Tim Zimmermann rast zur Pole Position

Tim Zimmermann rast zur Pole Position

Tim Zimmermann könnte sich mit seinem Teamkollegen Steijn Schothorst nach dem Rennwochenende am Red Bull Ring in den Skiurlaub begeben. Denn die passenden Latten hätten die beiden Youngster im Gepäck gehabt. Für die Besten des Qualifyings gab es nämlich, passend zu den winterlichen Temperaturen, ebendiese als Geschenk. „Hätten wir Zeit für Urlaub, wäre das sicher eine schöne Option gewesen“, lachte Zimmermann. „Viel wichtiger als das Geschenk waren aber die beiden Pole Positions, die wir uns hart im Zeittraining erkämpft haben.“ Der Lamborghini funktionierte also besser als gedacht auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke - zumindest auf eine Runde. Denn den Nachteil des Saugermotors gegenüber dem Turbo von BMW spürte Steijn Schothorst beim Samstagrennen schon in der ersten Kurve. Bis auf die lange Gerade blieb der Niederländer noch vorn, dann beschleunigte die Konkurrenz das Grasser-Auto aus. Nach einem kurzen Ausritt ins Kiesbett fand sich Schothorst auf Rang sieben wieder und übergab sein Einsatzfahrzeug zur Rennhälfte an Zimmermann. Der robbte sich an den Mercedes und den Porsche vor sich heran, hatte aber immer auf der Geraden das Nachsehen. „Im Qualifying zählt die perfekte Runde und wir konnten unsere Stärke im kurvigen Teil ausspielen“, erklärte der Langenhagener später. „Zum Überholen brauchst Du aber Geschwindigkeit auf der Geraden und die fehlte uns ein wenig.“ Am Sonntag führte dann Tim Zimmermann das Feld an. Doch auch er hatte gleich nach Kurve zwei das Nachsehen. Der 24-Jährige kämpfte gegen die BMW-Power auf verlorenem Posten und reihte sich als Siebter ins Feld ein. Mit einem guten Boxenstop erarbeitete Zimmermann wieder Rang fünf. Schothorst übernahm und setzte alles daran, den orangen Lambo wieder zurück aufs Treppchen zu fahren. Doch leider zeigte der Niederländer zu viel Einsatz, sodass die Grasser-Mannschaft kurz vor Schluss noch 15 Sekunden Strafe aufgebrummt bekam. Schothorst hatte einmal zu viel die Tracklimits missachtet - wie viele andere Fahrer auch. „Am Ende können wir mit dem neunten Rang trotzdem noch zufrieden sein, auch wenn das kein optimales Wochenende war“, bilanzierte Tim Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet. „Wir haben bewiesen, dass wir schnell sind. Das nehmen wir aus Spielberg für uns mit.“ In der Juniorenwertung gab es sogar einen Platz auf dem Treppchen und einen soliden vierten Rang für Tim Zimmermann. Diese Punkten vergrößern seinen Vorsprung auf Rang zwei dieser Wertung auf 42 Punkte. Im Gesamtklassement ging es ebenfalls auf Rang neun nach oben. Sein Team Grasser Racing rangiert nun in der Teamwertung auf Platz fünf. Am 30. Oktober geht es dann für den ADAC-GT-Masters-Tross erneut an den Lausitzring, wo schon der Auftakt Anfang August stattfand. „Obwohl wir da nicht wirklich geglänzt haben, sollte dem Lamborghini diese Strecke bedeutend besser liegen als der Red Bull Ring“, blickt Zimmermann schon einmal voraus. „Wir haben mit dem Lausitzring definitiv noch eine Rechnung offen.“

19.10.2020

Nächster Schritt in der Juniorwertung

Nächster Schritt in der Juniorwertung

Trotzdem der Lamborghini aufgrund seines Verhältnisses von Gewicht zu Leistung nicht gerade gemacht ist für den engen Sachsenring, war die Grasser-Racing-Mannschaft mit Tim Zimmermann doch ziemlich zufrieden mit der Performance. Zwar hatten Mercedes und Porsche im ersten Qualifying die Nase vorn, „wir konnten aber die Zeiten der Spitze fast immer mitgehen“, wie Zimmermann sagt. Der Langenargener freute sich aus der Box, dass sein Teamkollege Steijn Schothorst den Lomborghini GT3 Evo auf Platz sieben an den Start stellte und von Beginn an lief es auch im Rennen wie geplant.
Schothorst machte schon am Start ein paar Plätze gut und übergab den orangenen Renner auf Rang fünf liegend an Zimmermann. Der musste einem Mercedes kurz den Vortritt lassen und schnappte sich den Konkurrenten kurze Zeit später wieder. Bis zum Ende hielt der 24-Jährige GT-Neuling diesen Rang und profitierte noch vom Pech des Schwesterautos. Franck Perera fiel mit einem Reifenschaden zurück. Zimmermann und Schothorst erbten den vierten Gesamtrang - hinter den Laufsiegern Marvin Dienst und Phillip Frommenwiler. „Dass ausgerechnet Franck ausgefallen ist, hätte nicht sein müssen“, so Zimmermann später. „Wir waren mit Rang vier aber äußert glücklich.“ Zusätzlich räumte Tim Zimmermann den zweiten Platz in der Juniorwertung ab.
Dementsprechend motiviert ging er dann auch das zweite Zeittraining am Sonntag an. Auch Zimmermann kam mit dem Auto und der Strecke zurecht. Das Resultat war ein starker achter Platz. Zimmermann erwischte einen blendenden Start und zog außen an zwei Konkurrenten vorbei. Weil es hinter ihm aber krachte, traf ihn plötzlich der Mercedes von Maximilian Götz in die Seite. Götz büßte seine Haube ein - Zimmermann konnte ebenfalls nur noch an die Box humpeln und musste seinen Boliden abstellen. „Es war unglaublich eng in der ersten Kurve und dann kannst Du da keinem einen richtigen Vorwurf machen“, tut Zimmermann den Vorfall als Rennunfall ab. „Es wäre sicher nach vorn wieder etwas möglich gewesen. Aber so funktioniert Rennsport eben.“ Das Rennen gewannen am Ende die Pechvögel vom Samstag mit Albert Costa Balboa und Franck Perera vom Grasser Racing Team.
Weil an beiden Tagen viel Kleinholz gemacht wurde, mussten fast alle Fahrer Federn lassen. Dementsprechend kletterten Zimmermann und Schothorst in der Gesamtwertung auf einen starken neunten Rang. Noch mehr Grund zur Freude gibt es für Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet, beim Blick auf die Juniorwertung. Hier führt er mit inzwischen mit 25.5 Punkten Vorsprung auf Jannes Fittje. „Es war kein perfektes, aber ein gutes Wochenende“, zieht Zimmermann Bilanz. „Die Juniorwertung war mein erklärtes Ziel und daran werde ich auch weiter arbeiten.“ Das nächste Mal ab dem 16. Oktober am Red Bull Ring in der Steiermark, beim nächsten von noch insgesamt drei ausstehenden Rennwochenenden.

05.10.2020

Zimmermann rast aufs Treppchen

Zimmermann rast aufs Treppchen

Nicht einmal die Maske konnte Tim Zimmermanns Grinsen im Gesicht bei der Siegerehrung so richtig verbergen. Als der Langenargener nach 60 Minuten Rennaction am Samstag auf das Podium stieg, nahm er gleich zwei Pokale entgegen. Den ersten bekam er für den dritten Gesamtrang im Hauptfeld des ADAC GT Masters, den zweiten als bester Rookie des Tages. „Ich habe mich unheimlich über das erste Podium in dieser Serie gefreut“, sagte Zimmermann, dem dieses Kunststücke schon in seinem insgesamt fünften GT- Rennen gelang. „Wir wussten nach Rang neun am Nürburgring, dass wir vorne mitfahren können. Aber das war dann doch ein riesiger Schritt.“ Vor allem, wenn man die Geschichte von vorn erzählt. Am Donnerstag bei den Tests und am Freitag im freien Training waren Zimmermann und sein Teamkollege Steijn Schothorst noch alles andere als zufrieden mit der Leistung. Das Team von Grasser Racing tauschte dann den Unterboden am orangen Lanborghini Huracan und brachte die Rookie-Truppe damit zurück ins Spiel. Schon Zimmermanns Qualifying-Stint am Sams- tag brachte mit Platz neun das bislang beste Ergebnis im Zeittraining. „Es war das ganz Wochenende dann so, dass das Auto wie auf Schienen lief“, schwärmte Zimmermann von seinem „Stier“ aus Italien. „Ich muss den Hut vor dem Team ziehen und mich für diese Arbeit echt ganz besonders bedanken.“ Den Rennstart am Samstag übernahm dann auch der 24-Jährige Deutsche und setzte gleich am Start ein Ausrufezeichen. Statt sich mit dem Gedränge ganz innen aufzuhalten, zog er außen an zwei Gegnern vor- bei, blieb an der Spitze dran und übergab sein Auto auf Platz sieben an Schothorst. Der nutzte die Perfor- mance des Autos ebenfalls und schluckte weitere vier Autos für das Podium. Mit etwas mehr Rennzeit hätten sich auch Michael Ammermüller und Kelvin van der Linde weiter vorn noch fürchten müsse, schließlich lieferte Schothorst zum Ende eine schnellste Runde nach der anderen. „Am Anfang der Saison waren die Audi noch ein ganzes Stück weg“, so Zimmermann. „Inzwischen können wir sagen, dass wir mit dem Hura- can schon fast auf Augenhöhe sind.“ Bestzeit für Schothorst gab es dann auch im Zeittraining am Sonntag. Völlig überraschen startete der Nie- derländer von der Pole Position ins Rennen. Im Gedränge fiel er aber auf Rang fünf zurück und auch Zim- mermann übernahm sein Auto schließlich nach dem Boxenstopp auf dieser Position. „Ich hing hinter Indy Dontje fest und war definitiv schneller“, so Zimmermann. „Der Mercedes hat aber so einen hohen Topspeed, dass es nicht mehr reichte, um vorbeizuziehen.“ Schlussendlich blieb es also beim fünften Platz. „Klar möchtest Du nach dem Samstag und mit der Pole auch aufs Treppchen“, gibt der 24-Jährige, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet, zu. „Aber hätte mir vor dem Wochenende einer einen fünften Platz angeboten, ich hätte ganz sicher sofort unterschrieben. Ich bin einfach nur glücklich mit diesem Ergebnis.“ Mehr Grund zur Freude gab dann noch der erneute erste Rang unter den GT-Neulingen. Mit zwei Rookie- Siegen schob sich Tim Zimmermann vorbei an Jannes Fittje und Marvin Dienst an die Spitze der Nachwuchswertung. Auch dass Zimmermann und Schothorst als Lamborghini-Junioren das teaminterne Duell gegen die erfahrenen Werkspiloten Franck Perrera und Albert Costa Balboa zwei Mal gewinnen konnten, war nicht selbstverständlich. „Das war ein mega Wochenende von den beiden“, sagte Teamchef Gottfried Grasser. „Ich glaube, dass es bei den beiden noch den ganz großen ‚Boom‘ machen wird und darauf freue ich mich.“ Die nächste Möglichkeit zu diesem Knall gibt es ab dem 2. Oktober am Sachsenring. [envira-gallery id="7508"]

20.09.2020

Nächster Schritt in der Juniorwertung

Das vergangene Wochenende war für Tim Zimmermann eines mit Licht und Schatten. Erst konnte der Langenargener am Samstag im ADAC GT Masters, zusammen mit seinem Teamkollegen Steijn Schothorst, einen starken vierten Platz einfahren. Dann war am Sonntag schon nach der ersten Kurve Schluss und Zimmermann musste seinen Grasser-Lamborghini nach einer Kollision in der Box abstellen.

Trotzdem der Lamborghini aufgrund seines Verhältnisses von Gewicht zu Leistung nicht gerade gemacht ist für den engen Sachsenring, war die Grasser-Racing-Mannschaft mit Tim Zimmermann doch ziemlich zufrieden mit der Performance. Zwar hatten Mercedes und Porsche im ersten Qualifying die Nase vorn, „wir konnten aber die Zeiten der Spitze fast immer mitgehen“, wie Zimmermann sagt. Der Langenargener freute sich aus der Box, dass sein Teamkollege Steijn Schothorst den Lomborghini GT3 Evo auf Platz sieben an den Start stellte und von Beginn an lief es auch im Rennen wie geplant.
Schothorst machte schon am Start ein paar Plätze gut und übergab den orangenen Renner auf Rang fünf liegend an Zimmermann. Der musste einem Mercedes kurz den Vortritt lassen und schnappte sich den Konkurrenten kurze Zeit später wieder. Bis zum Ende hielt der 24-Jährige GT-Neuling diesen Rang und profitierte noch vom Pech des Schwesterautos. Franck Perera fiel mit einem Reifenschaden zurück. Zimmermann und Schothorst erbten den vierten Gesamtrang – hinter den Laufsiegern Marvin Dienst und Phillip Frommenwiler. „Dass ausgerechnet Franck ausgefallen ist, hätte nicht sein müssen“, so Zimmermann später. „Wir waren mit Rang vier aber äußert glücklich.“ Zusätzlich räumte Tim Zimmermann den zweiten Platz in der Juniorwertung ab.
Dementsprechend motiviert ging er dann auch das zweite Zeittraining am Sonntag an. Auch Zimmermann kam mit dem Auto und der Strecke zurecht. Das Resultat war ein starker achter Platz. Zimmermann erwischte einen blendenden Start und zog außen an zwei Konkurrenten vorbei. Weil es hinter ihm aber krachte, traf ihn plötzlich der Mercedes von Maximilian Götz in die Seite. Götz büßte seine Haube ein – Zimmermann konnte ebenfalls nur noch an die Box humpeln und musste seinen Boliden abstellen. „Es war unglaublich eng in der ersten Kurve und dann kannst Du da keinem einen richtigen Vorwurf machen“, tut Zimmermann den Vorfall als Rennunfall ab. „Es wäre sicher nach vorn wieder etwas möglich gewesen. Aber so funktioniert Rennsport eben.“ Das Rennen gewannen am Ende die Pechvögel vom Samstag mit Albert Costa Balboa und Franck Perera vom Grasser Racing Team.
Weil an beiden Tagen viel Kleinholz gemacht wurde, mussten fast alle Fahrer Federn lassen. Dementsprechend kletterten Zimmermann und Schothorst in der Gesamtwertung auf einen starken neunten Rang. Noch mehr Grund zur Freude gibt es für Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet, beim Blick auf die Juniorwertung. Hier führt er mit inzwischen mit 25.5 Punkten Vorsprung auf Jannes Fittje. „Es war kein perfektes, aber ein gutes Wochenende“, zieht Zimmermann Bilanz. „Die Juniorwertung war mein erklärtes Ziel und daran werde ich auch weiter arbeiten.“ Das nächste Mal ab dem 16. Oktober am Red Bull Ring in der Steiermark, beim nächsten von noch insgesamt drei ausstehenden Rennwochenenden.