Tim Zimmermann fährt 2016 Tourenwagen

Tim Zimmermann wird im kommenden Jahr in der neu geschaffenen Tourenwagenserie TCR an den
Start gehen. Das gaben der 19-jährige und sein Team Engstler Motorsport bekannt. Zimmermann
möchte mit den erfahrenen Allgäuern den Umstieg vom Formelauto in den Tourenwagensport schaffen
und verfolgt weiter seinen Traum von der Weltmeisterschaft

Dass Tim Zimmermann seine vier freistehenden Räder gegen ein Auto mit Dach tauschen würde, stand schon
zum Ende der vergangenen ADAC-Formel-4-Saison fest. Statt weiter im Formelsport geht der Langenargener
kommende Saison im Tourenwagen an den Start. TCR ist der Name der in Deutschland neuen und zugleich
schon vor dem Start viel beachteten Serie. „Mein Ziel war es immer, Weltmeister zu werden“, sagt
Zimmermann. „Und genau diese Ziel werde ich jetzt konkret in der TCR verfolgen.“
Der Partner auf diesem Weg ist kein Unbekannter. Franz Engstler mit seinem Team Engstler Motorsport hat
Zimmermann unter Vertrag genommen. Der Allgäuer hat den Rennfahrer vom Bodensee lange beobachtet,
immer wieder waren Zimmermann und Engstler in Kontakt. Als Engstler im Sommer die TCR Deutschland auf
der Rennstrecke vorstellte, begannen schnell die ersten Gespräche, die auf der Essen Motorshow
Ende November zum Abschluss gebracht wurden. „Franz hat sehr viel Erfahrung und davon kann
ich in der ersten Saison im Tourensport natürlich wahnsinnig profitieren“, freut sich Zimmermann. „Außerdem
ist die ganze Einstellung des Teams zum Rennsport für meine Verhältnisse genau die richtige.“
Bei allen Läufen der TCR Deutschland und den Läufen der Europameisterschaft wird Zimmermann
teilnehmen, außerdem startet er mindestens einmal im Rahmen der Weltmeisterschaft. Letztere ist das
mittelfristige Ziel des 19-jährigen, der jetzt den Umstieg vom Formelwagen in ein frontangetriebenes Auto
schaffen muss. 330 PS bei einem Gewicht von knapp 1200 Kilogramm hat sein VW Golf VII, den er 2016 bei
über 20 Rennen steuern wird. „Das wichtigste ist, dass jetzt Tim viel im Auto sitzt und er ein Gefühl für die
TCR bekommt“, so Engstler. „Er ist ein talentierter Motorsportler und wir haben uns bewusst für diese
Zusammenarbeit entschieden. Wir glauben an Tim.“
Und die Motorsportszene glaubt an die TCR. Das Interesse an der Serie ist enorm, der TV-Sender SPORT1
hat sich entschieden, die deutschen Rennen, die größtenteils im Rahmenprogramm von des GT Masters
angesiedelt sind, im Fernsehen zu zeigen. Außerdem schicken Ford, Opel, VW, Seat und Honda ihre Zwei-
Liter-Motoren mit etwa 330 PS ins Rennen. „Die TCR ist der perfekte Einstieg in den Tourenwagensport und
ich kann den ersten Start kaum erwarten“, sagt Zimmermann. „Und die Zuschauer können sich wirklich auf
jede Menge Spektakel auf der Rennstrecke freuen.“

Jahresabschlussfeier 2015 im Graf Zeppelin Haus

Friedrichshafen (sig) – 29 Piloten der Renngemeinschaft Graf Zeppelin im ADAC-Ortsclub Friedrichshafen sind in der zurück liegenden Saison weltweit 92 Mal auf Podiumsplätze gefahren. Davon rasten sie 45 Mal als Erste über die Ziellinie, 31 Mal reichte es zu Zweitplatzierungen und 16 Mal gab es dritte Plätze. Damit, so Präsident Christian Kubon bei der Siegerehrung und Jahresabschlussfeier am Samstagabend im Colsman-Saal des GZH, haben die Sportler des Clubs „den hervorragenden Ruf der Renngemeinschaft“ weiter gefestigt. Clubmeister auf vier Rädern wurde Tim Zimmermann in der ADAC Formel 4. Auf zwei Rädern siegte erneut Marc-Reiner Schmidt in der Klasse Supermoto S1 und S2.
Besondere Highlights haben mehrere Fahrerinnen und Fahrer gesetzt. So fuhr Marc-Reiner Schmidt die Europameisterschaft und dazu noch die italienische Meisterschaft nach Hause. Eine bislang einmalige Leistung. Schweizer Meister im Supermoto Klasse Challenger wurde Matthias Beck. Herausragend auch die Damen des Clubs: Julia Prestel wurde Schweizer Meisterin im Supermoto Klasse Youngster 250 und Janina Würtele Bahnpokalsiegerin im Bahnsportseitenwagen.
Die Clubmeisterschaft der Automobile und den von der ZF gestifteten Pokal hat sich ganz klar Tim Zimmermann gesichert. Der junge Pilot aus Langenargen fuhr in der stark aufgewerteten ADAC Formel 4 Masters, in der erstmals der Sohn von Michael Schumacher, Mick Schumacher, an den Start rollte. In einem Starterfeld von 40 Fahrern konnte sich Tim nach einigen Schwierigkeiten mit dem Handling des Fahrzeugs erst ab Mitte der Saison in Szene setzen und um Podest-Plätze mitfahren. Sein sechster Platz in der Gesamtwertung ist deshalb ein Erfolg. Mehr hat er sich für die kommende Saison vorgenommen.
Hinter Tim Zimmermann platzierten sich in der Clubwertung Timo Scheider (DTM), Niclas Widmann (Junior-Kart), Emin Akata (VLN Rundstreckenrennen), Leonie Stiem (Rallye), Karl-Albert Rittler (Oldtimer), Anne Kutins (Rallye-Beifahrerin), Gebhard Zeller (Oldtimer), Hermann Rittler (Oldtimer-Beifahrer), Hans-Bernd Kilian (Oldtimer), Bernd Schulze (Oldtimer-Beifahrer) und Erik Manning (Rundstreckenrennen Challenger Nürburgring). Sie alle durften von Christian Kubon, seinem Stellvertreter Franz Schmid und Schatzmeister Bernd Schulze überreichte Pokale entgegen nehmen.
Auf zwei Rädern rangieren in der Clubwertung hinter Marc-Reiner Schmidt: Julia Prestel (Supermoto Youngsterklasse 250), Philipp Prestel (Supermoto Prestige 450 CH und D), Mathias Beck, Nicolai Hug (Supermoto Chal. Open CH), Jannik Hintz (Supermoto Klasse Challenger), Bernd Kreuzer (CSBK Classik), Mathias Weissenrieder (Motocross), Janina Würtele (Seitenwagen), Imanuel Schramm (Seitenwagen Bahnsport), Claudio Bercher (Motocross), Corinna Günthör (SE Bahnsport Beifahrerin), Tobias Stett (Enduro), Thomas Geiger (Rehmpokal offene Klasse und 750 ccm) und Lydia Neuendorfer (SW Bahnsport Beifahrerin).
Beim Historic Bodenseepokal 2015 mit verschiedenen Veranstaltungen von der Seegfrörne bis zur Hegau Classic Engen siegten Nico Thomas und Renate Fischbach aus Friedrichshafen, vor Rainer Ott aus Überlingen, Gebhard Zeller aus FN, Claus und Catherina Brugger aus Kressbronn, Armin Labor aus Markdorf sowie Hermann und Karl Rittler aus Baienfurt. Ihnen überreichte der „Kopf“ der Rundfahrten, Hilmar Hörnle aus Konstanz, glänzende Pokale.
Obwohl es in Friedrichshafen und der Region nach wie vor keine Kartbahn mehr gibt, halten Jugendleiter Vincenzo („Enzo“) Franco die Jugendabteilung am Leben und belebt sie mit den Eltern und Helfern sogar neu. Während man außerhalb des Winters mit hohem Aufwand – weil langen Anfahrten und Verladezeiten – zu Trainings nach Memmingen, Ehingen oder Bopfingen fahren muss, schätzt man sich glücklich, in der jetzigen Jahreszeit dank dem Entgegenkommen der Supermoto-Abteilung und der Messe sechs Tage in einer Halle trainieren zu dürfen.