Eröffnung der Sonderausstellung. in der Sparkasse Bodensee: 50 Jahre ADAC Ortsclub Friedrichshafen

Würdiger Rahmen für die Sonderausstellung

Spannende Schau eines schnellen Clubs  / Köhler: Sie bewegen nicht nur Autos  /  Teamgeist wird im Ortsclub großgeschrieben
In der Sparkassenzentrale in der Charlottenstraße wurde am Mittwochabend eine noch bis 8. Juli zu sehende Ausstellung zum 50jährigen Jubiläum des ADAC-Ortsclubs Friedrichshafen eröffnet. Auf Stellwänden hat Herbert Schneider zu Texten des 2. Vorsitzenden Franz Schmid die Erfolge der einzelnen Abteilungen in professioneller Weise sichtbar werden lassen. Bei der Vernissage begrüßte Präsident Christian Kubon neben anderen Ex-OB Martin Herzog, der in seiner aktiven Zeit eher in der Pilotenkanzel unterwegs war.
Erster Bürgermeister Stefan Köhler gratulierte im Vorgriff auf die Jubiläumsfeier am 23. Juli, die Stadt sei stolz auf diesen Club und nannte 50 Jahre für einen Verein ein beachtliches Alter. Die Ausstellung zeige, wie engagiert die Mitglieder seien: „Sie bewegen nicht nur Autos, Sie bringen auch eine Ausstellung auf den Weg“, bemerkte er. Sport bedeute Leidenschaft, und so sei es auch im  Motorsport. Unter den knapp 1900 ADAC-Ortsclubs in Deutschland gebe es nur wenige, die eine solche Leidenschaft bewiesen und solche Erfolge vorzeigen könnten. Dem Extrembergsteiger Köhler ist nicht bange, dass es den Friedrichshafener ADAC-Ortsclub auch in weiteren 50 Jahren noch geben wird. Bei einer derart aktiven Jugendarbeit macht er sich keine Sorgen um dessen Zukunft.
Der zweite Vorsitzende Franz Schmid streifte in einem Rückblick 50 Jahre Clubgeschichte, beginnend mit der Vereinsgründung 1966 im einstigen Hotel „Sonne“ in der Karlstraße (heute K&L). Es war die Zeit, als Ludwig Erhard Bundeskanzler war, die ersten Anzeichen der Studentenunruhen sichtbar wurden und viele Deutsche vom Kleinwagen in die Mittelklasse aufstiegen, als der erfolgreiche Motorsportler Christian Kubon den Club initiierte. Drei Jahre später wurde die „Renngemeinschaft Graf Zeppelin“ gegründet, in dem sich Rennfahrer wie „Strietzel“ Stuck tummelten. 1972  nahm die Jugendarbeit  mit der Kartbahn beim  Flughafen ihren Aufschwung.
Großes Hallo, als sich die Fahrerinnen und Fahrer in der Ausstellung wieder fanden. Alle Abteilungen sind in der brillant aufbereiteten Schau mit ihren nationalen und internationalen Erfolgen nachzuerleben. In vielen Farb- und Schwarzweiß-Fotos, Pokalen und Urkunden.  Von der „Renngemeinschaft Graf-Zeppelin“, der Jugendgruppe „Graf Zeppelin“, die leider nach wie vor auf eine Kartbahn wartet und dennoch erfolgreich unterwegs ist, über die Motorradgruppe Markdorf, den 1. Supermoto-Club Bodensee, die Gruppe Gramici oder die Oldtimer-Rallye-Helfer sind alle vertreten, die in dem halben Jahrhundert auf zwei, drei und vier Rädern nationale und internationale Erfolge für den Club geholt haben.
Zur Ausstellungseröffnung waren viele gekommen, die in dieser Ära positive Schlagzeilen in den Sportseiten geschrieben haben.  Herbert Schek aus Wangen etwa, wegen dem Messe-Projektleiter Roland Bosch vor fast 30 Jahren dreimal an Neujahr in Paris war, um seinem Motorrad-Idol beim Prolog zum Start der Paris-Dakar zuzujubeln. Am Mittwoch dabei ohne Frage „Gebe“ Zeller und Karl-Heinz Linnig, Max Fessler oder Emin Akata. Franz Schmid dankte Sportleiter Dieter Veser, der zurzeit die 17. Oldtimer-Rallye am 2. und 3. Juli vorbereitet, dem „Mädchen für alles“ Bernd Schulze und Herbert Schneider, der mit seinem Fachwissen und seiner Kreativität  nicht nur die Ausstellung gestaltete. „Viele tragen dazu bei, den Club mit Leben zu erfüllen“, lobte er, und: „Teamgeist wird im  Ortsclub großgeschrieben“.
Hausherr, Sparkassenchef Lothar Mayer, zog Parallelen zur Bank: Während die Sparkasse vom Vertrauen ihrer Kunden lebe, sei es beim ADAC das Vertrauen an die vielen Helfer. Mayer ist überzeugt, wer so erfolgreich 50 Jahre überstanden hat, für den seien weitere 50 Jahre ein Kinderspiel.  Christian Kubon dankte Mayer dafür, die Ausstellung ermöglicht zu haben.
Eugen Treichel beeindruckte die Ausstellungsgäste mit seiner klassischen Gitarre.
Text: Sigi Großkopf