Benzinpumpe zerstört gutes Rennergebnis

Benzinpumpe zerstört gutes Rennergebnis

Bis kurz vor Rennende sah Tim Zimmermanns Gesicht in Barcelona ziemlich zufrieden aus. Der Lamborghini Huracan GT3 mit der Startnummer 16 rangierte in der eigenen Klasse bei der GT World Challenge auf dem sechsten Rang. Es sah lange danach aus als wäre das Team von Grasser Racing voll bei der Musik. Dann versagte die Benzinpumpe und kurz vor Ende des dreistündigen Rennens war Schluss für Zimmermann und Co. „Das passt leider ein wenig zum Rest der Saison“, sagt Zimmermann später und verweist auf die diversen technischen Probleme, mit denen er in diesem Jahr zu kämpfen hatte. „Es sah wirklich gut aus, aber am Ende standen wir eben mit leeren Händen da.“ Dabei gab es viele positive Aspekte an diesem Wochenende. In den Trainings und den Qualifyings machten Tim Zimmermann, Kikko Galbiati und Clemens Schmid eine gute Figur. „Wir haben gezeigt, dass wir mit der Konkurrenz mithalten können“, freute sich Zimmermann. „Im Silver Cup waren wir vorne mit dabei und haben auch ein paar Autos aus dem Pro Cup hinter uns gelassen.“ Nach dem ganzen Pech der letzten Wochen tat dem jungen Deutschen diese Tatsache sehr gut. Trotzdem wartet der Langenargener weiterhin auf Zählbares. Das soll nun am Hockenheimring folgen. Bei seinem Heimspiel im ADAC GT Masters ab dem 22. Oktober möchte Zimmermann seinen Lamborghini ins Ziel und in Richtung Spitze bringen. „Hockenheim war für uns im vergangenen Jahr sehr erfolgreich. Zudem ist es mein Heimspiel und ich freue mich auf viele Fans und Unterstützer an der Strecke“, sagt er. „Wir haben eine gute Chance und die wollen wir auch nutzen.“

13.10.2021

Mit leichtem Aufwind nach Barcelona

Mit leichtem Aufwind nach Barcelona

Am Ende hatte Tim Zimmermann nach seinem Rennen am Sachsenring die Gewissheit, dass es „noch geht“, wie er selber sagt. Im zweiten Rennen am Sonntag startete der junge Langenargener in seinem Lamborghini Huracan GT3 aus dem Mittelfeld und legte in der ersten Rennhälfte eine herausragende Vorstellung hin. Während sich ganz vorn die Renner auf der engen Strecke bekriegten, behielt Zimmermann einen kühlen Kopf und ließ Konkurrent um Konkurrent hinter sich. Als er nach 30 Minuten Renndauer an seinen Teamkollegen Hugo Sasse übergab, stand Rang neun für das Grasser-Team auf der Anzeigetafel. „Wir haben das ganz gut gelöst und kommen immer besser in die Spur“, sagt Zimmermann später. „Das Auto hat sich viel besser angefühlt und wir waren schneller als in den Rennen zuvor.“ Am Ende sollte der erst 17-jährige Hugo Sasse seinem Team mit Platz 14 sogar Punkte einfahren. Am Tag zuvor war dies den beiden neuen Teamgefährten mit Rang 19 noch verwehrt geblieben. „Es war eine spannende erste Woche mit Hugo“, bilanziert Zimmermann, der zwar einen Aufwärtstrend erkennt, aber noch nicht gänzlich zufrieden ist. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in den letzten Rennen im ADAC GT Masters noch weiter nach vorn kommen können. Ich bin sehr optimistisch, dass wir die Trendwende hinbekommen.“ Bevor Zimmermann dies allerdings ab dem 22. Oktober in Hockenheim zusammen mit Sasse angehen kann, reist er in Richtung Barcelona ab. Dort wird Zimmermann in der GT World Challenge an den Start gehen – mit anderer Fahrerpaarung, allerdings auch im Huracan. Drei Stunden wird das Saisonfinale in der Serie dauern und um 15 Uhr am Sonntag starten. Die Erwartungshaltung ist für das GT Masters und die World Challenge aber dieselbe. „Ich möchte weiterhin vorne mitfahren und gute Ergebnisse einfahren“, so Zimmermann. „Das wird jetzt das Ziel für jedes weitere Rennen in dieser Saison sein.“

08.10.2021

Zimmermann ohne Punkte in Zandvoort

Zimmermann ohne Punkte in Zandvoort

Als Tim Zimmermann am Sonntagabend zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen sein Auto neben der Strecke abstellen musste, endete ein ziemlich frustrierendes Wochenende für den 24-Jährigen. Obwohl sein neuer Teamkollege Marco Mapelli im Qualifying den zehnten Startplatz herausfuhr, war auch der Lamborghini-Werksfahrer im Rennen gezwungenermaßen mit gebremstem Schaum unterwegs und übergab den italienischen Renner auf Rang 16 an Zimmermann. Der kämpfte um die letzten Punkte, wurde aber kurz vor Rennende von der Strecke geschubst und schied aus. „Da war ich ziemlich machtlos und konnte das Auto nicht mehr auf der Strecke halten“, sagt er. „Irgendwie hat das aber zum gesamten Wochenende gepasst.“ Denn schon einen Tag zuvor lief es nicht wirklich rund. Platz 15 im Zeittraining war das Maximum für den Lamborghini Junior, der im vergangenen Jahr auf demselben Auto noch ganz vorn mit dabei war. Im Rennen verlor er noch ein wenig mehr an Boden und konnte schließlich nach einem Ausrutscher nur noch kurz weitermachen, während seine Grasser-Racing-Teamkollegen vorn um den Sieg mitfuhren. „Es hat uns schon in den Rennen zuvor immer ein bisschen zu den Schwesterautos gefehlt“, bilanziert Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet. „An diesem Wochenende war das wieder so. Das Auto hat einfach nicht so funktioniert, wie wir uns das gewünscht hätten.“ Jetzt geht im Hintergrund die Fehlersuche weiter. Einen haben die Mechaniker schon aufgedeckt. Ein kaputtes Differential sorgte dafür, dass die Performance fehlte. Gut ein Monat ist jetzt Zeit, weitere mögliche Krankheiten des italienischen Supersportwagens mit der Startnummer 82 auszukurieren, bis es am Nürburgring wieder im ADAC GT Masters an den Start geht. „Ich habe volles Vertrauen zu Lamborghini und zu meinem Team, dass wir das hinbekommen“, ist Zimmermann optimistisch. „Wir wissen, dass wir schnell sein können. Jetzt geht es darum, das auch zu beweisen.“

12.07.2021

Tim Zimmermann triftt „Mister Boxengasse“

Tim Zimmermann trifft „Mr. Boxengasse“

Für die meisten Fahrer des ADAC Formel Masters sind seit dem 8. Juni erst einmal Ferien angesagt. Zur Halbzeit verabschiedete sich die Highspeedschule des deutschen Motorsports in die Sommerpause. Für den Langenargener Tim Zimmermann dauerte die Ruhezeit allerdings nur eine gute Woche. Aus dem Kurzurlaub ging es direkt zu einem Workshop der „Deutsche Post Speed Academy“ – mit „Mr. Boxengasse“ Kai Ebel, einem Reporterurgestein der deutschen Formel 1-Historie

Er trägt ein lindgrünes Hemd und eine hellblaue Hose mit bunten Ornamenten und Blumen. Kai Ebel ist für seinen extravaganten Kleidungsgeschmack bekannt, noch mehr aber für seine Arbeit als Boxenreporter für RTL in der Formel 1. Seit 1992 hat er die ganz Großen der Rennsportszene regelmäßig vor dem Mikrofon und gibt diese Erfahrung nur zu gern an die Nachwuchspiloten der „Deutsche Post Speed Academy“ weiter, die ihn  zu einem Workshop trafen. „Kai Ebel ist ein wahnsinnig sympathischer Typ“, freut sich der Langenargener Tim Zimmermann über seine Begegnung mit dem Reporterurgestein. „Und die Arbeit mit Kai hat richtig Spaß gemacht.“

Ein ums andere Mal bat Kai Ebel die Förderpiloten vor die Kamera. Die Interviews wurden aufgezeichnet und später dann analysiert. Es geht den Medienprofis dabei nicht nur um Inhalte, sondern auch um das Auftreten. „Ein gutes Interview beginnt und endet mit einem Lächeln“, ist nur ein Tipp des 49-jährigen Ebel. Auch auf Betonung und Satzstellung achtet der Reporter. „Manchmal sind es Kleinigkeiten“, erinnert sich Tim Zimmermann an sein Medientraining mit dem Profi. „Dank Kai Ebel gehen wir jetzt alle noch etwas selbstbewusster mit den Medien um.“

„Tim ist ein sehr kommunikativer Mensch“, sagt Ebel über den 17-jährigen Zimmermann und gibt ihm den Tipp, genau diese Stärke zu nutzen. „Mit meinem Internet-TV-Sender tim-tv.com und meiner eigenen Firma habe ich eine etwas andere Geschichte zu erzählen als die meisten anderen Motorsportler“, weiß Zimmermann. „Kai hat mich ermutigt, genau diesen Weg weiter zu gehen, mit Sympathie und Humor“, zitiert der 17-jährige seinen Mentor.

Die Stunden mit Kai Ebel waren nur ein Teil der zwei Workshoptage mit der „Deutsche Post Speed Academy“. Die Themen waren sich aber alle ähnlich. Es ging vor allem um die Wirkung der Nachwuchsrennfahrer auf die Öffentlichkeit, aber auch um die Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen. „Ich bin wirklich dankbar, dass die Speed Academy uns diese ganzen Erfahrungen ermöglicht“, sagt Zimmermann.

Das Gelernte kann der Langenargener jetzt bei den Dreharbeiten zu neuen Folgen von tim-tv.com anwenden, oder aber wieder rund um die nächsten Rennen vom 8. bis 10. August am Slovakiaring. „Aber nur wer aufs Podium fährt ist bei den Medien richtig begehrt“, scherzt der beste Neueinsteiger seiner Serie und gibt damit das klare Ziel für die zweite Halbzeit des ADAC Formel Masters vor: „Ich will wieder aufs Treppchen, und das möglichst schon im nächsten Rennen.“

Text: Zimmermann Bild: Jörg Sänger