Sieg bei der 20. Bodensee Oldtimer Rallye geht nach Uhldingen-Mühlhofen

Sieg bei der 20. Bodensee Oldtimer Rallye geht nach Uhldingen-Mühlhofen

Einige der Teilnehmer sind von Anfang an dabei, viele seit vielen Jahren. Die 20. Bodensee Oldtimer Rallye am Wochenende vermittelte den Eindruck einer großen harmonischen Familie, in der man sich nicht nur kennt, sondern auch schätzt. So war Gründungsvorsitzender und jahrzehntelanger Chef des ADAC-Ortsclub Friedrichshafen, Christian Kubon, ergriffen, als am Samstagnachmittag die Besatzungen durch den Martinstunnel vor das Zeppelin Museum rollten und er hinter den Steuern viele alte Motorsport-„Haudegen“ erkannte. Unfallfrei, kein Crash, keine technischen Defekte und schnelle Ergebnisermittlung meldeten die Organisatoren des ADAC-Ortsclubs mit der Renngemeinschaft Graf Zeppelin, als erst bei der Präsentation der Fahrzeuge am Samstagnachmittag vor dem Zeppelin Museum Regen und Sturm einsetzten und die vielen Interessierten fluchtartig den Platz verließen. Zuvor auf der Strecke und am Sonntagvormittag schien wieder die Sonne und dem zweiten Rallye-Tag stand nichts im Wege. Der Rest der 250 Kilometer samt Wertungsprüfungen konnte in Angriff genommen werden. Dank des neuen Caterers, der Firma Klink, zeigten sich die Teilnehmer von der kulinarischen Verköstigung am Frühstücks-Büffet im Foyer-West der Messe vor der Abfahrt ebenso begeistert wie der Festakt am Samstagabend im Graf-Zeppelin-Haus keine Wünsche offen ließ. Text: Siegfried Großkopf Bilder: Herbert Schneider

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Bilder Samstag

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Bilder Sonntag

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11.07.2019

Jahresabschlußfeier im Graf Zeppelin Haus

Friedrichshafen (sig) – Christian Kubon, vor 50 Jahren Gründervater des ADAC-Ortsclub Friedrichshafen und über ein halbes Jahrhundert lang Vereinsvorsitzender, ist bei der Siegerehrung der Renngemeinschaft Graf Zeppelin im ADAC am Samstagabend im vollbesetzten Alfred-Colsman-Saal des GZH mit dem Titel Ehrenvorsitzender ausgezeichnet und gefeiert worden. Ehrenmitglied wurde sein langjähriger Weggefährte Franz Schmid.

Die Clubmeisterschaft auf vier Rädern sicherte sich in der abgelaufenen Saison Niclas Widmann in der Klasse SAKC Junior Kart vor Tim Zimmermann (ADAC TCR Rundstrecke) und Wim Stals (Quadrennen). Vizeweltmeister Marc-Rainer Schmidt (Supermoto Klasse S1) gewann die Clubmeisterschaft auf zwei Rädern souverän vor dem Dritten der Schweizer Meisterschaft, Kevin Tschümperlin (Supermoto Prestige 450/Motocross) und dem Schweizer Vizemeister Randy Götzel (Supermoto Klasse S1/ Prestige 450). Die schnellste Frau im Auto wurde Leoni Stiem (Rallye Division 6), die schnellste Dame auf zwei Rädern Julia Prestel (Supermoto Challenger).

Bei der Würdigung seines Vorgängers und Mentors Christian Kubon blickte Emin Akata auf dessen vielfältigen Verdienste und Erfolge zurück, ob als aktiver Rennfahrer, Freund des legendären „Strietzel“ Stuck, den er seit über 50 Jahren kennt, dem Vorsitzenden Richter des Sportgerichts im Deutschen Motorsportbund (DMSB), als Gründer des ADAC-Ortsclubs, des 30 Jahre lang bestehenden Kuri-Flugdienstes oder seiner florierende Anwaltskanzlei mit deren strikten Spezialisierung unter anderem in Sachen Verkehrsrecht in Friedrichshafen und Überlingen. Deutschlandweit gilt Kubon als der Vorsitzende eines ADAC-Ortsclubs mit der längsten Amtszeit. Dabei hat er die menschliche Seite nie vergessen. „Mister Superbike“ Peter Rubatto und Tim Zimmermann dankten ihm während der Siegerehrung spontan für seine Unterstützung bei den unterschiedlichsten Problemen. Christian Kubon dankte vor allem seinen vielen Helfern während der langen Zeit.

Sein langjähriger Weggefährte Franz Schmid, ehemals Schriftführer und sein Stellvertreter im Vorsitz, wurde für sein jahrzehntelanges Engagement für den Club – sich selbst immer zurück nehmend – zum Ehrenmitglied ernannt. Schmid fand über Christian Kubon zum Club. Mit den Worten: „Ohne den Ortsclub wäre ich nicht der geworden der ich heute bin“, bedankte er sich für viele Jahre in einer tollen Kameradschaft.

Die Jugendkartgruppe Graf Zeppelin leidet immer stärker unter der nicht vorhandenen Kartbahn in der Stadt oder Region. Helge Hinz berichtete von dem immensen Aufwand, etwa nach Memmingen oder Bopfingen zu gelangen, um dort trainieren zu können. Für drei Stunden Trainingszeit sei eine vierstündige logistische Vorbereitung nötig. Was „weh“ tue und dazu führe, dass nur noch ältere Kinder dem Sport frönen. Wie es im kommenden Jahr weiter geht ist völlig offen. Die Hoffnung besteht zwar, in Friedrichshafen oder Umgebung doch noch eine Trainingsmöglichkeit zu finden und die funktionierende Nachwuchs-Gruppe aufrechterhalten zu können, doch sie ist nicht groß. Vorsitzender Emin Akata will im Frühjahr neue Anstrengungen unternehmen, für die Jugend einen Trainingsplatz zu finden.

Für die musikalische Unterhaltung des ereignisreichen Abends sorgte traditionell die Band „Schwabenpower“.