Besuch der IAA in Frankfurt

Auf Initiative von und mit Christian Kubon besuchte eine Gruppe von Mitgliedern und Freunden des ADAC Ortsclub am Donnerstag, 17.9.2015 die IAA, die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt. Erster Anlaufpunkt war der Ferrari-Stand, wo uns Thorsten Gohm, Geschäftsführer des Autohauses Gohm in Singen, begrüßte und die Neuigkeiten von Ferrari vorstellte, als Highlight den 488 Spider. Gleich in dieser ersten Halle konnten wir uns vom gewaltigen Aufwand überzeugen, mit dem die Firmen hier ihre Produkte präsentieren. Gewaltige Ausmaße, leuchtende, glänzende Materialien, freundliches und aufmerksames Personal prägten die Messestände. Um das meiste Ausgestellte zumindest oberflächlich zu sehen, war ein Gehaufwand von ca 14 km, wie einer unserer Gruppe ermittelt hatte, notwendig. Auch die Bundeskanzlerin sahen wir, wie sie in der Mercedes-Halle von Daimler-Chef  Zetsche das Mercedes Visions-Weltrekord Fahrzeug, Concept IAA, ( Intelligent Aerodynamic Automobile ) erklärt bekam. Auch in der VW-Konzern-Halle war sie mit VW-Chef Winterkorn und „wichtigen“ Menschen im Schlepptau unterwegs. Wie wir später von ZF-Chef Stefan Sommer erfuhren, hatte sie schon vorher den ZF Stand besucht. Einen Zwischenhalt zur Erholung legten wir dann in der VW-Konzernhalle bei Bentley ein, wo uns der Gohm-Bentley Verantwortliche Kuppel betreute. Zum Abschluss des Messe-Tages begrüßte uns ZF-Chef Stefan Sommer am beeindruckenden und mit sachlicher Eleganz ausgestattetem ZF-Stand, wo er uns selbst ausführlich und detailliert  alle ausgestellten ZF-Neuheiten erläuterte. Ein Gruppenfoto mit ihm beendete unseren Messebesuch in Frankfurt. Fotos und Text: Herbert Schneider

 

Erfolg in Oschersleben für Tim Zimmermann

Zimmermann Zweiter in Oschersleben
Mit dem erfolgreichsten Rennwochenende der Saison meldete sich der Langenargener Motorsportler Tim
Zimmermann beim ADAC-Formel-4-Wochenende in Oschersleben (11. bis 13. September) auf dem
Podium zurück. Mit einem zweiten Platz und insgesamt 38 Punkten kletterte der 19-jährige vor dem
Saisonfinale in Hockenheim (2. bis 4. Oktober) in der Gesamtwertung auf Rang fünf.
Die einen spielten Ball in der letzten Kurve der Rennstrecke in Oschersleben, andere ließen sich ihr Abendessen
in die Startaufstellung bringen. Es spielten sich ziemlich skurrile Szenen ab vor dem Start des Abschlussrennens
der ADAC Formel 4 in der Magdeburger Börde. Fast zwei Stunden wurde der Start der Nachwuchspiloten am
Sonntagabend (13. September) verschoben. Grund dafür war ein großes Stück Leitplanke, das ausgetauscht
werden musste nachdem DTM-Pilot Lukas Auer im Rennen zuvor eben diese Leitplanke zerstört hatte. Auch für
den Langenargener Tim Zimmermann eine seltsame Situation. „Ich habe versucht, mich warm zu halten, zu
essen und viel zu trinken“, sagt Zimmermann. „Die Konzentration so lange zu halten sind wir allerdings trainiert,
das war eigentlich kein Problem.“
Tatsächlich erwischte Zimmermann, der von Startplatz fünf ins Rennen ging, einen guten Start und machte bis
zum Ende der berüchtigten ersten Schikane gleich drei Plätze gut. Nur den Australier Joey Mawson hatte
Zimmermann vor sich, den Rest des Feldes hatte er hinter sich gelassen. Mawson vorne schlug ein Tempo an,
dem Zimmermann auf Dauer nicht folgen konnte, der Kandidat der „Deutsche Post Speed Academy“ selbst riss
bei einsetzendem Regen ein Loch zum drittplatzierten Marek Böckmann hinter ihm. „Ich war froh, das Rennen
dann so kontrolliert fahren zu können und diesen zweiten Platz nach Hause zu bringen“, so Zimmermann. „Mit
nachlassenden Reifen, Nieselregen und beginnender Dämmerung war dieser Podestplatz ein hartes Stück
Arbeit.“
Und diese Arbeit begann schon am Samstagmorgen. Eigentlich waren für die Formel 4 zwei Zeittrainings am
Mittag und ein Rennen am Nachmittag angesetzt. Doch weder die Nachwuchsserie noch die Deutsche
Tourenwagen Masters, in deren Rahmenprogramm die Formel 4 unterwegs war, konnten auf die Strecke. Den
ganzen Morgen hatte es sich der Nebel in der Motorsportarena bequem gemacht. Erst am späten Nachmittag
ging es für die Piloten auf die Strecke, erst in einem Zeittraining mit allen 35 Fahrern, sofort im Anschluss dann
im ersten Rennen des Wochenendes. Wieder hieß es warten und wieder blieb Zimmermann cool. Ein siebter
Platz im Zeittraining und Rang sechs in Rennen eins waren das Ergebnis. „Ganz vorne waren die Jungs schon
sehr schnell“, so der Förderkandidat der ADAC Stiftung Sport. „Das Podium war aber schon heimlich mein Ziel.“
Am Sonntagmorgen verfehlte Tim Zimmermann dieses Ziel mit Rang vier noch knapp, am späten Abend fuhr ein
sein Wunschergebnis dann ein. Mit 38 Punkten geht der 19-jährige am vorletzten Wochenende mit seinem
besten Ergebnis der Saison nach Hause. „Endlich funktioniert unser Paket und wir landen auch dort wo wir
hingehören“, sagt Zimmermann und freut sich auf das Saisonfinale in Hockenheim am ersten
Oktoberwochenende. „Ich lass mich da jetzt nicht auf eine Ansage festnageln“, sagt ein sichtlich gelöster
Zimmermann nach seinem Besuch auf dem Podest. „Aber in Hockenheim möchte ich die Siegerehrung am
liebsten nochmal von ganz oben sehen.“

 

Erfolg für Emin Akata in Belgien

Erstmalig hat Emin Akata von der Renngemeinschaft Graf Zeppelin beim 24h-Rennen in Zolder / Belgien teilgenommen. Seine Teamkollegen in diesem Rennen waren sein Vorjahrespartner Michael Schrey und sein diesjähriger Alexander Mies. Das Trio galt in der mit 11 Fahrzeugen stärksten besetzten Klasse als Mitfavoriten. In der Cup-Klasse, in der nur BMW M235i racing Fahrzeuge starten, geht es immer sehr eng zu.
In allen Qualis mussten die Fahrer mit den schwierigen Streckenverhältnissen aufgrund intensiver Regenschauer kämpfen. Dem Team von Emin Akata gelang dies sehr gut und sie konnten mit Platz 3 optimistisch dem Start entgegenblicken.
Das Rennen startete bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad, was für die Fahrer immer wieder größte Fitness voraussetzt. Bereits zum ersten Fahrerwechsel verbesserte sich Akata auf Platz 2. Über die gesamte weitere Renndistanz gab es weitere Duelle zu meistern. Am Ende des Rennens konnte Emin Akata mit Platz 6 im Gesamtklassement und mit Platz 2 in der Klasse über die Ziellinie fahren. Den Klassensieg verfehlte das Team nach 24 Stunden um lediglich 6 Minuten.

 

Ein Auf und Ab im Nordschwarzwald

Calw/Neuhengstett – Perfektes Rallyewetter erwarteten die 74 Teams vergangenen Samstag in Calw zur 33. ADAC Gerhard-Mitter-Gedächtnisrallye.
Für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin Friedrichshafen waren Leoni Stiem und Anne Kutins vom Speed Cat Racing Team aus Hagnau mit der Startnummer 64 am Start. Gleich auf der ersten WP (Wertungsprüfung) gab es eine riesige Überraschung, die schnellen Frauen brannten eine 21. Zeit im Gesamtklassement in den Asphalt. Sogar in der nächst höheren Klasse F8 (2 Liter) waren nur zwei Teams, der dort genannten 20 Fahrzeuge schneller. In der diesmal schwach besetzten Klasse F9 (1,6 Liter) war das die zweitbeste Zeit, mit nur 0,3 Sekunden Rückstand auf Sven Kress im BMW. Auch in der zweiten WP war die Zeit in den Top 30 absolut zufriedenstellend. In WP 3 sorgte eine Schraube, die sich am Helm der Pilotin gelöst hatte für Ablenkung. Das Sonnenschild ist bei jeder Erschütterung im Auto ins Sichtfeld gerutscht. WP 4 wurde leider nach einem schweren Unfall neutralisiert. In WP 5, die sehr schnell auf engen Straßen durch den Wald führte, konnten Leoni und Anne eine weitere 20. Gesamtzeit verbuchen. Dann das jähe Ende in der letzten WP. Circa zwei Kilometer vor dem Ziel, riss nach einem 90 Grad-Abzweig die Antriebswelle ab und zwang die beiden ihren Ford Puma in der Wiese abzustellen.
Teamchefin und Pilotin Leoni Stiem resümiert dennoch sehr optimistisch: „Es ist sicher schade, so kurz vor dem Ziel auszufallen. Trotzdem bin ich total glücklich über die Zeiten, die wir gefahren sind. Wir gewöhnen uns immer mehr ans Auto und finden wieder zum alten Vertrauen zurück. Wir sind auf dem richtigen Weg.“
Nächster geplanter Einsatz ist Mitte Oktober die Rallye fränkische Schweiz, zwischen Bamberg und Bayreuth.