngsten im Feld hat es am Ende trotzdem zur Meisterschaft gereicht. Wir hatten keine technischen Ausfälle oder schlimmere Crashs zu verbuchen. Ohne die professionelle Unterstützung von Blacky Racing wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen (Special thanks to Donatello & Markus).

RGZ beim Haldenhof-Revival mit Gerhard Steinbinder und Gebhard Zeller

Am Sonntag schönstes Wetter beim 3. Haldenhof-Revival in Ludwigshafen. Gebhard Zeller und Gerhard Steinbinder vertraten aktiv die Farben der Renngemeinschaft Graf Zeppelin. Das Haldenhof-Revival findet als Erinnerung an die legendären Haldenhof-Bergrennen in den Siebzigerjahren statt. Nicht mehr als Rennen sondern als Gleichmässigkeitsprüfung, bei der die Fahrer im ersten Lauf eine Zeit vorgeben müssen, die sie in den drei Wertungsläufen möglichst genau wieder erreichen müssen. Bei über hundertfünfzig Startern errang dabei Gerhard Steinbinder auf seinem TVR M 2500 den hervorragenden zweiten Platz.

 

Sieg für Speed-Cats bei der Frankenland-Rallye

Sindolsheim – Über 100 Teams reisten am vergangenen Samstag zur 27.
Frankenlandrallye ins Bauland zwischen Heilbronn und Würzburg. Das ist eine
Rekordteilnehmeranzahl, wie die Veranstalter verkündeten.
Bei Wetterkapriolen, wie im April, war alles mit dabei – Sonne, Regen und Sturm, die
Vorhersage wechselhaft.
Den richtigen Riecher hatte Leoni Stiem aus Hagnau, Pilotin des Speed Cat Racing
Teams, sie entschied sich kurz vor dem Start für Regenreifen. Während die ersten
Starter noch im Trockenen auf die Prüfungen fahren konnten, setzte meist genau vor
der Klasse F9, wie bestellt, der Regen ein. Nur bei zwei Wertungsprüfungen
trocknete durch den starken Wind die Straße ab. Somit konnten Leoni Stiem mit ihrer
Copilotin Anne Kutins, ebenfalls aus Hagnau, mit ihrem Ford Puma vier von sechs
Klassenbestzeiten einfahren. Leoni: „Damit hätte ich heute wirklich nicht gerechnet!
Nachdem anfangs schon 2 heftige Abflüge eher dafür sorgten, den Speed etwas
rauszunehmen, da die Straßen extrem rutschig waren, freu ich mich umso mehr,
dass wir diese Zeiten fahren konnten! Vor allem aber find ich es toll, dass es mit
Anne wieder ein super Zusammenspiel war.“ Trotz einem Verbremser auf der
zweiten WP, bei dem der RückwaÅNrtsgang gebraucht wurde, lagen die Speed Cats am
Abend bei der Zielankunft mit einer halben Minute Vorsprung in ihrer Klasse in
Führung, die mit 8 Startern wieder gut besetzt war. Auf dem 2. Rang folgten die
Geschwister Flum aus Schaffhausen in der Schweiz, vor Willy Steinbach mit Tochter
Madeleine aus Neckarwestheim. Den Gesamtsieg erreichten im allradangetriebenen
Mitsubishi Lancer EVO X Rainer Noller (Abstatt), vor Fritz Köhler (Öhringen) im BMW
M3 und Reinhard Honke (Himmelkron) im Ford Escort Cosworth.
Leoni und Anne können nun mit der vollen Punktezahl, als Führende der Vorläufe in
Südbaden in 2 Wochen, bei der Nordhessen Rallye an den Start des Finallaufs zum
Rallyepokal Südwest gehen. Text: Speedcat Racing