Nach drei Kilometern war Schluss

Nach drei Kilometern war Schluss

Nach nur drei Kilometern Renndistanz am Samstag stand Tim Zimmermann ziemlich bedient an einen Reifenstapel gelehnt. Vor seinen Augen wurde sein ziemlich lädierter GT3 Cup-Porsche von der Strecke geschleppt. Nicht einmal eine Runde Red Bull Ring blieb dem Langenargener vergönnt und schon zu diesem Zeitpunkt dämmerte ihm, dass sein Gastspiel im österreichischen Spielberg viel zu früh enden sollte. „Es war ein ziemlich heftiger Unfall und es hat mich ziemlich durchgeschüttelt“, sagt Zimmermann, der bis auf eine Prellung am Arm unverletzt aus seinem Porsche steigen konnte. „Die Mechaniker hatten keine Chance, das Auto für Sonntag wieder flott zu bekommen.“ Wobei das Rennwochenende eigentlich ganz ordentlich begann. Mit Startplatz elf für das Sonntagsrennen zeigte sich Tim Zimmermann zufrieden. Nach zuletzt verwachsten Qualifyings hatte der 22-Jährige „eine gute Runde erwischt, wobei die Zeitabständige unglaublich eng waren“. Und auch am Start war für den Langenargener alles in Ordnung. Sechs Plätze hatte er schon gut gemacht, als er in Kurve sieben einbog. Dort hatte sich Jean-Baptiste Simmenauer vor ihm vertan und rutschte aus dem Kiesbett quer zur Fahrbahn zurück auf die Strecke. Der pinke Renner landete genau vor Zimmermann Schnauze. „Ich hatte nur den Bruchteil einer Sekunde, um zu reagieren“, so Zimmermann. „Ausweichen war unmöglich und ich konnte dem Crash nicht mehr aus dem Weg gehen.“ Zudem rauschte noch ein weiterer Konkurrent in Tim Zimmermanns Heck. Das Rennen und das gesamte Wochenende waren beendet. „Das war schon eine ziemlich frustrierende Situation“, gibt er zu. „Ich hatte mir so viel vorgenommen und musste meine Pläne schon nach ein paar Kurven begraben.“ Trotzdem er schuldlos war, nimmt er die Situation wie ein Sportler: „Lamentieren hilft jetzt auch nichts. Ich war eben zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort. Motorsport ist eben so, das Blatt kann sich schon beim nächsten Rennen wieder wenden.“ Das wird dann vom 5. bis 7. Juli am Norisring in Nürnberg sein. Bis dahin kann Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin starten, dann in seinen neu aufgebauten Porsche steigen. „Da war leider nichts zu retten“, so Zimmermann. „Vielleicht bringt mir das neue Auto dann auch ein bisschen mehr Glück.“ Den ersten Lauf in Spielberg gewann erneut Dominator Larry ten Voorde. Rennen zwei, das Tim Zimmermann am Mikrofon von Sport1 co-kommentierte, holte sich Julien Andlauer. „Es war eine schöne Erfahrung, auch mal wieder ein Rennen zu kommentieren und das hat sehr großen Spaß gemacht“, sagt Zimmermann. „Aber klar wäre ich lieber im Auto gesessen und hätte einen Angriff aufs Podium gestartet.“ Den muss er jetzt auf Anfang Juli verschieben.

11.06.2019

Ein Wochenende zum Vergessen für das Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen – Vom Pech verfolgt am Red Bull Ring

Ein Wochenende zum Vergessen für das Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen – Vom Pech verfolgt am Red Bull Ring

Es war wie verhext. Das dritte Rennwochenende der ADAC TCR Germany wurde zum Albtraum für Mike Halder und Dominik Fugel auf dem Red Bull Ring in der idyllischen Steiermark. Während sich die beiden Honda-Piloten noch im ersten freien Training unter den Top-Ten befanden, musste man sich spätestens im Qualifying geschlagen geben. Dominik Fugel schaffte es nur ganz knapp in die zweite Session und ergatterte anschließend Startposition acht – Mike Halder kam über Platz 14 gar nicht erst hinaus. Schuld daran: Übersteuern durch Radlagerschaden. Dominik Fugel fasste zusammen: „Man muss ehrlich sagen, dass wir uns das ganze Wochenende schwergetan haben. Aufgrund der BoP hatten wir rund 100 kg mehr im Gepäck als so manch anderer. Hinzu kommt, dass der Red Bull Ring keine Honda Strecke ist. Platz acht im Qualifying war das Maximum, was möglich war.“ Und dann zog sich das Pech wie ein roter Faden durch beide Rennen.

Durchfahrtsstrafe und Reifenschaden – Rennen 1 wird zum Desaster

Samstagmittag startete man bei Temperaturen weit über der 30 Grad Marke ins erste Rennen. Doch die Motivation des gesamten Teams wurde schnell getrübt. Mike Halder konnte am Start die ersten Positionen gutmachen und lag bereits auf Position sieben, als das Safety Car anrückte. Nach dem Restart verbremste er sich beim Versuch, an Konkurrent Theo Coicaud vorbeizugehen. „Ich war ein Ticken zu spät auf der Bremse“, beschreibt der 23-Jährige die Situation. „Und musste dann durchs Kies ausweichen“. Die Reifen wurden dabei beschädigt, sodass ein Stopp in der Boxengasse unvermeidlich war. Mit einem erheblichen Rückstand ging’s zurück ins Rennen, in dem Halder als Letzter die Zielflagge sah. Auch Teamkollege Dominik Fugel konnte von keinem erfolgreichen Rennen berichten. Beim Start strauchelte der Chemnitzer und verlor ein, zwei Positionen. Im Gerangel gab es dann auch noch eine Durchfahrtsstrafe für den Honda-Piloten, die nicht ganz nachzuvollziehen war. Das kostete Zeit und als 14. wurde Fugel am Ende abgewunken.

Rennen 2: Vorzeitiges Aus für Fugel – Halder verliert Motorhaube

Abhaken und weitermachen – So lautete die Devise für den zweiten Lauf am Sonntag. Doch auch dieses sollte zum Desaster werden. Für Fugel, der dank des Reversed Grid von Platz drei startete, endete das Rennen bereits in der dritten Runde. „Ich habe einen Schlag aufs Hinterrad bekommen. Da war die Aufhängung gebrochen und mein Rennen vorbei.“ Währenddessen freute sich Mike Halder über einen sehr guten Start, bei dem er mehrere Autos hinter sich lassen konnte. An einem kam er aber nicht vorbei: Gaststarter Gabriele Tarquini, der deutlich langsamer unterwegs war. „Ich hatte keinen Platz, da waren drei Leute in einer Kurve“, schüttelte Halder den Kopf über die Rennsituation. „Ich war ewig dazwischen und dann ist mein Auto beschädigt worden.“ Die Motorhaube seines Honda Civics ragte gefährlich nach oben. Doch Halder gab nicht auf und schleppte sich als Achter übers Ziel: „Ich wollte so viele Punkte wie möglich mitnehmen, Das war unser schlechtestes Rennwochenende bisher“, zeigte er sich am Ende sichtlich enttäuscht. „Aber jetzt kann es nur noch aufwärts gehen.“ Für die ADAC TCR Germany geht es jetzt erstmal in die lange Sommerpause, ehe es Mitte August (09.-11.08.) ins niederländische Zandvoort wieder laut wird. Zeit für Dominik Fugel und Mike Halder, um die Enttäuschung zu verdauen und einen Schlachtplan für die weitere Saison zu entwerfen. Denn das Ziel ist klar: Die Rückeroberung der Tabellenführung! Fotos: Burkhard Kasan von Racevision und Johann Van de Kerkhof Text: Jensationel Motorsport Media / Jennifer Falkner [envira-gallery id="6794"]

11.06.2019

3 Teams die auszogen um bei der Württemberg-Rallye 2019 zu siegen

3 Teams die auszogen um bei der Württemberg-Rallye 2019 zu siegen

1. Team: Cathrine und Klaus Brugger aus Langenargen 2. Team: Hermann Rittler und Nicolai Kröger, Ravensburg u. Oberteuringen 3. Team: Gebhard Zeller und Bernd Schulze aus Friedrichshafen Unsere Anreise erfolgte auf eigener Achse mit den Fahrzeugen am Donnerstag. Bruggers auf BMW 3.0 CSI Bauj 1973 Hermann Rittler auf BMW E 30 Alpina. Sein Beifahrer gesellte sich erst in Freudenstadt zu uns. Gebhard Zeller auf seinem Austin Healey und ich begleitete ihn mit meinem Peugeot 205 D. Das Wetter versprach zu halten und das ist ja immer das Problem für Gebhard und mich, denn für den Healey gibt es kein Dach!! Bei der Bordbuchdurchsicht stellte sich schnell heraus, daß es kein "Zuckerschlecken" wird. Fr-Strecke = 239,60 km und Sa-Strecke = 249,58 km Viele schöne Straßen durch den Schwarzwald und mit dem Wetter hatten Gebhard und ich viel Glück! Bei den erregten Unterhaltungen am Sa-Abendessen wurde uns von Bruggers berichtet, daß sie von starken Regenfällen erwischt wurden…doch Gebhard und ich blieben trocken. Obwohl die Blütenpracht am See schon vorbei war erlebten wir sie im Schwarzwald nochmals. Fr-Strecke: Freudenstadt, Musbach, Musbach, Erzgrube, Göttelfingen, Bad Wildbad, Reichental, Hilpertsau, Gernsbach, Müllenbach, Bühlertal, Lauf, Sasbach,Grimmelswald, Hinterseebach, Bad Ripoldsau, Oberwohlfach-Kirche, Schiltach, Reinerzau, Schömberg, Freudenstadt. Sa-Strecke: Freudenstadt, Glattern, Schopfloch, Lützhardt, Neu-Nuifra, Talheim, Rexingen, Mühlheim, Kloster Kirchberg, Heiligenzimmern, Rosenfeld, Bösingen, Mariazell, Hornberg, Schonach, Triberg, Schramberg, Aichhalden, Rötenberg, Reutin, Wälde, Frudenstadt. Ergebnis: Platz 10 für Bruggers , Platz 59 für Rittler / Kröger und Gebhar und ich mussten am Samstag wegen techn. Unzulänglichkeiten die Heimreise antreten und belegten den letzten Platz 73! Text: Bernd Schulze [envira-gallery id="6788"]

06.06.2019

Tim Zimmermann am Red Bull Ring

Durchwachsenes Wochenende für Tim Zimmermann in Österreich

Red Bull Ring Samstag

Nach dem besten Qualifying seiner noch kurzen ADAC Formel Masters-Karriere endete der erste Tag des Rennwochenendes im österreichischen Spielberg (7. bis 8. Juni) für den 17-jährigen Tim Zimmermann aus Langenargen mit einer Enttäuschung. Von Startplatz zwei ging Zimmermann im ersten Rennen am Red Bull Ring auf die Strecke, wurde zu Rennbeginn jedoch angeschoben und landete nach ein paar Rennkilometern mit einem platten Hinterreifen im Kiesbett

Zur Mitte des ersten Rennens des ADAC Formel Masters am Samstag (7. Juni) im österreichischen Spielberg war ein enttäuschter Tim Zimmermann schon wieder im Zelt seines Teams angekommen. Sein Auto wurde zu dieser Zeit aus dem Kiesbett geborgen, denn dort musste der Langenargener sein Dienstfahrzeug schon nach wenigen Rennmetern abstellen. „Natürlich überwiegt jetzt erst einmal die Enttäuschung, das ist bitter“, sagt der 17-jährige nach seinem Ausfall. „Wir hatten uns eigentlich so viel vorgenommen für das Rennen.

Von Startplatz zwei ging der Förderpilot der „Deutsche Post Speed Academy“ ins Rennen, direkt hinter seinem Teamkollegen Mikkel Jensen. Die Neuhauserpiloten dominierten das Qualifying am Morgen, die Aussichten für das Rennen waren hervorragen. „Das Auto ist sehr schnell auf dem Red Bull Ring“, war Zimmermann nach dem Zeittraining zufrieden. „Mit der Berg- und Talfahrt hier in Spielberg  komme ich richtig gut zurecht.“

Das Podium hatte der Förderpilot der „ADAC Stiftung Sport“ fest im Blick, doch die Konkurrenz ließ dieses Vorhaben nicht zu. Nur wenige Meter konnte Zimmermann hinter Teamkollege Mikkel Jensen seine Runden ziehen, dann wurde er von einem hinter ihm fahrenden Konkurrenten berührt. „Dabei habe ich mir den linken hinteren Reifen aufgeschlitzt“, fasst Zimmermann seinen Ausfall zusammen. „Damit war der Ausfall wenige Meter später dann leider nicht mehr zu verhindern.“

„Zum Glück gehe ich morgen früh von Startplatz vier ins Rennen und kann direkt wieder vorne mitmischen“, zeigt sich der Langenargener trotz allen Pechs am Samstag optimistisch. „Morgen ist ein neuer Tag und den will ich nutzen“.
Tim Zimmermann bleibt bester Nachwuchsfahrer des ADAC Formel Masters

Red Bull Ring Sonntag
Mit zwei fünften Plätzen und einem Ausfall am Red Bull Ring im österreichischen Spielberg (6. bis 8. Juni) hat der Langenargener Tim Zimmermann auch zur Halbzeit der ADAC Formel Masters-Saison seinen Titel als bester Nachwuchsfahrer verteidigt. Trotzdem der 17-jährige am Red Bull Ring ohne die ersehnte Podiumsplatzierung blieb, zieht Zimmermann vor der zweimonatigen Rennpause eine positive Bilanz

Um kurz vor 16 Uhr am Sonntagnachmittag war der Langenargener Tim Zimmermann doch sichtlich frustriert. Ein fünfter Platz im dritten Rennen des ADAC Formel Masters-Wochenendes im österreichischen Spielberg (6. Bis 8. Juni) war nicht unbedingt das Ergebnis, das sich der 17-jährige vorgenommen hatte. Von Startplatz vier wollte Zimmermann nach vorn fahren und sich den ersehnten Platz auf dem Podium sichern. „Von der Geschwindigkeit des Autos wäre das drin gewesen“, sagt der Förderpilot der „Deutsche Post Speed Academy“. „Durch eine Unachtsamkeit auf den ersten Metern habe ich aber leider gleich Plätze verloren und musste mich dann erst wieder zurückkämpfen.“ Eine Erklärung, die auch auf das zweite Rennen am Samstagmorgen gepasst hätte. Auch hier lieferte sich Tim Zimmermann harte Duelle und beendete seine Dienstfahrt schließlich als Fünfter.

Zimmermann hatte sich für den Red Bull Ring einiges vorgenommen, nicht zuletzt für seine rund 60 Fans und Unterstützer, die vom Bodensee in die Steiermark gereist waren. Und begonnen hatte dieses Vorhaben perfekt. Zimmermann raste im Qualifying auf Startplatz zwei und erreichte damit das bislang beste Ergebnis seiner noch jungen Formelkarriere. Die Zuversicht für die Rennen war groß. Dann zeigte sich am Samstagnachmittag allerdings die Highspeedschule des deutschen Motorsports von ihrer unangenehmen Seite. „Nach ein paar Metern wurde ich von hinten angeschoben und spürte gleich, dass etwas passiert war“, erinnert sich Zimmermann. „Bei der Berührung habe ich mir meinen Reifen aufgeschlitzt und konnte das Auto nicht mehr kontrollieren.“

Zimmermann landete im Kiesbett und konnte keine Punkte für die Gesamtwertung mitnehmen. Die beiden fünften Plätze bringen ihn zur Halbzeit der ADAC Formel Masters-Saison ebenfalls auf Rang fünf der Fahrerwertung. „Ich bin der beste Nachwuchsfahrer im Feld und habe dieses Jahr schon vier Mal auf dem Podium gestanden“, fiel die Bilanz des Förderpiloten der „ADAC Stiftung Sport“ dann doch noch positiv aus. „Hätte mir das vor der Saison jemand prognostiziert, wäre ich vollkommen zufrieden damit gewesen.“

Tim Zimmermann wäre eben nicht Tim Zimmermann, wenn nach dem Frust nicht auch wieder der Optimist zum Vorschein kommen würde. „Die Unterstützung von der Tribüne war toll und wir Neuhauser Racing hat das Auto wirklich gut hinbekommen“, sagt der 17-jährige und freut sich auf die ausstehenden vier Rennen. „Wir haben jetzt erst einmal Pause und dann geht es am 8. August an den Slovakiaring. Das wird dann sich der nächste Angriff auf das Treppchen.“

Text: Zimmermann