Leoni Stiem erreicht einen hervorragenden 2. Platz bei der ADAC 3-Städte Rallye

Insgesamt 12000 Zuschauer und Fans verfolgten vergangenes Wochenende die Driftkünste der 120 Teams aus elf Nationen im niederbayrischen Bäderdreieck. Neben der DRM (Deutsche Rallye Meisterschaft) zählt die ADAC 3-Städte-Rallye unter anderem auch zum ADAC Rallye Masters, dem Mitropa Rally Cup und dem ADAC Opel Rallye Cup. Beim Saisonfinale feierte die Rallye-Familie bei der Siegerehrung und der anschließenden Party im Haslinger Hof.
Für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin aus Friedrichshafen startete das Speed Cat Racing Team aus Hagnau in der kleinsten Division: 6. Nach einem verhaltenen Start am Freitagabend, lagen Leoni Stiem (Hagnau) und Copilotin Anika Warnke (Empfingen) nach den ersten vier Wertungsprüfungen auf Rang 4 von 8 Startern in der Div. 6. Umso größer war der Jubel am Samstag als sie sich von Prüfung zu Prüfung steigern konnten. Insgesamt vier Divisionsbestzeiten reichten aus, sich weitere zwei Plätze nach vorne zu kämpfen. Der Ford Puma wurde perfekt vom Mechaniker-Team um Klaus Heitele und Matthias Köhler vorbereitet. Stolz und überglücklich feierte das ganze Team so einen furiosen Saisonabschluss mit dem 2. Platz hinter Tarek Hamadeh-Spaniol (Saarbrücken) im Suzuki Swift und vor Toni Mosel (Neuwürschnitz) im Renault Twingo in der kleinsten Division. Gewonnen hat die Rallye Fabian Kreim im Skoda Fabia R5 und wurde damit auch Deutscher Meister 2016. Pech hatte Rallye-Legende Walter Röhrl. Er war mit fünf Co-Piloten unterwegs, deren Plätze für 8375 Euro zugunsten der Stiftung KinderHerz versteigert wurden. Vor der letzten Taxifahrt schied sein Porsche 911 Turbo S mit einem Reifenschaden jedoch aus.

 

Tim Zimmermann beendet Saison mit „Pleiten, Pech und Pannen“

Mit großen Erwartungen startete Tim Zimmermann, Fahrer der „Renngemeinschaft Graf Zeppelin“, in seine erste Tourenwagensaison. Der Förderpilot aus dem Kader der Deutsche Post Speed Academy wollte um den Titel in der ADAC TCR Germany kämpfen, am Ende kam aber alles anders. Beim Saisonfinale in Hockenheim verzeichnete der Langenargener einen Doppelausfall und beendete das Jahr als Achter.
So wie die Saison für Zimmermann begann, endete diese auch. Schon beim Auftakt in Oschersleben lief es nicht zu Gunsten des Nachwuchspiloten. Nach einem Startunfall konnte er in beiden Rennen nicht starten. Im weiteren Saisonverlauf zeigte er aber mit insgesamt drei Podesträngen, dass er im Feld der ADAC TCR Germany zu den Top-Fahrern zählt.
Beim Saisonfinale auf dem Hockenheimring wollte er nun noch einmal voll angreifen und sich mit einer guten Platzierung in die Winterpause verabschieden. Die Zeittrainings verliefen für den Baden-Württemberger aus dem Team Engstler auch nach Plan – Startplatz neun und zwei standen für ihn zu Buche. „Damit kann man zufrieden sein. Mit unserem Auto ist es schwer sich auf dieser Hochgeschwindigkeitsstrecke zu behaupten. In den Rennen sind die Bedingungen aber anders“, wusste der 20-jährige zu berichten.
Bei wechselhaften Witterungsbedingungen gelang Tim ein perfekter Start in das erste Rennen am Samstag. Von Startplatz neun aus preschte er auf Rang drei nach vorne und sorgte für großen Jubel auf den Zuschauerrängen. Doch bereits nach einer Runden platze der Traum vom ersten Saisonsieg. Elektronikprobleme an seinem VW Golf GTI TCR bremsten ihn ein. Nur noch im Schneckentempo schaffte er es Zimmermann an die Box und musste vorzeitig aufgeben. „Ich war kurzzeitig auf Rang drei“, lachte er wenig später und fuhr fort, „das ist sehr ärgerlich, der Start war wirklich perfekt und ich war mir sicher im Rennverlauf wäre einiges möglich gewesen.“
Seine zweite Chance hatte Zimmermann am Sonntag. Aus der ersten Startreihe standen die Vorzeichen gut, doch erneut war das Rennen nach nur wenigen Metern beendet: „Mein Auto hatte weiterhin Elektronikprobleme. Damit war es unmöglich das Rennen fortzusetzen. Das ist natürlich sehr schade, passt aber leider in meine Saison mit vielen Pleiten, Pech und Pannen. Nun heißt es für mich sich neun aufzustellen und 2017 umso stärker zurück zu kommen. Dass ich auch im Tourenwagen glänzen kann, habe ich in diesem Jahr mehrmals bewiesen. Abschließend möchte ich noch meiner Familie, sowie meinen Partner, Sponsoren und Förderer für deren Unterstützung danken. Es ist nicht selbstverständlich, dass man während solch holprigen Zeiten weiterhin so einen starken Rückhalt erhält.“ Fotos: ADAC-Motorsport

 

Zimmermann träumt vom TCR-Sieg beim Finale am Wochenende in Hockenheim

Am kommenden Wochenende ist es soweit, nach sechs Wochen Pause dröhnen in der ADAC TCR Germany wieder die Motoren. Mit dabei ist auch Tim Zimmermann aus dem Team Engstler. In dieser Saison stand der Langenargener gleich mehrmals auf dem Siegerpodium, der erste Sieg soll nun beim Endspurt in Baden-Württemberg folgen.
Nach dem vergangenen Rennen in Zandvoort war die Stimmung bei Tim Zimmermann zweigeteilt. In chaotischen Rennen bewies der 20-jährige sein Talent, schaffte es aber trotzdem nicht auf das Siegerpodium. „Es war schon etwas verrückt. In Summe sind wir in beiden Rennen nicht mehr als 20 Minuten im Renntempo gefahren. Rennunterbrechungen und Gelbphasen machten es unmöglich in den Rhythmus zu finden“, erklärte Zimmermann.
Dass er das Zeug für die vorderen Plätze hat, bewies er schon mehrmals. Insgesamt drei Mal stand der VW Golf GTI-Pilot im Jahresverlauf auf dem Siegerpodest – der erste Tourenwagensieg lässt aber noch auf sich warten. „Wir müssen schauen wie wir mit unserem Auto in Hockenheim aufgestellt sind. Das Teilnehmerfeld ist diesmal deutlich stärker. Es geht mit 25 Autos das bisher größte Feld an den Start“, berichtet der Förderpilot aus dem Kader der Deutsche Post Speed Academy.
Einschüchtern lässt er sich davon aber nicht: „Ich freue mich auf die starke Konkurrenz, dadurch kann man nur besser werden. Die Saison war bis jetzt gespickt durch Höhen und Tiefen, beim Finale werde ich aber noch einmal voll attackieren. Es wäre ein Traum wenn ich den ersten Tourenwagensieg feiern würde“ Bereits am Freitag wird es ernst für den Nachwuchsrennfahrer. Dann startet um 18 Uhr das Qualifying in der ADAC TCR Germany und entscheidet über die Startaufstellungen für die zwei Wertungsläufe. Die beiden Rennen sind am Samstag (14:30 Uhr) und Sonntag (16:40 Uhr) wieder live und exklusiv auf den deutschen Sportsendern Sport 1, Sport 1+ sowie im Live-Stream unter www.sport1.de zusehen.

Tim Zimmermann ist ein 20-jähriger Motorsportler aus Langenargen am Bodensee und geht 2016 mit dem Team Engstler Motorsport in der ADAC TCR Germany an den Start. Der Fahrer der Renngemeinschaft Graf Zeppelin war bis 2015 Förderpilot der „ADAC Stiftung Sport“ und wurde 2014 in das Förderprogramm der „Deutsche Post Speed Academy“ berufen, welches auch schon Motorsportgrößen wie Nico Hülkenberg, Adrian Stil und Timo Glock durchlaufen haben. Zimmermann wurde 2014 als bester Neueinsteiger Dritter der Gesamtwertung im ADAC Formel Masters und 2015 Sechster der Gesamtwertung der ADAC Formel 4.

Emin Akata zum ersten Mal bei einem VLN-Rennen auf Porsche

Friedrichshafen (sig) – Emin Akata, neuer Vorsitzender des Ortsclubs und aktiver Motorsportler von der Renngemeinschaft Graf Zeppelin war am Wochenende Gastfahrer bei Sorg Rennsport auf einem Porsche Cayman S in der Klasse V6 bei den VLN 8  Langstreckenmeisterschaften auf dem Nürburgring unterwegs. Für Akata war es das erste Mal, dass er am Lenkrad der Marke Porsche saß. Bei schönem Herbstwetter begann das Quali mit einem Schreck. Sein Teamkollege Stefan Beyer hatte in seiner ersten Runde einen Reifenschaden. Nach erfolgreicher Reparatur an der Strecke belegte das Team noch den Startplatz 4 in der Klasse.
Das Rennen verlief dann eher im Sinne von Emin Akata und vor allem ohne weitere Zwischenfälle. Er fuhr gute Rundenzeiten und hatte keinerlei technische Schwierigkeiten während des Vier-Stunden-Rennens. Am Ende konnte er den hervorragenden 2. Platz in der Klasse über die Ziellinie einfahren.

 

Marc-Reiner Schmidt ist Supermoto Vize-Weltmeister

Lombardio/Castelletto (sig) – Marc-Reiner Schmidt von der Renngemeinschaft Graf-Zeppelin im ADAC-Ortsclub Friedrichshafen ist beim Supermoto-WM-Lauf am Wochenende in Lombardio/Castelletto in Italien Vizeweltmeister geworden.
Nach „kleinen Problemchen“, so Marc-Reiner, im Zeittraining und Superchrono (P3) konnte auf Sonntag hin die Performance angehoben werden. Der Häfler konnte nach wenigen Runden die Führung (von Höllbacher) übernehmen. Sein stärkster Widersacher Chareyre ging anfangs mit und es gab ein Duell mit mehreren Führungswechseln. Höllbacher fiel zurück. Marc-Reiner konnte sich einen kleinen Vorsprung sichern, rutschte aber in der letzten Runde auf dem Öl von Höllbacher (Runde zuvor Motorschaden) aus, weshalb er auf Rang 2 fiel.
In Lauf 2 übernahm Marc-Reiner noch in der ersten Runde die Führung (von Chareyre) und hielt den Platz bis ins Ziel. Von dem Zweikampf zeigten sich die Zuschauer begeistert. Damit gewann Marc diesen Großen Preis und wurde Vizeweltmeister hinter Chareyre (TM Faktory Racing) und vor Pavel Keijmar (cz) und Höllbacher. Eine tolle Leistung des Häflers im ersten Jahr!

Fotos von supermotoS1

 

Jahreshauptversammlung bringt viel Neues

Volles Haus im Clubheim bei der Jahreshauptversammlung am Freitag 16.9.2016.

Die sonst im März angesetzte Versammlung fand wegen des 50 jährigen Clubjubiläums im Juli in diesem Jahr erst im September statt. Christian Kubon hatte bei der Jubiläumsveranstaltung schon angekündigt, dass er nach 50 Jahren Vorsitz für eine weitere Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung steht. Deshalb war das wichtigste Thema des Abends, die Neuwahlen. Neugewählt werden mußten der erste Vorsitzende, der Stellvertreter des Vorsitzenden und der Schriftführer. Zuerst stellten jedoch die Verantwortlichen den Jahresbericht für das Jahr 2015 vor. Franz Schmid erläuterte für den Ortsclub die diversen Veranstaltungen, wie Ausrichten der ADAC Württemberg Hauptversammlung, der inzwischen 17. Oldtimer Rallye, Messe Klassikwelt, Jahresabschlußfeier und Sonstiges. Dieter Veser informierte als Sportleiter über die hervorragenfden sportlichen Erfolge der Fahrerinnen und Fahrer der Renngemeinschaft Graf Zeppelin. Für die Motorradgruppe Markdorf konnte Leonie Stett über sehr viel gut verlaufene Veranstaltungen berichten. Sascha Zinke übernahm den Part für den 1. Supermotoclub Bodensee, der auch im Jahr 2015 sehr erfolgreich war. Einziger nagitiver Berichtspunkt war, daß hier im Bodensee-Raum keine Möglichkeit besteht, den Supermotosport ausüben zu können. Ähnliches konnte Helge Hinz als Vertreter der Jugendgruppe Graf Zeppelin berichten. Durch den Wegfall der Kartbahn in Friedrichshafen stagniert der Zulauf von neuen Mitgliedern. Hier müßte über neue Ideen und Strukturen nachgedacht werden. Graziano Sterzai berichtet über die Aktivitäten der „gramici“. Hier gabs nur Positives zu verkünden. Positives konnte auch Schatzmeister Bernd Schulze vortragen. Das Jahr 2015 wurde mit einem Plus abgeschlossen. Die Rechnungsprüfung bescheinigte Bernd Schulze eine einwandfreie Buchführung. Aufgrund der Berichte der Abteilungen wurde  der bisherige Vorstand mit großem Beifall für seine hervorragenmde Arbeit einstimmig entlastet. Bei den Neuwahlen war es genau so. Als erster Vorsitzender löst Emin Akata Christian Kubon ab. Sein Stellvertreter wird Hermann Rittler. Als Schriftführerin agiert in Zukunft Leonie Stett. Sportleiter bleibt Dieter Veser, und Schatzmeister Bernd Schulze. Christian Kubon freute sich, dass es gelungen ist, dem Club eine neue Führung zu geben, die mit neuem Elan aber mit dem bisherigen Geist, der auf gegenseitigem Vertrauen aufgebaut war, weiterarbeiten wird. Emin Akata freut sich auf die Aufgabe, den Club zu führen, machte aber auch schon darauf vaufmerksam, dass er von den einzelnen Abteilungen sehr viel Unterstüzung erhält.
Der Abend klang aus mit netten Gesprächen und den obligatorischen „Saitenwürsten“, hervorragend zubereitet von Heinz Vöhringer und Jogi Deschler.

Tim Zimmermann driftet beim dritten Raceday

Am vergangenen Freitag (09. September) war es wieder soweit. Tim Zimmerman lud seine Partner und Sponsoren zum dritten Raceday in das Steißlinger Fahrsicherheitszentrum „Fahren Erleben“. Das Motto war diesmal auch Programm. Neben Taxifahrten, durften die Besucher selber hinters Lenkrad greifen.
Zum dritten Mal veranstaltete Nachwuchspilot Tim Zimmermann seinen Raceday und hielt für seine Partner und Sponsoren wieder zahlreiche Überraschungen bereit. Nach dem in den vergangenen beiden Jahren der Flughafen in Friedrichshafen Schauplatz des Geschehens war, wechselte Zimmermann diesmal in das Steißlinger Fahrsicherheitszentrum „Fahren Erleben“. „Die Örtlichkeit bietet sich an um meinen Besuchern den Rennsport noch näher zu bringen. Man erhält einen ganz anderen Eindruck wenn man einmal selber als Fahrer oder Beifahrer in solch einem Auto sitzt“, verrät der Youngster. In diesem Jahr startete Zimmermann in der neuen ADAC TCR Germany und wusste im Saisonverlauf gleich mit mehreren Podestergebnissen zu überzeugen.
Seine Gäste begrüßte Tim mit den passenden Worten: „Wir möchten ihnen heute einen Adrenalin berauschten Einblick in den Motorsport geben“ – und diesen bekamen die Gäste auch. Neben Taxifahrten mit einem 600 PS starken AUDI R8 V10 Plus, absolvierte der Schützling aus dem Förderkader der Deutsche Post Speed Academy einige Showrunden mit seinem VW Golf GTI TCR und schleuderte die Gäste bei Driftfahrten durch die Kurven. Diesmal durfte aber auch jeder der wollte selber hinter das Lenkrad greifen. Beim Pylonen Parcours galt es mit einem Verkehrslenker den richtigen Weg zu finden. Das Fahren auf dem Gleitbelag forderte ebenso die Fahrzeugbeherrschung und an einem echten Formelrennwagen konnte man seine technischen Fähigkeiten beim Reifenwechsel unter Beweis stellen.
Nach mehreren Stunden Taxifahrten und viel strahlenden Gesichtern bei den Gästen, zog der Youngster am Ende ein durchweg positives Fazit. „Einen Kommentar werde ich nicht vergessen“, lachte Zimmermann und fuhr fort, „eine Mitfahrerin meinte, jetzt weiß ich was schnelles Autofahren bedeutet, meinen Mann werde ich nun nicht mehr ausschimpfen. Neben solchen netten Erlebnissen war es aber auch wieder toll sich mit solch einem Event bei meinen Partner und Sponsoren zu bedanken. Ohne deren Einsatz wäre meine Motorsportkarriere unmöglich.“
Seine erste Saison im Tourenwagen geht für Tim Zimmermann Anfang Oktober im baden-württembergischen Hockenheim zu Ende. Dort startet die ADAC TCR Germany zu den letzten Wertungsläufen des Jahres und Zimmermann hat ein klares Ziel vor Augen: „Ich möchte die Saison mit einem Sieg beenden.“ Dass er das Zeug dazu hat, hat der Youngster schon mehrmals bewiesen.
Aber auch schon jetzt blickt der Rennfahrer aus Langenargen Richtung 2017: „Wir prüfen aktuell mehrere Optionen und werden uns dann frühestmöglich entscheiden.“

 

Erfolg bei der Rallye Calw für Leoni Stiem

Im vergangenen Jahr schaute man bei der Rallye Calw im Nordschwarzwald noch in enttäuschte Gesichter, als dem Speed Cat Racing Team kurz vor dem Ziel die Antriebswelle abriss und der Ford Puma an der Strecke abgestellt werden musste. Ganz anders in diesem Jahr. Bei herrlichstem Sommerwetter und heißen Temperaturen ließen sich ca. 1000 Zuschauer das Spektakel nicht entgehen.
Leoni Stiem (Hagnau) und Anika Warnke (Empfingen) haben von Anfang an ein gutes Tempo vorgelegt. In den sechs anspruchsvollen und teilweise sehr schnellen Wertungsprüfungen kämpften sie abwechselnd mit M. Loock (Pfedelbach) auf seinem Citroen C2 um die Klassenbestzeiten. Teilweise lagen die Zeiten nur zwei Zehntel auseinander. Am Ende fehlten den beiden Frauen, die für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin in Friedrichshafen starten, nur fünf Sekunden auf den Klassensieg. „Ich wollte unbedingt das Ziel sehen, nachdem wir bei der letzten Rallye im Graben landeten und letztes Jahr in Calw durch einen technischen Defekt ausgeschieden sind. Also entschied ich vor der letzten Prüfung auf Sicherheit zu fahren.“ Erzählt eine sichtlich erleichterte und glückliche Pilotin über den 2. Platz in der 1600er Klasse F9 im Ziel der Rallye. Die ausgeschriebene Damenwertung gewannen Leoni und Anika ebenfalls, allerdings konkurrenzlos, da unter den 68 Startern Leoni die einzige Frau am Steuer eines Rallyeboliden war.

 

Tim Zimmermann zweimal Vierter in Zandvoort

Zum sechsten Saisonrennen gastierte die ADAC TCR Germany direkt an der Nordseeküste in den Niederlanden. Nach einer ereignisreichen Woche erlebte Tim Zimmermann im Circuit Park Zandvoort erfolgreiche Rennen und wurde zweimal Vierter. Mit großer Spannung blickt er nun dem Finale in Hockenheim entgegen.
„Über die vergangenen Tage kann meinen einen Bestseller-Roman schreiben“, grinst Tim Zimmermann vor dem Start in Zandvoort. Eigentlich hatte der Langenargener die Teilnahme am sechsten Saisonlauf der ADAC TCR Germany schon abgehakt. Grund dafür der dritte Wertungslauf auf dem Red Bull-Ring: Nach Ende des Rennens verließ Zimmermann noch auf der Strecke seinen VW Golf GTI TCR und erhielt dafür eine Strafe. „Es ist nicht erlaubt, während des Rennbetriebs das Auto zu verlassen. Der DMSB (Deutsche Motorsport Bund) werte mein Vorgehen als gefährliche Situation und sprach eine Sperre bis zum 29. September aus“, erklärte Zimmermann.
Doch durch ein Gnadengesuch der DMSB-Verantwortlichen durfte Zimmermann nun doch in Zandvoort starten. „Am Donnerstag habe ich um 16 Uhr das OK erhalten und bin dann direkt ins Auto gestiegen um pünktlich an der Rennstrecke zu sein“, fuhr der Schützling aus dem Kader der Deutsche Post Speed Academy fort. Trotz einer langen Nacht, zeigte er sich in den freien Trainings am Freitagmorgen ausgeschlafen. Mit Rang zwei und einer Bestzeit ließ der Baden-Württemberger auf erfolgreiche Rennen hoffen. Im späteren Qualifying knüpfte er an seine Performance an und fuhr Startposition sechs und vier für die beiden Wertungsläufe heraus. Entsprechend zufrieden war sein Zwischenresümee: „Vor 24 Stunden wusste ich noch gar nicht ob ich starten werde. Umso schöner ist es nun dabei zu sein und solch eine gute Ausgangslage zu haben.“
Wie am Vortag, präsentierte sich das Wetter auch am Samstag von seiner besten Seite. Strahlender Sonnenschein lockte zahlreiche Zuschauer an die Rennstrecke und die sahen ein aufregendes erstes Rennen. Nach einem turbulenten Start kämpfte sich der Liqui Moly Team Engstler-Schützling weiter nach vorne und lag als Vierter in Schlagdistanz zu den Podesträngen. Leider war das Rennen jedoch früher beendet als gedacht. „Durch einen Unfall war zuerst das Safety-Car draußen und wenig später wurde der Lauf komplett unterbrochen. Dadurch hatten wir nur fünf wirkliche Rennrunden“, fasste Zimmermann zusammen. Dass er das nötige Potential hatte, unterstrich der Youngster mit der schnellsten Rennrunde.
Zum zweiten Lauf am Sonntagmorgen zeigte sich das Wetter dann von seiner anderen Seite. Starke Regenschauer sorgten für komplett veränderte Bedingungen. Tim zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt und war bester Laune: „Im Regen fahre ich sehr gerne, ich bin mir sicher das noch einiges möglich ist.“ Das zeigte er dann auch unter Renntempo. In einem starken Manöver verbesserte er sich auf Rang drei und machte direkt Druck auf den Zweiten. Doch diesmal beendete ein vorzeitiger Abbruch die Geschehnisse. „Leider wird bei einem Rennabbruch die letzte Runde gewertet. Dadurch werde ich nur als Vierter gewertet. Auch wenn ich gerne auf dem Podium stehe, dürfen wir ein positives Fazit ziehen. Trotz dem hin und her zu Beginn, habe ich schnell in meinen Rhythmus gefunden und voll attackiert. Da ich in der Meisterschaft keine Chance mehr auf den Titel habe, schauen wir von Rennen zu Rennen. Beim Finale in Hockenheim greife ich noch einmal voll an“, sagte der Nachwuchspilot abschließend.
Bis dahin hat Zimmermann aber eine kleine Pause und blickt nun voller Freude seinem Raceday am 09. September in Steißlingen entgegen. Das Finale der ADAC TCR Germany findet dann vom 30.09.-02.10. auf dem Hockenheimring statt.

 

ADAC Ortsclub spendet 2400 Euro an die „Tafel“ und den „Kinderschutzbund“

Beim Festakt anlässlich des 50jährigen Jubiläums des ADAC-Ortsclub Friedrichshafen im Dornier Museum, haben Mitglieder und Gäste insgesamt 2400 Euro an die Häfler „Tafel“ und den Ortsverband des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) gespendet. Beide Einrichtungen erhielten jeweils 1200 Euro. Die Volksbank Friedrichshafen und die Internationale Bankhaus Bodensee AG (IBB) hatten das Spendenergebnis aufgestockt. Unser Bild oben zeigt bei der Übergabe an den Ortsverband des Kinderschutzbundes  (von links) Gisela Jäger-Leins vom DKSB, ADAC-Präsident Christian Kubon, Gisela Merath-Pfister vom DKSB, Volksbank-Chef Harald Riehle und Emin Akata, Schriftführer im ADAC-Vorstand. Auf dem Bild unten die Übergabe an die „Tafel“ in Friedrichshafen, mit (von links) Emin Akata, Christian Kubon, IBB-Vorstand Heinrich Hartmann und Dieter Stauber vom Tafel-Vorstand.      sig / Fotos: Herbert Schneider

 

Dramatisches Wochenende für Tim Zimmermann

Mit großen Erwartungen reiste der Deutsche Post Speed Academy-Schützling Tim Zimmermann zum vierten Rennen der ADAC TCR Germany auf dem Red Bull-Ring. Nach bisher drei Podesträngen, visierte er den ersten Sieg in der Tourenwagen Rennserie an, doch am Ende kam alles anders.
Die Bedingungen auf dem 4.326 Meter langen Red Bull-Ring in Österreich hätten besser nicht sein können. Sonnenschein und angenehme Temperaturen begleiteten das vierte Rennen der ADAC TCR Germany. Am Start stand auch wieder der junge Baden-Württemberger Tim Zimmermann. „An den Red Bull-Ring habe ich gute Erinnerungen. Im vergangenen Jahr stand ich hier in der Formel 4 auf dem Podium“, erklärte der 19-jährige im Vorhinein.
Nach den freien Trainings und auch dem Zeittraining war die Stimmung noch gut im Lager des Juniors aus dem Engstler Racing Team. Als Siebter und Vierter nahm Zimmermann die beiden Rennläufe in Angriff. Doch im ersten Durchgang hatte er es schwer den Anschluss an die Führenden zu halten und fiel im Verlauf der 30 Rennminuten etwas zurück – letztlich rettete er noch Rang neun in das Ziel. „Ich hatte schon früh im Rennen Probleme mit den Bremsen. Die Bremswirkung ließ nach und machte es schwer schnelle Rundenzeiten zu fahren“, erklärte der Rookie.
Im zweiten Rennen am Sonntag sah es hingegen deutlich besser aus. Mit einem perfekten Start hielt Tim den Anschluss zu den Führenden und lieferte sich packende Duelle um Rang drei.  Im letzten Renndrittel etablierte sich der VW Golf GTI-Pilot in den Top-Drei und schien auf dem Weg zum vierten Podium in dieser Saison. Doch wenige Meter vor dem Ziel kam alles anders: Ein Verfolger schob Tim ins Aus und sorgte mit einer Kollision für einen Ausfall kurz vor dem Ziel.
„Ich kann meine Enttäuschung kaum in Worte fassen. Das war so ärgerlich, in dem Moment war ich am Boden zerstört und richtig sauer. Im Racing können Unfälle passieren, doch in der letzten Runde muss man nicht alles riskieren, vor allem nicht wenn man nur Gastfahrer ist. Meine wichtigen Meisterschaftspunkte sind nun weg“, fasste Tim die Geschehnisse zusammen.
Nach diesem Rückschlag kann Tim bereits in zwei Wochen sein Talent wieder unter Beweis stellen. Dann gastiert die Tourenwagenrennserie des zweitgrößten Automobilclubs der Welt auf dem Nürburgring. Text: Zimmermann

 

Marc-Reiner Schmidt hat den WM-Titel im Visier

Der Häfler Super-Moto-Rennfahrer Marc-Reiner Schmidt von der Renngemeinschaft Graf Zeppelin hat beste Aussichten, dieses Jahr den Weltmeistertitel an den See zu holen. Nach vier von neun Weltmeisterschaftsläufen liegt  der 20-Jährige nur noch 14 Punkte hinter dem führenden Franzosen, nachdem er in den zurück liegenden vier Rennen zweimal als Erster durchs Ziel fuhr. Im vergangenen Jahr wurde Schmidt internationaler italienischer Meister und gewann bei den Europameisterschaften bis auf ein Rennen alle anderen. Er selbst ist optimistisch, den WM-Titel gewinnen zu können, wie er der SZ vor dem Rennen im österreichischen Melk am Telefon sagte.
Dass das Häfler Motorrad-Talent in diesem Jahr so aussichtsreich an der WM-Spitze liegt ist erstaunlich. Ein Autounfall und eine gebrochene Hand kosteten ihm vor dem Saisonstart Trainingszeiten. Dennoch fuhr er schon in seinem ersten Lauf in Spanien auf die Plätze 2 und 3. Im folgenden Rennen, ebenfalls in Spanien, wurde er einmal Vierter und einmal Zweiter. Insgesamt bedeutete dies Platz 2 im Gesamtklassement.
Seinen ersten WM-Sieg feierte er im dritten Rennen in Italien, als er punktgleich hinter seinem schärfsten Rivalen Thomas Charrier auf Platz 2 fuhr. Beim bislang vierten und letzten Lauf in Polen feierte Marc-Reiner seinen ersten Tagessieg, nachdem er im ersten Lauf auf Platz 2 landete und im Zweiten siegte. Sein größter Konkurrent war gestürzt. Aktuell liegt der Häfler, der für den italienischen Rennstall Begato im Sattel sitzt, mit 14 Punkten Abstand zum Führenden auf Platz 2.
Im nächsten Monat im österreichischen Melk ist nach Einschätzung von Marc-Reiner „alles offen“. Die Strecke liegt ihm. Er bezeichnet Melk als sein „Heimrennen“, weil er auf viel Unterstützung aus der Heimat hofft. Überhaupt sind bei seinen Rennen, sofern sie nicht gerade in Spanien stattfinden, regelmäßig seine Fans vom Bodensee dabei.
Marc-Reiner Schmidt fährt übrigens nebenher die italienische Meisterschaft, bei der er wegen Terminüberschneidungen mit den WM-Terminen nicht alle Rennen fahren konnte. Die letzten vier Läufe hat er alle gewonnen und 26 Punkte aufgeholt.
Marc-Reiner, der 2014 auch Schweizer Meister war, dankt der Renngemeinschaft Graf Zeppelin im ADAC-Ortsclub Friedrichshafen für die Unterstützung. Wie mehrere Jahre zuvor wurde er 2015 mit großem Abstand erneut Clubmeister. Text: Sigi Großkopf

Der Ortsclub feiert sein 50 jähriges Jubiläum bei einem Festabend

Mit Standing ovations hat der ADAC-Ortsclub Friedrichshafen am Samstag im Dornier-Museum seinen Präsidenten Christian Kubon und anschließend sich selbst gefeiert. Ein  halbes Jahrhundert alt ist der Club in diesem Jahr, und seit der Gründung im Januar 1966 führt der frühere Rennfahrer, oberste deutsche Sportrichter und Rechtsanwalt den 500 Mitglieder starken, erfolgreichen Verein. Kubon ist der am längste amtierende Vorsitzende eines ADAC-Ortsclubs in Deutschland, betonte Württembergs Präsident Dieter Rosskopf.
OB Andreas Brand, Ex-OB Martin Herzog und der langjährige enge Freund Christian Kubons, „Strietzel“ Stuck, würdigten den „Boss und die Seele“ des Clubs und den schwäbischen Gentleman, der den Verein zu einem Aushängeschild gemacht habe, wie Württembergs ADAC-Chef sagte. Hans-Joachim Stuck, heute Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) erinnerte an viele gemeinsame Erlebnisse innerhalb und außerhalb der Rennpiste und bedauerte, dass Kubon nicht mehr der Sportgerichtsbarkeit vorsteht. Der habe „Verständnis und Seele“ in den Motorsport gebracht. „Hätte es Dich nicht gegeben, hätte man Dich erfinden müssen“, wünscht sich „Strietzel“ ganz „sakrisch“, „noch ganz, ganz lange“ Freunde zu bleiben. Denn zu diesen seinen wirklichen Freunden gehöre Kubon „100 000-prozentig“ dazu. Stuck hatte sich eigens wegen des Geburtstags vom Weltmeisterschaftslauf der Sportwagen am Nürburgring losgeeist.
Christian Kubon  dankte in seiner Begrüßung seinen Vorstandskollegen und Wegbegleitern für die Unterstützung. Ohne sie hätte er die Aufgabe nicht 50 Jahre lang bewältigen können. Bei der Hauptversammlung im September steht er nicht mehr zur Wahl, will sich aber, soweit es seine Gesundheit zulässt, weiterhin dem ADAC in Friedrichshafen zur Verfügung stellen. Als sein Nachfolger wird Emin Akata kandidieren.
Im großartigen Ambiente des sieben Jahre jung gewordenen Dornier Museums, umrahmt von Autos, Oldtimern, Motorrädern, Karts und Flugzeugen, moderierte Rolf Benzmann von regio-tv den überaus gelungenen Festabend, den die Band von Museumsdirektor Berthold Porath, „Unplugged Prochecked“, musikalisch bestens umrahmte.
OB Andreas Brand erinnerte an die „verkehrliche Diaspora“ am Bodensee, an die schon vor 50 Jahren falschen Versprechungen der Politik und ist überzeugt, dass Mobilität auch noch in 50 Jahren in und aus Friedrichshafen mitgestaltet werde. Mobilität sei ein Menschheitsbedürfnis, wobei der Ortsclub Botschafter über die Stadtgrenzen hinaus sei. Der Club könne auf das in 50 Jahren Geschaffene stolz sein. Dessen Leistungen seien eng verbunden mit dem Namen Kubon. Von Dynamik, Beharrlichkeit und Idealismus sei die Geschichte geprägt, die Christian Kubons Handschrift trage. Zwar hatte der OB keine Lösung für eine neue Kartbahn parat, dafür aber einen Scheck für die Jugendarbeit mitgebracht, der die Kosten für die Auswärtsfahrten „abfedern“ soll.
Württembergs ADAC-Präsident Dieter Rosskopf blickte zurück auf das Gründungsjahr und lobte nach 50 Jahren die Vielfalt an Aktivitäten im Verein: Die weltweit eingefahrenen Erfolge nannte er eine „atemberaubend, einzigartige Bilanz“. Und: Christian Kubon habe „immer das Beste aus dem gemacht, was möglich war“. Auch auf Landesebene würde der ADAC Württemberg ohne ihn nicht dort stehen, wo er sich heute befinde.
Ex-OB, Landrat und Wirtschaftsminister Martin Herzog stellte in seiner Laudatio fest, „kein Kunstprojekt  hat unsere Welt und unser Leben so nachhaltig verändert, uns so eingefangen und gefesselt, wie das Automobil“. Als Wirtschaftsminister habe er “vor Jahr und Tag“ eine Werbeaktion angeschoben mit dem Titel „Fahr nicht auf mein Heilix Blechle“. Mit diesem Aufkleber habe das Automobil das Niveau eines schlichten  Gebrauchsgegenstandes hinter sich gelassen und sei zu lichten, geradezu transzendenten Höhen aufgestiegen…
Martin Herzog lobte die Offenheit des Ortsclubs, immer wieder zu neuen Ufern aufzubrechen. Dessen dominante Konstante sei der ungebrochene Mut, immer wieder mit der Zeit zu gehen. Unter den 500 Mitgliedern gebe es einen „verschworenen Kreis“, der als kameradschaftliches Team den „durchzugsstarken Motor“ bilde. „Das sind die Musketiere, wie wir sie aus der französischen Literatur her kennen, sagte er. An ihrer Spitze strahle der Name eines Mannes, dessen Lebenswerk unauslöschlich mit dem Ortsverband verbunden sei: Christian Kubon. Der Herrgott habe diesem hervorragenden Juristen viele hilfreichen Eigenschaften in den Rucksack gepackt. „Er kann zuhören wie kaum ein anderer, und kann auf einmalige Art und Weise andere für eine Sache gewinnen“.
„Du hast einer langen und bewegten Ära des ADAC Dein Siegel aufgedrückt, und wir alle verneigen uns von Dir in Dankbarkeit“, sagte Herzog. Sein Wunsch: Er möge noch viele Jahre mit Freude und Stolz sein Lebenswerk wachsen sehen. Dem ADAC-Ortsclub wünschte er im „kubonschen Geist“ weiterhin gute Jahre. Text und Fotos: Sigi Großkopf

 

Verdiente Musketiere ausgezeichnet

Beim Festabend anlässlich des 50. Geburtstags des ADAC-Ortsclubs hat Württembergs ADAC-Präsident Dieter Rosskopf verdiente „Musketiere“ des Vereins, wie sie Martin Herzog genannt hat, ausgezeichnet. Nachdem Christan Kubon bei der Landesversammlung vor einigen Monaten im Graf-Zeppelin-Haus bereits die Goldene Ehrennadel erhalten hat, erhielten nun die Bronzene Ehrennadel des Landesverbandes: Emin Akata, Schriftführer und erfolgreicher Langstrecken-Rennfahrer, „Enzo“ Franco, der seit 2005 überaus aktive Jugendleiter und Dieter Veser, Sportleiter in der Renngemeinschaft Graf Zeppelin.
Die Ehrennadel in Silber erhielten der stellvertretende Vorsitzende Franz Schmid, der seit 43 Jahren Christian Kubon unterstützt, Bernd Schulze, seit 1988 Schatzmeister und seit 25 Jahren in der Vorstandsarbeit „ausgleichender Faktor“, sowie Motorsport-Legende „Gebe“ Zeller (fast 83), der 30 Jahre lang Sportleiter war und den sein Alter nicht daran hindert, weiterhin Gas zu geben.
In einem Video-Grußwort gratulierte ZF-Chef Stefan Sommer dem Club und Christian Kubon. Kinder der Jugendgruppe sammelten schließlich für die Tafel und den Kinderschutzbund. Über den Erlös berichten wir noch. Text und Foto: Sigi Großkopf

 

Kein Glück für Speedcats im Grabfeld

Zur 23. Ausgabe der Grabfeld-Rallye reisten knapp 200 Rallyeteams ins beschauliche Sulzdorf an der Lederhecke an der fränkischen/thüringischen Grenze und sorgten auf den sechs unterschiedlichen Wertungsprüfungen für spannenden Rallyesport. Der Blick auf die Starterliste verrät es jedes Jahr aufs Neue: Diese Veranstaltung muss etwas Besondere sein! Die Liste der Favoriten ist so groß wie auf keiner anderen Rallye35.
Leoni Stiem aus Hagnau, mit Co-Pilotin Anika Warnke aus Empfingen wechselten in letzter Minute vor dem Start auf Regenreifen. Die erste Wertungsprüfung (WP) war für das Speed Cat Racing Team im strömenden Regen klitschnass. Anschließend lockerte es auf und trocknete ab. Mit zwei sehr guten Zeiten auf der ersten und dritten WP wollten die Ladies der Renngemeinschaft Graf Zeppelin in Friedrichshafen nochmal Gas geben und den bis dahin dritten Platz in der Klasse verteidigen, nachdem in der zweiten WP die „gelbe Flagge“ geschwenkt wurde. Leicht übermotiviert rutschte der Ford Puma auf der vierten WP in einer 90° Kurve in einen tiefen Graben und kam nicht mehr raus. Erst das Abschleppseil konnte ihn wieder bergen, jedoch ist es nicht erlaubt mit fremder Hilfe die Rallye weiter zu fahren. Enttäuschte Gesichter auch bei der mitgereisten Technik-Crew um Klaus Heitele und Matthias Köhler, die jetzt wieder viel Arbeit in der Werkstatt haben. Der Schaden ist glücklicherweise überschaubar und der Puma bis Anfang September zur nächsten Rallye in Calw wieder einsatzbereit.

 

17. Bodensee Oldtimer-Rallye mit 85 Fahrzeugen so nachgefragt wie nie zuvor – Perfekte Organisation

17. Bodensee Oldtimer-Rallye mit 85 Fahrzeugen so nachgefragt wie nie zuvor –  Perfekte Organisation
Begeisterte Piloten und Standing Ovation
Friedrichshafen (sig) – Die 17. Bodensee Oldtimer-Rallye am Samstag und Sonntag über zwei Strecken von insgesamt 250 Kilometern sowie einer Rekordbeteiligung von 85 Fahrzeugen war ein voller Erfolg. Gesamtsieger wurden Patrick Seitz und Michael Vogt aus Esslingen in einem Fiat 128 Baujahr 1975, vor Armin Labor und Nicolai Kröger aus Markdorf vom ausrichtenden ADAC-Ortsclub Friedrichshafen in einem MG-A Baujahr 1958, und Alois und Martina Schmid aus Aichach in einem Mercedes 280 SLP Baujahr 1968.
Rennleiter Dieter Veser von der „Renngemeinschaft Graf Zeppelin“ im ADAC-Ortsclub Friedrichshafen hatte die beiden Strecken mit sechs Wertungsprüfungen gespickt, wobei es am Samstag über Kluftern, Ahausen, Lippertsreute, Bad Waldsee, Wolfegg und Weingarten ging, und die Fahrzeuge bei ihrer Ankunft auf dem Buchhornplatz über Stunden von einer großen Menschenmenge umlagert waren. Klaus Brakmann hatte die Fahrzeuge samt ihrer Besatzungen bei ihrer Ankunft am Zeppelin Museum vorgestellt. Vom Internationalen Bankhaus Bodensee (IBB) waren die Fahrer mit Pflegematerialien für ihre Autos versorgt worden.
Am Sonntag ging es bei schönerem Wetter über Meckenbeuren, Waldburg, Vogt und Amtzell zurück zum Messegelände, wo am Nachmittag im Messerestaurant die Siegerehrung stattfand. Viel Lob gab es dabei für Sportleiter Dieter Veser für die Streckenorganisation und Standing Ovation für den ADAC-Präsidenten Christian Kubon, als dieser versprach, trotz seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen auch nach dem 50jährigen Jubiläum des Ortsclubs in diesem Jahr dem Verein und der Bodensee Oldtimer-Rallye verbunden bleiben zu wollen. Das Lob galt auch den vielen Helfern des Vereins auf der Strecke.
Neben den Siegerkränzen und Pokalen für die Gesamtsieger  gab es die auch für besondere Gruppen der Zuverlässigkeitsfahrt für historische Fahrzeuge, die in das Sportregister des ADAC-Württemberg eingetragen ist. Die Sonderwertung für die Piloten mit der weitesten Anreise gewannen Hans-Ulrich und Barbara Blankenburg aus Bad Schwartau in einem BMW 1600-2 Baujahr 1969, die für das älteste Fahrzeug Bernd und Christiane Dannenmaier aus Emmendingen in einem Riley-Sprite Baujahr 1935, und die Sonderwertung Damen Noemi Blatter und Karin Siegenthaler aus Wilchingen in einem Mini Cooper S Baujahr 1970 vor Marie-Therese und Christina Steidele aus Niederrieden in einem MB 219 Proton, Baujahr 1958.
Die Touristik-Wertung (ohne Prüfungen) gewannen Christian und Brigitta Drägert aus Eichenau in einem Austin Healey 3000 MK1 Baujahr 1960, vor Jürgen und Michaela Blatter aus Laufenburg in einem VW Käfer Baujahr 1962, und Sebastian  und Ramona Schwind aus Oberndorf in einem MG B Baujahr 1979. Text: Sigi Großkopf. Fotos: Club.

 

Erneuter Podestplatz für die Speedcats

Meiningen – Ein langer schneller Rundkurs, ein kurzer Sprint auf buckliger Straße und der Zuschauer-Rundkurs im Industriegebiet, direkt neben dem Rallyezentrum in Meiningen – so sieht die 29. ADAC-Landsbergrallye aus, die im Dreiländereck Thüringen-Hessen-Bayern ausgetragen wird. Mit 69 Fahrzeugen bietet sich ein buntes Starterfeld. Nach den Unwettern der letzten Tage blicken Fahrer, Zuschauer und Organisatoren häufig zum Himmel.
Für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin aus Friedrichshafen startet das Damen Duo mit Leoni Stiem (Hagnau) und Anika Warnke (Empfingen) vom Speed Cat Racing Team in der 1600er Klasse F9. Stiem entschied sich auf Slicks (Trockenreifen) zu starten. Leider setzte vier Autos vor ihrem Start der erste Regen ein. „Da hilft nix, da kannst nur langsam machen.“ Erzählt die Pilotin des Ford Puma. Ein weiterer Teilnehmer hat noch viel langsamer gemacht und behinderte das Damenteam im Rundkurs, an einer Stelle, an der Überholen unmöglich war. Das kostete wertvolle Zeit. Als der Regen immer stärker wurde, dachte Stiem sogar kurz über einen Abbruch der Rallye nach: „Das Auto schwimmt komplett auf, da fliegst bei 50 km/h fast ab, das ist unfahrbar.“ Vor der dritten Wertungsprüfung gab es aber so eine große Verzögerung, dass der Himmel wieder aufmachte, die Sonne kam und die restlichen Prüfungen im Trockenen, beendet werden konnten. Mit zwei Top-Zeiten auf der dritten und vierten Prüfung begann die Aufholjagd. Unglücklicherweise musste die letzte Prüfung nach einem heftigen Unfall eines BMW M3, der dabei einen Baum gefällt hat, abgebrochen werden, da die Aufräumarbeiten zu lange gedauert haben. Am Ende des Tages landeten die Rallye-Amazonen auf dem zweiten Platz von 6 in ihrer Klasse, hinter den Brüdern Björn und Ingo Frey aus Schwäbisch Gmünd und wurden bestes Damenteam von vier gestarteten. Im Gesamten erreichten sie mit Startnummer 59 den 32. Rang. Für das Speed Cat Racing Team geht es bereits in zwei Wochen vor der Sommerpause bei der Grabfeldrallye im nördlichen Franken weiter.

 

Eröffnung der Sonderausstellung. in der Sparkasse Bodensee: 50 Jahre ADAC Ortsclub Friedrichshafen

Spannende Schau eines schnellen Clubs  / Köhler: Sie bewegen nicht nur Autos  /  Teamgeist wird im Ortsclub großgeschrieben
In der Sparkassenzentrale in der Charlottenstraße wurde am Mittwochabend eine noch bis 8. Juli zu sehende Ausstellung zum 50jährigen Jubiläum des ADAC-Ortsclubs Friedrichshafen eröffnet. Auf Stellwänden hat Herbert Schneider zu Texten des 2. Vorsitzenden Franz Schmid die Erfolge der einzelnen Abteilungen in professioneller Weise sichtbar werden lassen. Bei der Vernissage begrüßte Präsident Christian Kubon neben anderen Ex-OB Martin Herzog, der in seiner aktiven Zeit eher in der Pilotenkanzel unterwegs war.
Erster Bürgermeister Stefan Köhler gratulierte im Vorgriff auf die Jubiläumsfeier am 23. Juli, die Stadt sei stolz auf diesen Club und nannte 50 Jahre für einen Verein ein beachtliches Alter. Die Ausstellung zeige, wie engagiert die Mitglieder seien: „Sie bewegen nicht nur Autos, Sie bringen auch eine Ausstellung auf den Weg“, bemerkte er. Sport bedeute Leidenschaft, und so sei es auch im  Motorsport. Unter den knapp 1900 ADAC-Ortsclubs in Deutschland gebe es nur wenige, die eine solche Leidenschaft bewiesen und solche Erfolge vorzeigen könnten. Dem Extrembergsteiger Köhler ist nicht bange, dass es den Friedrichshafener ADAC-Ortsclub auch in weiteren 50 Jahren noch geben wird. Bei einer derart aktiven Jugendarbeit macht er sich keine Sorgen um dessen Zukunft.
Der zweite Vorsitzende Franz Schmid streifte in einem Rückblick 50 Jahre Clubgeschichte, beginnend mit der Vereinsgründung 1966 im einstigen Hotel „Sonne“ in der Karlstraße (heute K&L). Es war die Zeit, als Ludwig Erhard Bundeskanzler war, die ersten Anzeichen der Studentenunruhen sichtbar wurden und viele Deutsche vom Kleinwagen in die Mittelklasse aufstiegen, als der erfolgreiche Motorsportler Christian Kubon den Club initiierte. Drei Jahre später wurde die „Renngemeinschaft Graf Zeppelin“ gegründet, in dem sich Rennfahrer wie „Strietzel“ Stuck tummelten. 1972  nahm die Jugendarbeit  mit der Kartbahn beim  Flughafen ihren Aufschwung.
Großes Hallo, als sich die Fahrerinnen und Fahrer in der Ausstellung wieder fanden. Alle Abteilungen sind in der brillant aufbereiteten Schau mit ihren nationalen und internationalen Erfolgen nachzuerleben. In vielen Farb- und Schwarzweiß-Fotos, Pokalen und Urkunden.  Von der „Renngemeinschaft Graf-Zeppelin“, der Jugendgruppe „Graf Zeppelin“, die leider nach wie vor auf eine Kartbahn wartet und dennoch erfolgreich unterwegs ist, über die Motorradgruppe Markdorf, den 1. Supermoto-Club Bodensee, die Gruppe Gramici oder die Oldtimer-Rallye-Helfer sind alle vertreten, die in dem halben Jahrhundert auf zwei, drei und vier Rädern nationale und internationale Erfolge für den Club geholt haben.
Zur Ausstellungseröffnung waren viele gekommen, die in dieser Ära positive Schlagzeilen in den Sportseiten geschrieben haben.  Herbert Schek aus Wangen etwa, wegen dem Messe-Projektleiter Roland Bosch vor fast 30 Jahren dreimal an Neujahr in Paris war, um seinem Motorrad-Idol beim Prolog zum Start der Paris-Dakar zuzujubeln. Am Mittwoch dabei ohne Frage „Gebe“ Zeller und Karl-Heinz Linnig, Max Fessler oder Emin Akata. Franz Schmid dankte Sportleiter Dieter Veser, der zurzeit die 17. Oldtimer-Rallye am 2. und 3. Juli vorbereitet, dem „Mädchen für alles“ Bernd Schulze und Herbert Schneider, der mit seinem Fachwissen und seiner Kreativität  nicht nur die Ausstellung gestaltete. „Viele tragen dazu bei, den Club mit Leben zu erfüllen“, lobte er, und: „Teamgeist wird im  Ortsclub großgeschrieben“.
Hausherr, Sparkassenchef Lothar Mayer, zog Parallelen zur Bank: Während die Sparkasse vom Vertrauen ihrer Kunden lebe, sei es beim ADAC das Vertrauen an die vielen Helfer. Mayer ist überzeugt, wer so erfolgreich 50 Jahre überstanden hat, für den seien weitere 50 Jahre ein Kinderspiel.  Christian Kubon dankte Mayer dafür, die Ausstellung ermöglicht zu haben.
Eugen Treichel beeindruckte die Ausstellungsgäste mit seiner klassischen Gitarre.
Text: Sigi Großkopf

 

Klassikwelt Bodensee der ADAC Ortsclub präsentiert sich

Im Jubiläumsjahr 2016 durften wir uns auf der Messe „Klassikwelt Bodensee“ in Halle A5 präsentieren. Wie schon in den letzten Jahren waren die „gramici“ für den Aufbau und Betrieb des Messestands verantwortlich. Aufbau ist Mittwoch und Donnerstag, Betrieb ist Freitag bis Sonntag. Die Gestaltung stand in diesem Jahr unter dem Motto: England. Der Stand in englischen Farben und Motiven, die ausgestellten Fahrzeuge nur „Engländer“. Für das leibliche Wohl unserer Gäste hatten wir jedoch wieder wie in 2015 auf Italien gesetzt. Graziano lieferte direkt vom Hersteller original Parma-Schinken und Parmesankäse. Als Getränk gab es neben antialkoholischem, italienischen Rotwein, und auch irisches „Guinness. Alle Getränke gespendet von Hermann Rittler, dafür herzlichen Dank. Bei unseren Besuchern fand unser Auftritt ein sehr positives Echo, auch unserem Gast am Freitag, ZF-Chef Dr. Stefan Sommer gefiel es sichtlich. Neben vielen schönen Erinnerungen an diese Tage, müssen wir auch über etwas trauriges berichten. Karl Albert Rittler, der Eigentümer des hier ausgestellten MG TC, Bruder von Hermann Rittler, Mitglied im ADAC Ortsclub und bei uns immer ein willkommener Gast und Freund ist letzte Woche leider verstorben. Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner Familie.

 

Klassensieg für Emin Akata beim 24 Stunden Rennen auf dem Nürburgring

Großartiger Erfolg beim 24-Stunden-Rennen in der „grünen Hölle“ im Jubiläumsjahr des ADAC-Ortsclubs
Emin Akata fährt auf dem Nürburgring allen davon
Emin Akata von der Renngemeinschaft Graf Zeppelin im ADAC-Ortsclub Friedrichshafen hat beim 24-Stunden-Rennen am Wochenende auf dem Nürburgring mit seinem Team die komplette Konkurrenz hinter sich gelassen. Bei wechselnden und zeitweise schwierigen Wetterbedingungen hatten es von 158 Startern nur 101 Fahrzeuge in die Wertung geschafft. Für den ADAC-Ortsclub kommt Emin Akatas Erfolg zur rechten Zeit. Der Club feiert dieses Jahr sein 50jähriges Bestehen.
Erneut für den Rennstall Bonk Motorsport in Münster war Akata in einem BMW M235i racing Cup mit 13 Starten in der CUP 5 Klasse an den Start gerollt. Neben den GT 3 Fahrzeugen für den Zuschauer in der spannendsten Klasse, da alle Fahrzeuge baugleich sind und es somit nur auf die fahrerische Leistung ankommt. Mit ihm Auto von Emin Akata saßen im Wechsel Michael Schrey, Alexander Mies und Dries Vantoor. Letzterer ist erst 18 Jahre jung und noch nicht im Besitz eines Führerscheins für öffentliche Straßen!  Vantoor fährt ansonsten Rennen in einem Audi R8 in der Blancpain GT Series.
Während der ersten Quali gab es in einzelnen Streckenabschnitten noch leichten Nieselregen. Dennoch ging Akata’s Team mit Slicks (profillose Reifen) auf die Strecke, da man mit mehr Regen im weiteren Quali gerechnet hatte. In seiner zweiten Runde setzte Michael Schrey die Polezeit mit 9.28,09 min, die von keinem anderen Fahrzeug zu knacken war. Der dann einsetzende Regen verhinderte eine Zeitverbesserung. Emin Akata und sein Team verzichteten aufgrund ihrer Pole-Position auf das 2. Quali und schonten ihr Auto für das Rennen, das für Samstagnachmittag angesetzt war.
Wetterchaos auf der Strecke
Herrschte beim Start noch trockenes Wetter, setzte im Rennverlauf Regen ein, der in der sechsten Runde in ein Wetterchaos mündete. Im Streckenabschnitt  Aremberg des Nürburgrings wuchs sich der Niederschlag in Starkregen aus. Die Folge: Nachdem alle Fahrzeuge mit Slicks unterwegs waren, kamen etwa 20 Autos von der Strecke ab und verunfallten mehr oder weniger stark. Im darauf folgenden Streckenabschnitt Fuchsröhre und Adenauer Forst folgte das komplette Chaos: Wegen Hagels scheiterten die Fahrzeuge am Anstieg und blieben kreuz und quer auf der Strecke liegen. Das Rennen wurde unterbrochen und erst nach drei Stunden neu aufgenommen. Da es jedoch erneut stark zu regnen begann verschob sich ein sofortiger Neustart. Erst nach der dritten Einführungsrunde konnte der Restart freigegeben werden.
Ab diesem Zeitpunkt verlief das Rennen in geordneten Bahnen und es kam zu den erwarteten Zweikämpfen innerhalb der Klasse. Während der Nacht hat das Team von Emin Akata seinen Vorsprung auf drei Minuten ausgebaut. Was aber nicht bedeutete, sich darauf ausruhen zu können. Wechselnde Wetterbedingungen am Vormittag bedeuteten immer wieder auch einen Wechsel von Slicks auf Regenreifen und umgekehrt.
Herausragend in der Gesamtwertung
Gegen Nachmittag wuchs der Vorsprung von Akata, Schrey, Mies und Vantoor auf sechs Minuten! an. Für Emin Akata war es das dreizehnte 24-Stunden-Rennen –und das spektakulärste. Als er um 14.15 Uhr zum letzten Stint ins Auto stieg, konnte er einen glatten Sieg nach Hause fahren. Am Ende betrug der Vorsprung zwei Runden auf den Zweitplatzierten! „So etwas habe ich in zwölf 24-Stunden-Rennen nicht erlebt“, blickte er auf die Wetter-Kapriolen zurück, weshalb er sich über den außergewöhnlichen Erfolg besonders freute.
Mehr noch: Akata’s Team konnte nicht nur den Klassensieg feiern. Das Fahrerquartett erreicht den 25. Gesamtrang! Was für dieses Auto eine herausragende Leistung darstellt. Bericht: Großkopf

Tim Zimmermann sieht Zielflagge beim Wetter-Chaos auf der Nordschleife

Tim Zimmermann sieht Zielflagge beim Wetter-Chaos auf der Nordschleife

Bei seinem ersten Einsatz beim ADAC Zurich 24h-Rennen auf der Nordschleife kam der Langenargener Tim Zimmermann als Zweiter seiner Klasse und auf dem 93. Rang in der Gesamtwertung ins Ziel. Nach einer Unterbrechung wegen eines Unwetters und einem kaputten Motor beim Team „racing one GmbH“ konnte der 19-Jährige vor allem Erfahrung auf der rund 25km langen Strecke sammeln und seine ersten Schritte im Langstreckensport machen.

Keine Stunde war das ADAC Zurich 24h-Rennen alt, da rutschte ein Auto nach dem anderen von der Nordschleife. Ein Unwetter hatte die Eifel fest im Griff und die Fahrbahn urplötzlich in eine Rutschbahn verwandelt. Benjamin Leuchter, dessen Auto Tim Zimmermann später übernehmen sollte, rettete das Fahrzeug zwar aus dem Kiesbett, musste den Golf GTI TCR dann allerdings zur Reparatur in die Box bringen. Andere Fahrer kamen gar nicht mehr weiter oder rutschten auf ihren profillosen Reifen von der Strecke. Das Rennen wurde kurz nach dem Start unterbrochen. „Ich habe mich mit ein paar erfahreneren Fahrern unterhalten, das haben selbst die auf der Nordschleife noch nicht erlebt“, sagt Zimmermann. „Das war ein völlig verrückter Start in ein völlig verrücktes Rennen.“

Zum Restart übernahm dann der Langenargener Nordschleifen-Neuling das Steuer und sortierte sich nach der turbulenten Anfangsphase sogar auf einem 27. Platz ein. Trotz des Boxenstopps konnten sich der GTI der „racing one GmbH“ von der Poleposition in der eigenen Klasse aus dem Zeittraining und damit Gesamtstartplatz 58 um fast 30 Positionen verbessern. Die Freude darüber hielt allerdings nur ein paar Meter. Tim Zimmermann verlor Leistung, der Motor gab seinen Geist auf. Wieder ging es an die Box, während das Feld die ersten Runden hinter sich brachte. „Im Normalfall wars das dann und Du gibst auf“, so Zimmermann. „Wir wollten aber unbedingt zeigen, was dieses TCR-Auto kann und 24 Stunden sind eine lange Zeit. Die Jungs haben in der Box wirklich alles gegeben und den Motor tatsächlich getauscht bekommen.“

Nach sechs Stunden Rennzeit konnte „racing one“ dann also endlich die ersten freien Runden drehen und von Platz 148 eine Aufholjagd starten. Benjamin Leuchter, Dennis Wüsthoff, Fabian Danz und Tim Zimmermann fuhren konstant gute Zeiten und hatten keine weiteren Probleme mit dem Auto. Zimmermann, der zum ersten Mal bei einem 24h-Rennen in der „grünen Hölle“ unterwegs war, ist zufrieden. „Die härteste Erfahrung war es, nachts um drei Uhr über die Strecke zu fahren“, sagt der 19-Jährige. „Von hinten kamen immer wieder die schnellen GT-Autos, Du musst selbst überholen und das alles noch bei Dunkelheit und Regen – das war eine ziemlich spannende Herausforderung.“

Am Ende kam der Golf GTI TCR als 93. ins Ziel, mit 91 gefahrenen Runden in einem Rennen, das ganz vorne die Mercedes dominierten. „Wir sind zufrieden und sind froh, dass wir nach diesem Start noch sehr viel Erfahrung und schnelle Runden sammeln konnten“, so der Förderpilot der „Deutsche Post Speed Academy“. „Mit ein bisschen mehr Glück hätten wir den Klassensieg eingefahren und uns auch in der Gesamtwertung um richtig viele Plätze weiter nach vorn geschoben. Aber das packen wir dann eben beim nächsten Mal.“

Das nächste Mal werden Zimmermann und sein Teamkollege Benjamin Leuchter dann aber erst einmal wieder Konkurrenten sein. In der ADAC TCR Germany starten beide vom  17. bis zum 19. Juni in Oschersleben. Zurück auf die Langstrecke möchte Zimmermann aber auf jeden Fall. „Es war schon ein großer Traum, den ich mir mit der Teilnahme an diesem großartigen Rennen auf der Nordschleife erfüllt habe“, sagt er. „Das Rennen irgendwann einmal zu gewinnen wäre dann wie das Wetter in der Eifel – der völlige Wahnsinn.“ Bericht, Fotos: Liebhardt

 

Besuch bei Rainer Ott

Anläßlich eines Besuchs bei Rainer und Simone Ott in Siegmaringendorf überbrachten Christian Kubon, Gebhard Zeller, Graziano Sterzai und Herbert Schneider den vom Team Ott beim Historicpokal Bodensee 2015 errungenen Pokal für den 2.Platz. Bei dieser Gelegenheit erklärte uns Rainer Ott seine neuesten Errungenschaften in Sachen Oldtimer-Rennfahrzeugen. Ein 30 Jahre alter Lola Formel 5000 mit V8 Motor, ca 600 PS, der in den USA in der Alternativ-Formel zur Formel 1 eingestzt wurde. Weiter ein auch so alter Sportwagen der Marke Lola V8, der noch ein ZF-Renngetriebe verwendet. Mit beiden möchte er auch bei Oldtimer-Rennen teilnehmen. In der Aufbauphase nach notwendigen Rahmenreparaturen befindet sich zur Zeit sein Lotus-Climax Formel 1 Bauhjahr 1961. In seiner Firma Historace erstellt er originalgetreue Komponenten für div. historische Rennfahrzeuge. Als Geschenk für uns durften wir seine Zusage mitnehmen, dass er uns zur Messe Klassikwelt im Juni 2 Fahrzeuge als Ausstellungsobjekte für unseren Messestand zur Verfügung stellt.

 

Autosalon Genf 2016

Motorsportler der „Renngemeinschaft „Graf Zeppelin“ im ADAC-Ortsclub Friedrichshafen und Freunde informierten sich unter der Führung von Präsident Christian Kubon (Zweiter von links) auf dem Autosalon in Genf über Neuerscheinungen und neue Technologien. Wie auf unserem Bild auf dem Stand des Singener Ferrari-Händlers Thorsten Gohm (Zweiter von rechts), erfreuen sich die Hersteller aus aller Welt über ein noch stärkeres Publikumsinteresse als in den Vorjahren und einen entsprechende Nachfrage. Ferrari beispielsweise kann im Werk in Maranello die hohen Bestellzahlen nicht termingenau befrieden. Mercedes punktet mit Modellen der Kompaktklasse und im Bereich des Exklusiven wartet ein Mercedes-Maybach S 600 Guard VR 10. ZF stellt am Stand des Schweizer Autoveredlers Rinspeed ein selbstfahrendes Auto vor. Der Prototyp heißt „ETOS“ und  fährt mit viel Technik vom Bodensee wie etwa einem einklappbaren Lenkrad. Von links: Emin Akata, Christian Kubon, Matthias Lenz, Ex-Dornier-Vorstandsvorsitzender Werner Heinzmann, der frühere MTU-Vorsitzende der Geschäftsführung, Rolf A. Hanssen, Ferrari-Chef Thorsten Gohm und Gebhard Zeller. Text und Fotos: S.Großkopf

 

Winterrallye Seegefrörne 2016

Als Mitausrichter der Winterrallye „Seegefrörne“  betreuten wir mit Hilfe der „gramici“ am Samstag, 20. Februar 2016 am Zeppelin-Museum den Durchfahrtsposten in Friedrichshafen. Die 7. Seegefrörne ist eine Winterrallye für „Hartgesottene“ Oldtimer-Rallye Spezialisten, denen das Wetter nichts ausmacht, und auch dem eigenen Auto bei Winterwetter Bedingungen einiges zutrauen. Die Rallye startete am Samstag in Engen, führte über Ludwigshafen, Uhldingen zu uns nach FN, dann weiter nach Kressbronn bis Bregenz. Am Sonntag dann von Bregenz über Lindau, Meckenbeuren, Markdorf zum Ziel in Engen. Zwei Ortsclub-Teams waren am Start, Gebhard mit Bernd und Nico mit Beifahrer. Nico mußte die Rallye leider mit einem techn. Defekt vorzeitig beenden.

 

Vor 50 Jahren, am 28. Januar 1966 wurde unser Ortsclub gegründet

Friedrichshafen (sig) – Ein halbes Jahrhundert  jung ist der ADAC Ortsclub Friedrichshafen. Und sein Präsident heißt genauso lange Christian Kubon. Der Club mit seiner „Renngemeinschaft Graf Zeppelin“ und weiteren vier Unterabteilungen auf zwei und vier Rädern ist weltweit ein Begriff. 1700 Siege und 5500 Podiumsplätze haben die Pilotinnen und Piloten in den 50 Jahren erfahren. „Das einzige was fehlt ist eine Formel-1-Weltmeisterschaft“, resümierte Sportleiter Dieter Veser gestern vor der Presse in der „Krone“ in Schnetzenhausen.
Formiert hat sich der Club einst in der Küche der Eltern von Motorrad-Legende Max Fessler in der Löwentalerstraße 109. Die offizielle Gründungsversammlung folgte am 28. Januar 1966 im damaligen Hotel „Sonne“. 71 Teilnehmer begrüßte dort der Chef des ADAC-Gaus Württemberg, Bruno Schneider. In Friedrichshafen war der 118. Ortsclub im Gau entstanden, der damals noch ADAC-Ortsclub „Auto und Boot“ hieß. Vorsitzender bei der Gründung wurde der junge Rechtsanwalt und Spezialist für Verkehrsrecht, Christian Kubon, selbst erfolgreicher Motorsportler. Das Amt hat er heute noch. So lange wie sonst kein ADAC-Funktionär  im Land. Von den weiteren Gründungs-Vorstandsmitgliedern Horst Hibbe, Dieter Irtenkauf, Gerhard Trost, Josef Brugger, Fritz Herbst und Karl Schlichtig lebt keiner mehr.
500 Mitglieder zählt der ADAC-Ortsclub heute in seinen fünf  rührigen Abteilungen: der “Rennsportgemeinschaft Graf Zeppelin“ als der „tragenden Säule“ des Vereins, so Christian Kubon gestern,  der (Kart)-Jugendgruppe „Graf Zeppelin“, der Motorradgruppe Markdorf, dem 1. Supermotoclub Bodensee und der „freunde schöner Autos“ in der Gramici-Gruppe. Dem Club gehören prominente Motorsportler an. Der leider schwer verunglückte Motorrad-Weltmeister Reinhold Roth aus Amtzell gehört zu ihnen, „Strietzel“ Stuck, Bernd Hiemer, Peter Rubatto, Herbert Schek, Timo Scheider, „Gebe“ Zeller, Emin Akata oder Tim Zimmermann. Sie kommen auch aus Österreich und der Schweiz, um hier die besondere Atmosphäre zu erleben.
Mit einem großen Jubiläumsfest im Dornier Museum will der Club am 23. Juli seinen 50. Geburtstag feiern. Zuvor soll es ab 15. Juni in der Häfler Sparkassenzentrale eine Ausstellung über die 50jährige Erfolgsgeschichte des Vereins geben. In der Hauptversammlung im Herbst will Christian Kubon die Präsidentschaft in jüngere Hände legen.
Sein Stellvertreter Franz Schmid erinnerte gestern an viele Veranstaltungen zu Beginn der Club-Ära, als noch Geschicklichkeitsturniere gefragt waren, in Friedrichshafen Deutsche und Südbayerische Meisterschaften ausgetragen wurden, an denen er in einem Fiat 500 von Frau Kubon teilgenommen hat und in der Zeit der Automobilslaloms Beschwerden wegen Lärmbehinderung bremsten. Man verhandelte daraufhin mit dem französischen Militär und zog auf den Flugplatz um. Heute boomen Oldtimer-Rallyes. Für die bevorstehende Juli-Ausfahrt liegen bereits 80 Meldungen vor.
Vor 50 Jahren hob der Club auch schon auf die Jugendarbeit ab. Heinz Vöhringer und Herbert Schneider lenkten auf der Kartbahn am Flughafen um die 50 Kinder und Jugendliche, die Benzin im Blut spürten, zum Motorsport. Das ist heute wegen der fehlenden Kartbahn nur noch Erinnerung. Wegen der weiten Verladeanreisen zu Bahnen in Memmingen oder Bopfingen ist der Sport für viele Eltern nicht mehr machbar. Dennoch bringt Jugendleiter Enzo Franco immer wieder erfolgreiche Jugendliche hervor.
Die 40köpfige Motorradgruppe Markdorf fühlt sich wohl bei den Häflern. Von einer „tollen Sache im ADAC“ sprach gestern Leonie Stett. Dem schloss sich Michael Moebius vom 1. Supermotoclub im Verein an. Auch dessen 180 Mitglieder vermissen eine Rennstrecke vor Ort. „Wir sind zwar alt, lieben aber schöne Autos“, betonte Graziano Sterzai von der Gramici-Gruppe, der jüngsten Abteilung im ADAC-Ortsclub. In dem Schatzmeister Bernd Schulze 25 Jahre im Amt ist.
Fotos unten, Pressetermin des Vorstands mit Ehrenmitgliedern und dem Urgestein Max Fessler

 

Tim Zimmermann fährt 2016 Tourenwagen

Tim Zimmermann wird im kommenden Jahr in der neu geschaffenen Tourenwagenserie TCR an den
Start gehen. Das gaben der 19-jährige und sein Team Engstler Motorsport bekannt. Zimmermann
möchte mit den erfahrenen Allgäuern den Umstieg vom Formelauto in den Tourenwagensport schaffen
und verfolgt weiter seinen Traum von der Weltmeisterschaft

Dass Tim Zimmermann seine vier freistehenden Räder gegen ein Auto mit Dach tauschen würde, stand schon
zum Ende der vergangenen ADAC-Formel-4-Saison fest. Statt weiter im Formelsport geht der Langenargener
kommende Saison im Tourenwagen an den Start. TCR ist der Name der in Deutschland neuen und zugleich
schon vor dem Start viel beachteten Serie. „Mein Ziel war es immer, Weltmeister zu werden“, sagt
Zimmermann. „Und genau diese Ziel werde ich jetzt konkret in der TCR verfolgen.“
Der Partner auf diesem Weg ist kein Unbekannter. Franz Engstler mit seinem Team Engstler Motorsport hat
Zimmermann unter Vertrag genommen. Der Allgäuer hat den Rennfahrer vom Bodensee lange beobachtet,
immer wieder waren Zimmermann und Engstler in Kontakt. Als Engstler im Sommer die TCR Deutschland auf
der Rennstrecke vorstellte, begannen schnell die ersten Gespräche, die auf der Essen Motorshow
Ende November zum Abschluss gebracht wurden. „Franz hat sehr viel Erfahrung und davon kann
ich in der ersten Saison im Tourensport natürlich wahnsinnig profitieren“, freut sich Zimmermann. „Außerdem
ist die ganze Einstellung des Teams zum Rennsport für meine Verhältnisse genau die richtige.“
Bei allen Läufen der TCR Deutschland und den Läufen der Europameisterschaft wird Zimmermann
teilnehmen, außerdem startet er mindestens einmal im Rahmen der Weltmeisterschaft. Letztere ist das
mittelfristige Ziel des 19-jährigen, der jetzt den Umstieg vom Formelwagen in ein frontangetriebenes Auto
schaffen muss. 330 PS bei einem Gewicht von knapp 1200 Kilogramm hat sein VW Golf VII, den er 2016 bei
über 20 Rennen steuern wird. „Das wichtigste ist, dass jetzt Tim viel im Auto sitzt und er ein Gefühl für die
TCR bekommt“, so Engstler. „Er ist ein talentierter Motorsportler und wir haben uns bewusst für diese
Zusammenarbeit entschieden. Wir glauben an Tim.“
Und die Motorsportszene glaubt an die TCR. Das Interesse an der Serie ist enorm, der TV-Sender SPORT1
hat sich entschieden, die deutschen Rennen, die größtenteils im Rahmenprogramm von des GT Masters
angesiedelt sind, im Fernsehen zu zeigen. Außerdem schicken Ford, Opel, VW, Seat und Honda ihre Zwei-
Liter-Motoren mit etwa 330 PS ins Rennen. „Die TCR ist der perfekte Einstieg in den Tourenwagensport und
ich kann den ersten Start kaum erwarten“, sagt Zimmermann. „Und die Zuschauer können sich wirklich auf
jede Menge Spektakel auf der Rennstrecke freuen.“

Jahresabschlussfeier 2015 im Graf Zeppelin Haus

Friedrichshafen (sig) – 29 Piloten der Renngemeinschaft Graf Zeppelin im ADAC-Ortsclub Friedrichshafen sind in der zurück liegenden Saison weltweit 92 Mal auf Podiumsplätze gefahren. Davon rasten sie 45 Mal als Erste über die Ziellinie, 31 Mal reichte es zu Zweitplatzierungen und 16 Mal gab es dritte Plätze. Damit, so Präsident Christian Kubon bei der Siegerehrung und Jahresabschlussfeier am Samstagabend im Colsman-Saal des GZH, haben die Sportler des Clubs „den hervorragenden Ruf der Renngemeinschaft“ weiter gefestigt. Clubmeister auf vier Rädern wurde Tim Zimmermann in der ADAC Formel 4. Auf zwei Rädern siegte erneut Marc-Reiner Schmidt in der Klasse Supermoto S1 und S2.
Besondere Highlights haben mehrere Fahrerinnen und Fahrer gesetzt. So fuhr Marc-Reiner Schmidt die Europameisterschaft und dazu noch die italienische Meisterschaft nach Hause. Eine bislang einmalige Leistung. Schweizer Meister im Supermoto Klasse Challenger wurde Matthias Beck. Herausragend auch die Damen des Clubs: Julia Prestel wurde Schweizer Meisterin im Supermoto Klasse Youngster 250 und Janina Würtele Bahnpokalsiegerin im Bahnsportseitenwagen.
Die Clubmeisterschaft der Automobile und den von der ZF gestifteten Pokal hat sich ganz klar Tim Zimmermann gesichert. Der junge Pilot aus Langenargen fuhr in der stark aufgewerteten ADAC Formel 4 Masters, in der erstmals der Sohn von Michael Schumacher, Mick Schumacher, an den Start rollte. In einem Starterfeld von 40 Fahrern konnte sich Tim nach einigen Schwierigkeiten mit dem Handling des Fahrzeugs erst ab Mitte der Saison in Szene setzen und um Podest-Plätze mitfahren. Sein sechster Platz in der Gesamtwertung ist deshalb ein Erfolg. Mehr hat er sich für die kommende Saison vorgenommen.
Hinter Tim Zimmermann platzierten sich in der Clubwertung Timo Scheider (DTM), Niclas Widmann (Junior-Kart), Emin Akata (VLN Rundstreckenrennen), Leonie Stiem (Rallye), Karl-Albert Rittler (Oldtimer), Anne Kutins (Rallye-Beifahrerin), Gebhard Zeller (Oldtimer), Hermann Rittler (Oldtimer-Beifahrer), Hans-Bernd Kilian (Oldtimer), Bernd Schulze (Oldtimer-Beifahrer) und Erik Manning (Rundstreckenrennen Challenger Nürburgring). Sie alle durften von Christian Kubon, seinem Stellvertreter Franz Schmid und Schatzmeister Bernd Schulze überreichte Pokale entgegen nehmen.
Auf zwei Rädern rangieren in der Clubwertung hinter Marc-Reiner Schmidt: Julia Prestel (Supermoto Youngsterklasse 250), Philipp Prestel (Supermoto Prestige 450 CH und D), Mathias Beck, Nicolai Hug (Supermoto Chal. Open CH), Jannik Hintz (Supermoto Klasse Challenger), Bernd Kreuzer (CSBK Classik), Mathias Weissenrieder (Motocross), Janina Würtele (Seitenwagen), Imanuel Schramm (Seitenwagen Bahnsport), Claudio Bercher (Motocross), Corinna Günthör (SE Bahnsport Beifahrerin), Tobias Stett (Enduro), Thomas Geiger (Rehmpokal offene Klasse und 750 ccm) und Lydia Neuendorfer (SW Bahnsport Beifahrerin).
Beim Historic Bodenseepokal 2015 mit verschiedenen Veranstaltungen von der Seegfrörne bis zur Hegau Classic Engen siegten Nico Thomas und Renate Fischbach aus Friedrichshafen, vor Rainer Ott aus Überlingen, Gebhard Zeller aus FN, Claus und Catherina Brugger aus Kressbronn, Armin Labor aus Markdorf sowie Hermann und Karl Rittler aus Baienfurt. Ihnen überreichte der „Kopf“ der Rundfahrten, Hilmar Hörnle aus Konstanz, glänzende Pokale.
Obwohl es in Friedrichshafen und der Region nach wie vor keine Kartbahn mehr gibt, halten Jugendleiter Vincenzo („Enzo“) Franco die Jugendabteilung am Leben und belebt sie mit den Eltern und Helfern sogar neu. Während man außerhalb des Winters mit hohem Aufwand – weil langen Anfahrten und Verladezeiten – zu Trainings nach Memmingen, Ehingen oder Bopfingen fahren muss, schätzt man sich glücklich, in der jetzigen Jahreszeit dank dem Entgegenkommen der Supermoto-Abteilung und der Messe sechs Tage in einer Halle trainieren zu dürfen.

Speed Cat Racing feiert erfolgreichstes Ergebnis bei deutschem Meisterschaftslauf

Damit, dass Leoni Stiem und Anne Kutins aus Hagnau bei der ADAC Rallye Baden-Württemberg ihr bislang erfolgreichstes Ergebnis einfahren, hätte wohl kaum einer gerechnet. Das schnelle Damen Duo aus Hagnau startete für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin aus Friedrichshafen, mit 52 weiteren Teams aus ganz Europa, beim deutschen Meisterschaftslauf in Heidenheim an der Brenz am vergangenen Wochenende in ihr erst drittes Rennen dieser Saison.
Bereits am Freitagabend beginnt die Veranstaltung mit drei Nachtprüfungen. Nach einem eher verhaltenen Start in WP 1 (Wertungsprüfung), lagen das Speed Cat Racing Team nur auf Rang 6 in der Division 6. Besser lief es bereits in der zweiten WP, dem Zuschauer-Stadt-Rundkurs in Heidenheim, als sie eine Divisionsbestzeit erzielten und sich somit direkt auf Platz 2 in der Division katapultierten. Diesen konnten sie bis zum Ende der ersten Etappe halten. Nach einem kurzen Schlussservice, konnte man mit einem guten Gefühl den ersten Tag beenden.
Am nächsten Morgen röhrten die ersten Motoren schon wieder ab 7 Uhr in die zweite Etappe. Weitere 100 Kilometer waren am Samstag zu absolvieren. Den ganzen Tag über konnten Leoni und Anne ihre zweite Position halten. Bis nach einer verpatzten WP der nachfolgende Torben Nebel (Detmold) im Citröen DS3 R1 vor der letzten Schleife  mit nur noch 7 Sekunden Rückstand gefährlich nahe kam. So leicht wollten sich die Rallyepilotinnen aber nicht geschlagen geben. Leoni Stiem: „Es hätte mich fürchterlich geärgert, so kurz vor dem Ziel, den hart erkämpften Platz wieder zu verlieren. Also beschloss ich, die Arschbäckle nochmal zusammen zu kneifen und alles zu geben.“ Was sich schlussendlich auch auszahlen sollte. Mit 20 Sekunden Vorsprung auf den Drittplatzierten und hinter Sven Kress im BMW, dem Sieger der Division, erreichten sie einen achtbaren zweiten Platz von 18 Autos und den 24. Gesamtrang. Das Service Team um Chefmechaniker Klaus Heitele, leistete ebenfalls eine perfekte Arbeit. „Besser hätte es für uns heute nicht laufen können, was für ein schöner Saisonabschluss!“ strahlte auch eine sichtlich glückliche Co-Pilotin im Ziel der Rallye.
Eine gelungene Veranstaltung mit vielen Zuschauern, die top organisiert war.

 

Besuch der IAA in Frankfurt

Auf Initiative von und mit Christian Kubon besuchte eine Gruppe von Mitgliedern und Freunden des ADAC Ortsclub am Donnerstag, 17.9.2015 die IAA, die Internationale Automobilausstellung in Frankfurt. Erster Anlaufpunkt war der Ferrari-Stand, wo uns Thorsten Gohm, Geschäftsführer des Autohauses Gohm in Singen, begrüßte und die Neuigkeiten von Ferrari vorstellte, als Highlight den 488 Spider. Gleich in dieser ersten Halle konnten wir uns vom gewaltigen Aufwand überzeugen, mit dem die Firmen hier ihre Produkte präsentieren. Gewaltige Ausmaße, leuchtende, glänzende Materialien, freundliches und aufmerksames Personal prägten die Messestände. Um das meiste Ausgestellte zumindest oberflächlich zu sehen, war ein Gehaufwand von ca 14 km, wie einer unserer Gruppe ermittelt hatte, notwendig. Auch die Bundeskanzlerin sahen wir, wie sie in der Mercedes-Halle von Daimler-Chef  Zetsche das Mercedes Visions-Weltrekord Fahrzeug, Concept IAA, ( Intelligent Aerodynamic Automobile ) erklärt bekam. Auch in der VW-Konzern-Halle war sie mit VW-Chef Winterkorn und „wichtigen“ Menschen im Schlepptau unterwegs. Wie wir später von ZF-Chef Stefan Sommer erfuhren, hatte sie schon vorher den ZF Stand besucht. Einen Zwischenhalt zur Erholung legten wir dann in der VW-Konzernhalle bei Bentley ein, wo uns der Gohm-Bentley Verantwortliche Kuppel betreute. Zum Abschluss des Messe-Tages begrüßte uns ZF-Chef Stefan Sommer am beeindruckenden und mit sachlicher Eleganz ausgestattetem ZF-Stand, wo er uns selbst ausführlich und detailliert  alle ausgestellten ZF-Neuheiten erläuterte. Ein Gruppenfoto mit ihm beendete unseren Messebesuch in Frankfurt. Fotos und Text: Herbert Schneider

 

Erfolg in Oschersleben für Tim Zimmermann

Zimmermann Zweiter in Oschersleben
Mit dem erfolgreichsten Rennwochenende der Saison meldete sich der Langenargener Motorsportler Tim
Zimmermann beim ADAC-Formel-4-Wochenende in Oschersleben (11. bis 13. September) auf dem
Podium zurück. Mit einem zweiten Platz und insgesamt 38 Punkten kletterte der 19-jährige vor dem
Saisonfinale in Hockenheim (2. bis 4. Oktober) in der Gesamtwertung auf Rang fünf.
Die einen spielten Ball in der letzten Kurve der Rennstrecke in Oschersleben, andere ließen sich ihr Abendessen
in die Startaufstellung bringen. Es spielten sich ziemlich skurrile Szenen ab vor dem Start des Abschlussrennens
der ADAC Formel 4 in der Magdeburger Börde. Fast zwei Stunden wurde der Start der Nachwuchspiloten am
Sonntagabend (13. September) verschoben. Grund dafür war ein großes Stück Leitplanke, das ausgetauscht
werden musste nachdem DTM-Pilot Lukas Auer im Rennen zuvor eben diese Leitplanke zerstört hatte. Auch für
den Langenargener Tim Zimmermann eine seltsame Situation. „Ich habe versucht, mich warm zu halten, zu
essen und viel zu trinken“, sagt Zimmermann. „Die Konzentration so lange zu halten sind wir allerdings trainiert,
das war eigentlich kein Problem.“
Tatsächlich erwischte Zimmermann, der von Startplatz fünf ins Rennen ging, einen guten Start und machte bis
zum Ende der berüchtigten ersten Schikane gleich drei Plätze gut. Nur den Australier Joey Mawson hatte
Zimmermann vor sich, den Rest des Feldes hatte er hinter sich gelassen. Mawson vorne schlug ein Tempo an,
dem Zimmermann auf Dauer nicht folgen konnte, der Kandidat der „Deutsche Post Speed Academy“ selbst riss
bei einsetzendem Regen ein Loch zum drittplatzierten Marek Böckmann hinter ihm. „Ich war froh, das Rennen
dann so kontrolliert fahren zu können und diesen zweiten Platz nach Hause zu bringen“, so Zimmermann. „Mit
nachlassenden Reifen, Nieselregen und beginnender Dämmerung war dieser Podestplatz ein hartes Stück
Arbeit.“
Und diese Arbeit begann schon am Samstagmorgen. Eigentlich waren für die Formel 4 zwei Zeittrainings am
Mittag und ein Rennen am Nachmittag angesetzt. Doch weder die Nachwuchsserie noch die Deutsche
Tourenwagen Masters, in deren Rahmenprogramm die Formel 4 unterwegs war, konnten auf die Strecke. Den
ganzen Morgen hatte es sich der Nebel in der Motorsportarena bequem gemacht. Erst am späten Nachmittag
ging es für die Piloten auf die Strecke, erst in einem Zeittraining mit allen 35 Fahrern, sofort im Anschluss dann
im ersten Rennen des Wochenendes. Wieder hieß es warten und wieder blieb Zimmermann cool. Ein siebter
Platz im Zeittraining und Rang sechs in Rennen eins waren das Ergebnis. „Ganz vorne waren die Jungs schon
sehr schnell“, so der Förderkandidat der ADAC Stiftung Sport. „Das Podium war aber schon heimlich mein Ziel.“
Am Sonntagmorgen verfehlte Tim Zimmermann dieses Ziel mit Rang vier noch knapp, am späten Abend fuhr ein
sein Wunschergebnis dann ein. Mit 38 Punkten geht der 19-jährige am vorletzten Wochenende mit seinem
besten Ergebnis der Saison nach Hause. „Endlich funktioniert unser Paket und wir landen auch dort wo wir
hingehören“, sagt Zimmermann und freut sich auf das Saisonfinale in Hockenheim am ersten
Oktoberwochenende. „Ich lass mich da jetzt nicht auf eine Ansage festnageln“, sagt ein sichtlich gelöster
Zimmermann nach seinem Besuch auf dem Podest. „Aber in Hockenheim möchte ich die Siegerehrung am
liebsten nochmal von ganz oben sehen.“

 

Erfolg für Emin Akata in Belgien

Erstmalig hat Emin Akata von der Renngemeinschaft Graf Zeppelin beim 24h-Rennen in Zolder / Belgien teilgenommen. Seine Teamkollegen in diesem Rennen waren sein Vorjahrespartner Michael Schrey und sein diesjähriger Alexander Mies. Das Trio galt in der mit 11 Fahrzeugen stärksten besetzten Klasse als Mitfavoriten. In der Cup-Klasse, in der nur BMW M235i racing Fahrzeuge starten, geht es immer sehr eng zu.
In allen Qualis mussten die Fahrer mit den schwierigen Streckenverhältnissen aufgrund intensiver Regenschauer kämpfen. Dem Team von Emin Akata gelang dies sehr gut und sie konnten mit Platz 3 optimistisch dem Start entgegenblicken.
Das Rennen startete bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad, was für die Fahrer immer wieder größte Fitness voraussetzt. Bereits zum ersten Fahrerwechsel verbesserte sich Akata auf Platz 2. Über die gesamte weitere Renndistanz gab es weitere Duelle zu meistern. Am Ende des Rennens konnte Emin Akata mit Platz 6 im Gesamtklassement und mit Platz 2 in der Klasse über die Ziellinie fahren. Den Klassensieg verfehlte das Team nach 24 Stunden um lediglich 6 Minuten.

 

Ein Auf und Ab im Nordschwarzwald

Calw/Neuhengstett – Perfektes Rallyewetter erwarteten die 74 Teams vergangenen Samstag in Calw zur 33. ADAC Gerhard-Mitter-Gedächtnisrallye.
Für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin Friedrichshafen waren Leoni Stiem und Anne Kutins vom Speed Cat Racing Team aus Hagnau mit der Startnummer 64 am Start. Gleich auf der ersten WP (Wertungsprüfung) gab es eine riesige Überraschung, die schnellen Frauen brannten eine 21. Zeit im Gesamtklassement in den Asphalt. Sogar in der nächst höheren Klasse F8 (2 Liter) waren nur zwei Teams, der dort genannten 20 Fahrzeuge schneller. In der diesmal schwach besetzten Klasse F9 (1,6 Liter) war das die zweitbeste Zeit, mit nur 0,3 Sekunden Rückstand auf Sven Kress im BMW. Auch in der zweiten WP war die Zeit in den Top 30 absolut zufriedenstellend. In WP 3 sorgte eine Schraube, die sich am Helm der Pilotin gelöst hatte für Ablenkung. Das Sonnenschild ist bei jeder Erschütterung im Auto ins Sichtfeld gerutscht. WP 4 wurde leider nach einem schweren Unfall neutralisiert. In WP 5, die sehr schnell auf engen Straßen durch den Wald führte, konnten Leoni und Anne eine weitere 20. Gesamtzeit verbuchen. Dann das jähe Ende in der letzten WP. Circa zwei Kilometer vor dem Ziel, riss nach einem 90 Grad-Abzweig die Antriebswelle ab und zwang die beiden ihren Ford Puma in der Wiese abzustellen.
Teamchefin und Pilotin Leoni Stiem resümiert dennoch sehr optimistisch: „Es ist sicher schade, so kurz vor dem Ziel auszufallen. Trotzdem bin ich total glücklich über die Zeiten, die wir gefahren sind. Wir gewöhnen uns immer mehr ans Auto und finden wieder zum alten Vertrauen zurück. Wir sind auf dem richtigen Weg.“
Nächster geplanter Einsatz ist Mitte Oktober die Rallye fränkische Schweiz, zwischen Bamberg und Bayreuth.

 

Im neuen Auto gleich erfolgreich

Sulzdorf an der Lederhecke – Vor 15 Monaten saßen Leoni Stiem und Anne Kutins von der Renngemeinschaft Graf Zeppelin das letzte mal in ihrem Ford Puma. Damals endete die Fahrt bei der Ostalbrallye leider abrupt mit einem Überschlag und zerstörte das Auto. Seither wurde vom Chefmechaniker Klaus Heitele in mühevoller Kleinstarbeit ein neuer Ford Puma aufgebaut.
Am vergangenen Wochenende reisten die zwei Frauen aus Hagnau, mit ihrem Speed Cat Racing Team ins fränkische Sulzdorf an der Lederhecke zur 22. ADAC Grabfeldrallye. Unerträgliche Außentemperaturen von 40°C und noch heißere Temperaturen im Rennfahrzeug, mit bis zu 70°C, trübten die Vorfreude keineswegs. Ein stark besetztes Starterfeld mit 189 Fahrzeugen, ließ auf eine interessante Veranstaltung hoffen.
„Als wir nach der ersten Wertungsprüfung im Ziel waren, und gesehen haben, dass unsere Zeit nicht Welten von den anderen weg ist, war ich unendlich froh!“ sagt Leoni Stiem, Teamchefin und Pilotin. Prüfung für Prüfung konnten die beiden Rallye-Amazonen wieder mehr ihren Rhythmus finden. Es wurde einiges von Mensch und Maschine abverlangt, was deutlich an der hohen Ausfallquote zu sehen war. Nur 139 Autos erreichten das Ziel. Ganze Arbeit wurde vom Mechanikerteam geleistet, das einen perfekten Puma wieder hergestellt hat.
Leoni und Anne arbeiteten sich immer weiter an die Spitzenzeiten ran und landeten auf 5. Platz in der von 18 Autos besetzten Klasse F9 (1600ccm). Die Damenwertung haben sie ohne Gefahr für sich entschieden. „Ich bin einfach nur glücklich, das Auto heil ins Ziel zu bringen, im vorderen Drittel dabei zu sein und wieder riesigen Spaß an der Sache zu haben! All die Arbeit und Mühen haben sich gelohnt!“ so Leoni Stiem strahlend im Ziel. Der nächste Start des Speed Cat Racing Teams wird Anfang September bei der Rallye Calw sein. Text: catracing

 

16. Bodensee Oldtimer Rallye bei tropischer Hitze

Friedrichshafen (sig) – Trotz brütender Hitze an beiden Tagen war die 16. Bodensee Oldtimer-Rallye des ADAC-Ortsclub Friedrichshafen sowohl auf den gefahrenen 270 Kilometer als auch beim  Rahmenprogramm ein voller Erfolg. In der Gesamtwertung nach fünf von fünf Wertungsprüfungen lagen am Ende Hans-Bernd Kilian und Klaus Kohler aus Markdorf in ihrem Triumph Spitfire 1500, Baujahr 1981, vorne. Gefolgt von Markus Ocker und Susanne Fischer-Ocker aus Holzmaden in einem BMW 2002 Targa, Baujahr 1971, sowie Marco Strauß und Michael Paller aus Bad Soden in einem Audi 100 Quattro, Baujahr 1989.
ADAC-Präsident Christian Kubon sprach am Sonntagabend von der heißesten Rallye in den 16 bislang Jahren dieser Veranstaltung, deren Streckenverläufe Richtung Bad Wurzach und ins Deggenhausertal erneut von Sportleiter Dieter Veser entwickelt wurden.
Rekord bedeutete nicht nur die Teilnehmerzahl, Rekord waren auch die Hitzegrade sowohl am Samstag als auch am Sonntag. In den einzelnen Klassen setzten sich folgende Fahrzeugbesatzungen durch: In der Klasse 1-Classic (bis Baujahr 1946) gewannen Rolf und Sabine Reiber aus Beckingen in einem Alvis Speed 25, Baujahr 1936. Zweitbestes Team wurden Rainer und Simone Ott aus Überlingen in ihrem Alfa Romeo, Baujahr 1929 vor Walter und Annelies Czech aus Waldburg in einem Alvis SA20, Baujahr 1933!
In der Klasse 2-Historic A  bis Baujahr 1961, gewannen Armin Labor und Nicolai Kröger aus Markdorf in einem MG-A Baujahr 1958, vor Karl-Albert und Hermann Rittler aus Baienfurt in ihrem MG TC, Baujahr 1947, sowie Hans-R. und Monica Blatter aus Wilchingen in einem Aston Martin DB2/4 MK, Baujahr 1959. Vierter wurden Manfred und Jutta Biesinger aus Lindau in einem Mercedes-Benz 220S Cabrio, Baujahr 1957.
Die Klasse 3-Historic B bis Baujahr 1965 entschieden Mirjana Friedmann und Achim Jansen aus Horgenzell in einem Ford Mustang 4.6, Baujahr 1965 für sich. Auf ihren Fersen: Andreas und Bettina Blocher aus Konstanz in einem Porsche 356 B,  Baujahr 1963, Manfred und Susanne Stegmüller aus Poing in einem Austin Healy 3000 MK2, Baujahr 1962, und Günter Degenhart und Monika Mahl aus Meersburg in einem Mercedes-Benz 280 SE, Baujahr 1964.
Sieger in der Klasse 4-Klassische Fahrzeuge I bis Baujahr 1976 wurden Markus Ocker und Susanne Fischer-Ocker aus Holzmaden (siehe oben) vor Alois und Martina Schmid aus Aich in einem Mercedes-Benz 280 SLP, Baujahr 1973, Klaus und Cathrine Brugger aus Kressbronn in ihrem BMW 3.0 CSi, Baujahr 1973, und Christian und Mary Meinusch aus Ravensburg in einem Karmann Ghia Cabrio, Baujahr1968.
Die Klasse 5-Klassische Fahrzeuge II bis Baujahr 1985 gewannen Hans-Bernd Kilian und Klaus Kohler (Fahrzeug siehe oben), vor Ingo Aust und Peter Stifel aus Uhldingen in einem Porsche 911 C1 Targa, Baujahr 1985, und Dieter Schäfer und Marina Deike aus Pattensen in einem Porsche 944, Baujahr 1984.
In der Klasse 6-Youngtimer bis Baujahr 1990 gewannen Marco Strauß und Michael Paller aus Bad Soden, vor Ulrich und Daniela Jager aus Schwieberdingen in einem Porsche 911 Carrera, Baujahr 1988, und Claas-Christoph Hölscher und Arni Halili aus Konstanz in einem Porsche 911  Carrera Cabrio, Baujahr 1988. Bedanken möchte sich der Ortsclub bei den Teilnehmern, bei Dieter Veser, als Gesamtverantwortlichem, den vielen Helfern und unseren Sponsoren, hier ganz besonders unserem Partner der Veranstaltung, der IBB, Internationales Bankhaus Bodensee.Text: Sigi Großkopf, Fotos: Herbert Schneider

 

Die gramici mit Freunden aus Pfingstweid bei einer Ausfahrt

Als Belohnung für ihren Einsatz beim voraus gegangenen Jahresfest hat
die „Gramici-Gruppe“ im ADAC-Ortsclub Friedrichshafen gestern 30
Bewohner der Diakonie Pfingstweid zu einer von Franz Schmid
ausgearbeiteten Ausfahrt in deren Ferrari, Porsche, Mercedes, BMW und
anderen schönen Autos eingeladen. Die Freude bei den Bewohnern war
riesengroß, als trotz des bescheidenen Wetters die Autos auf’s Gelände
rollten, um die fleißigen Helfer abzuholen. Unter der Regie von Graziano
Sterzai und Führung von Franz Schmid startete der Konvoi von Pfingstweid
aus über Kehlen, Hirschlatt, Waltenweiler nach Oberteuringen und weiter
über Markdorf, Grünwangen und Untersiggingen nach Wittenhofen im
Deggenhausertal. Nach der Rückkehr warteten in der Cafeteria der
Diakonie Kaffee und Kuchen – und ein reger Austausch über den
außergewöhnlichen Ausflug, zu dem die „Gramici-Gruppe“ zum zweiten Mal
eingeladen hatte.   Text: sig / Fotos: sig+Peter+Herbert