Emin Akata erneut auf dem 2. Platz

Der Häfler Motorsportler Emin Akata von der Renngemeinschaft Graf Zeppelin konnte am vergangenen Wochenende beim 2. Lauf der Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring erneut aufs Podium fahren. Wie schon beim 1. Lauf wurde auch dieser vorzeitig mit roter Flagge beendet. Kurz vor Rennende gab es im Bereich Wippermann einsetzenden Hagel, der zum Rennabbruch führte.
Schon am Morgen im Quali zeichneten sich schwierige Bedingungen ab. Nach gut der Hälfte setzte unerwarteter Sprühregen ein. Dieser hinderte alle Teams daran, die Zeiten nochmals zu verbessern. Somit blieb für das Team von Bonk Motorsport nur der 9. Startplatz von 19 Startern in der Klasse.
Die Bedingungen während des Rennens waren dann bis zum Rennabbruch gut. Der Startfahrer Mario Merten konnte während seines Turns kontinuierlich nach vorne fahren. Er lieferte sich heisse Duelle mit seinen Konkurrenten. Am Ende seiner Fahrt übergab er das Lenkrad auf Position 1 liegend an Emin Akata. Es lief alles soweit planmässig, bis es in der 4. Runde von Akata eine Kollision mit einem Porsche gab. Diese blieb glücklicherweise ohne nennenswerte Folgen, nur büßte man vom Vorsprung ein. Als Schlussfahrer übernahm Silvester Wolf und sollte den Vorsprung zum Sieg nutzen. Durch ein anderes Tankfenster konnte der spätere Sieger jedoch eine Runde länger fahren. Als dieser dann in der Box zum Tanken war, wurde das Rennen kurz danach abgebrochen. Dadurch blieb für das Team von Emin Akata ledglich der 2. Platz.
Das nächste Rennen findet am 28.04.2012 statt. Text: Emin Akata, Fotos: diekmann-photo

 

Top Ergebnis für Speedcat-Racing Team von Leonie Stiem

Abtsgmünd – Viel Mut forderten die extrem schnellen und anspruchsvollen
Wertungsprüfungen der Ostalbrallye am vergangenen Wochenende rund um
Abtsgmünd. Mit am Start der 140 Fahrzeuge auch die schnelle Wirtin vom
Fischerstüble: Leoni Stiem, mit Copilotin Anne Kutins aus Hagnau.
In den Prüfungen war schon viel Splitt aus den Ecken gefahren worden, bis Leoni &
Anne vom Speed Cat Racing Team mit der hohen Startnummer 82 ihren Ford Puma
über die Strecke jagten. Bereits in der ersten WP gab es einen Aha-Moment, als in
einer High-Speed Passage plötzlich das Heck ausbrach. Leoni konnte den Puma
jedoch gleich wieder bändigen. In der zweiten WP, dem Rundkurs in Laubach, liefen
die schnellen Mädels auf ein langsameres Fahrzeug auf. Das kostete einiges an Zeit,
bis sie in einem spannenden und spektakulären Manöver, mit vollem Risiko, den
Citroen überholten. Zu Beginn der fünften und letzten Prüfung setzte der
angekündigte Regen ein. Mit Slicks bereift, wollte man den sicheren zweiten Platz ins
Ziel bringen. Als bestes Damenteam und Podestrang 2 von neun Gestarteten in der
Klasse 9, konnte ein weiteres Top-Ergebnis erreicht werden. Leoni: „Ich bin sehr
zufrieden mit dem Ergebnis, man musste die Pobacken schon ordentlich zusammen
kneifen.“
In drei Wochen ist das Speed Cat Racing Team am Start der 1. Voralpenrallye
südlich von München am Chiemsee.

 

Jahreshauptversammlung 2012

Die Mitglieder des ADAC-Ortsclub Friedrichshafen mit der „Renngemeinschaft Graf Zeppelin“ haben in ihrer Jahreshauptversammlung am Freitagabend im „Dorfkrug“ einstimmig ihre Vorstandschaft unter der Führung von Christian Kubon wiedergewählt. Lediglich auf einer Position gab es einen Wechsel. Für den 35 Jahre als Schriftführer tätigen Herbert Schneider rückt Emin Akata nach. Schneider, der sich große Verdienste erworben hat, bleibt dem Club weiterhin mit Rat und Tat erhalten. Dominierendes Thema der Hauptversammlung war die Zukunft der Kartjugend unter Enzo Franco, nachdem die Kartstrecke beim Flughafen aufgegeben werden musste. Ein Ersatzgelände vor Ort ist trotz intensiver Suche nicht in Sicht
Bereits im Oktober kam das angekündigte Aus für die Kartbahn, die einer Gewerbeansiedlung weichen muss. Obwohl sich vor allem ADAC-Präsident Christian Kubon intensiv um ein Alternativ-Gelände bemüht hat, besteht momentan keine Hoffnung, möglichst vor Ort in der Nähe von  Flughafen und Messe fündig werden zu können. Dennoch geht die erfolgreiche und im vergangenen Jahr wieder unfallfreie  Jugendarbeit im  Club weiter. Die Notlösung sieht so aus, dass Jugendleiter Vincenzo Franco und sein Team mit ihren zuletzt 35 Kart-Kindern in diesem Jahr sieben Mal auf die Rennstrecke beim Memminger Flughafen fahren, dreimal die Karts in Richtung Bopfingen und zweimal nach Italien einladen.
„Wir leben in einer Diaspora“, beklagte Präsident Kubon eine fehlende Kartstrecke in der Nähe von Flughafen und Messe. Hier wäre der richtige Platz, der auch von der Messe oder der Verkehrsschule genutzt werden könnte. Auch der 1. Supermoto-Club Bodensee innerhalb des ADAC-Ortsclub und der Renngemeinschaft, der ein äußerst erfolgreiches Jahr hinter sich hat und an 12 Trainingstagen der Motorradmesse mit pro Tag 60 Teilnehmern ausgebucht war, verfügt in der Region über keine Bahn. Will man trainieren, muss man nach Memmingen, Freiburg oder nach Italien ausweichen.
Christian Kubon dankte Herbert Schneider und Heinz Vöhringer, die 16 Jahre lang die Kartstrecke beim Flughafen im Sinne des Clubs betrieben und hier eine „tolle Leistung“ abgeliefert haben. Zum jetzigen Notprogramm gehört, dass mit Unterstützung von Flughafen-Chef Hans Weiss auf dem Airport-Gelände ein Bistro als künftiges Clublokal entstehen kann. Die Eröffnung ist im Mai geplant.
Sportleiter Dieter Veser hatte das Hauptaugenmerk im vergangenen Sportjahr auf die 12. Bodensee Oldtimer-Rallye gelegt, die dank der vielen Helfer eine rundum gelungene Veranstaltung war. Veser dankte insbesondere seinem Vorgänger Gebhard Zeller, der Motorradgruppe Markdorf, dem „Engländer Stammtisch“ und dem 1. Supermotoclub Bodensee für deren vorbildliche Unterstützung. Er hofft, mit deren Hilfe auch bei der 13. Bodensee Oldtimer-Rallye am 21. und 22. Juli 2012 rechnen zu können.
Schatzmeister Bernd Schulze berichtete Erfreuliches über die Kasse und dankte dem scheidenden Herbert Schneider für die Clubzeitung sowie Dieter Seebach für die Kassenprüfung. Bei der „Klassikwelt Bodensee“ soll Werbung für die 13. Oldtimer-Rallye gemacht werden, nachdem sich im vergangenen Jahr aufgrund des Automobiljahres die vielen Veranstaltungen landesweit Konkurrenz gemacht und die Teilnehmerzahlen gedrückt haben. Gebhard Zeller bat die Mitglieder um Unterstützung bei den Sonderprüfungen der anstehenden Rallye und dankte der losen Vereinigung „Granici“ für ihre Hilfe im vergangenen Jahr.
Einstimmig wurde der Vorstand unter der Leitung von Ehrenmitglied Max Fessler entlastet. Vor den Wahlen dankte Herbert Schneider für die immer „wunderschöne Zusammenarbeit mit dem Vorstand“ in 35 Jahren und kündigte an, auch nach seinem Rücktritt als Schriftführer seinem Nachfolger zu helfen wo er nur kann. Dazu wurde in Abwesenheit Emin Akata einstimmig gewählt, der sich beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring befand.  Bericht und Bilder von Siegfried Großkopf