Pole Position für Dominik Fugel und Mike Halder zweimal auf dem Podium

Pole Position für Dominik Fugel und Mike Halder zweimal auf dem Podium

Der Circuit Park Zandvoort liegt nur wenige Meter hinter den Dünen der Nordseeküste. Obwohl der niederländische Rennparcours 4,320 Kilometer Länge aufweist, hat es die Strecke in sich. In den engen Kurven gehen selbst die erfahrensten Rennfahrer kaum Überholmanöver ein. Dominik Fugel und Mike Halder stellten sich dieser Herausforderung – mit Bravour!

Dominik Fugel schnellster im Qualifying – Pole Position!

Starke Windböen machten sich am Wochenende breit und erschwerten die Kontrolle über die leichten TCR Rennboliden. Aber die beiden Honda Piloten ließen sich davon nicht beirren. In den freien Trainings positionierten sich Halder und Fugel souverän in den Top-10 Rängen und machten einmal mehr deutlich, dass sie vorne dabei sind. Dominik Fugel, der in dieser Saison eher vom Pech verfolgt scheint, brachte die Zuschauer im Qualifying zum Staunen. In gerade mal 1:58.960 Minuten umrundete er die Strecke und setzte damit die Messlatte so weit nach oben, dass ihn keiner mehr einholen konnte. Die Pole Position war dem 22-Jährigen sicher. Die erste in seiner ADAC TCR Germany Karriere! Chapeau! Im Rennen konnte er den vorderen Startplatz zwar nicht ganz so freudig umsetzen, dennoch gelang ihm ein sehr guter, vierter Platz. „Knapp am Podium vorbei aber immerhin gute Punkte“, so das Resümee des Chemnitzers. Mike Halder ging von Startplatz vier ins Rennen und setzte sich direkt auf Rang zwei. Im Gerangel mit Max Hesse fuhr dieser ihm aufs Hinterrad, was Halder zunächst nicht auf sich sitzen lassen wollte. „Wir haben uns nochmal berührt und ich war an ihm vorbei. Hab mich dann aber doch sicherheitshalber dazu entschlossen, ihn vorbeiziehen zu lassen. Obwohl es aus meiner Sicht seine Schuld war.“ Die Angst vor einer Bestrafung der Rennleitung war dann doch zu groß für das harte Manöver. So heimste Halder lieber sicher den zweiten Platz ein.

Mike Halder weiter im Kampf um die Meisterschaft

Rennen zwei musste Dominik Fugel Sonntagnachmittag aufgrund des Reversed Grid von Position neun in Angriff nehmen. Kämpfte er sich anfangs nach einem schnellen Start auf Platz fünf vor, musste er jedoch bald resignieren. „Ich konnte nicht mehr schalten, hatte Getriebeprobleme“, so der Honda Pilot. „Für mich persönlich war es wichtig zu wissen, dass der Speed übers Wochenende gestimmt hat“, lautete das Fazit, nachdem er als 13. gewertet wurde. Teamkollege Mike Halder lieferte den Zuschauern eine spannende Show. Mehrere Fights, harte Duelle und faire Kämpfe ließen ihn nach vornespielen. Doch all diese Manöver kosteten ihm Reifenverschleiß. Gegen Rennende blieb keine Chance zum Überholen. Doch es reichte für den dritten Platz und damit ein weiterer Pokal, womit er auf Platz drei der Gesamtwertung liegt und den Kampf um den Titel noch nicht abgesagt hat. Nach dem Wochenende in Zandvoort bleibt dem Team keine Verschnaufpause. Bereits kommendes Wochenende gastiert die ADAC TCR Germany auf dem Nürburgring (16.-18.08.2019). [envira-gallery id="7296"]

13.08.2019

Zimmermann sichert sich Punkte nach turbulentem Wochenende

Zimmermann sichert sich Punkte nach turbulentem Wochenende

Schon im Qualifying am Samstagmorgen kündigte sich für Tim Zimmermann an, dass der neunte und zehnte Lauf des Porsche Carrera Cups Deutschland im niederländischen Zandvoort turbulent werden sollten. Ein Regenschauer hatte die Teams gezwungen, mit Profilreifen auf Zeitenjagd zu gehen und eigentlich sah es auch für das gesamteZeittraining nicht nach trockener Strecke aus. Doch weil nach Unfällen zwei Mal die Uhr angehalten und Autos aus dem Kiesbett geborgen werden mussten, startete das ganze 31-köpfige Fahrerfeld in die letzten zehn Minuten auf abgetrockneter Strecke. „Das war dann ziemlich chaotisch und jeder Fehler wäre einer zu viel gewesen“, sagt Zimmermann. „Mit den frischen Reifen waren zwei schnelle Runden möglich und die mussten sitzen.“ Für den 22-Jährigen funktionierte dies ganz ordentlich. Er fuhr sich fürs erste Rennen am Samstag den neunten Startplatz heraus und schob sich auch direkt auf den ersten Metern einen Platz nach vorn. Zusammen mit seinen Black-Falcon-Teamkollegen David Kolkmann und Rudy van Buren lieferte er sich ein Rennen um die Punkte. Denn schon früh war deutlich, dass die Topteams in Zandvoort nicht zu schlagen waren. „Unsere Abstimmung war nicht optimal und ich hatte ein bisschen weniger Grip auf der Vorderachse als ich mir das gewünscht hätte“, so Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet. „Deshalb war ich zufrieden, als Achter über die Ziellinie zu gehen und acht Punkte für die Gesamtwertung mitzunehmen“. Kurzzeitig wurde der Langenargener sogar als Siebter geführt, weil Luca Rettenbacher vor ihm mit einer Strafe belegt wurde, die die Rennleitung dann am Abend aber wieder zurücknahm. Ein ähnliches Bild bot dann der zweite Lauf an der niederländischen Nordseeküste. Wieder machte Zimmermann am Start Plätze gut, musste sie aber nach einem Manöver am nassen Streckenrand wieder hergeben und kämpfte erneut mit seinen beiden Teamkollegen um die Punkte. Zwölfter war Tim Zimmermann schließlich, bekam aber trotzdem nur zwei anstatt der erhofften vier Punkte für die Gesamtwertung gutgeschrieben. Zuvor war das Rennen nach einem Unfall nämlich längere Zeit unterbrochen und ging mit dem Safetycar an der Spitze über den Zielstrich. „Wir hatten weniger als 75 Prozent der angesetzten 17 Runden absolviert“, erklärt Tim Zimmermann. „Dann gibt es auch nur die Hälfte der Punkte.“ Trotz aller Turbulenzen und der Probleme mit der Abstimmung sammelte Zimmermann so viele Punkte wie seit dem Saisonauftakt Anfang Mai in Hockenheim nicht mehr. „Sicher wollte ich ein bisschen weiter nach vorn“, gibt er zu. „Ich bin aber zufrieden und habe mich in der Gesamtwertung um drei Plätze verbessert.“ Der 22-Jährige hat nun Tuchfühlung zu den Top Ten und will dort auch bis zum Saisonende noch hin. Die nächste Chance auf Punkte steht schon direkt vor der Tür. Am kommenden Wochenende geht der Carrera Cup am Nürburgring an den Start.

12.08.2019

Zimmermann holt Doppelsieg in China

Zimmermann holt Doppelsieg in China

Die beiden Rennen in Tianjin waren auf jeweils zwei Stunden angesetzt, inklusive Fahrerwechsel. Eigentlich ging Tim Zimmermann deshalb davon aus, jeweils gut eine Stunde Rennaction im Auto zu erleben. Weil er aber schon im Training der Konkurrenz auf und davon flog, traf sein Team S&D Motorsports eine etwas kuriose Entscheidung. Nach seinem 60-Minuten-Stint im ersten Auto sollte Zimmermann gleich noch einmal 70 Minuten im Schwesterauto absolvieren. „Die eine Stunde war bei Außentemperaturen von fast 40 Grad schon hart“, erzählt er. „Mit nur fünf Minuten Pause gleich noch einmal ins Auto zu steigen war vermutlich das Härteste, was ich jemals im Rennsport erlebt habe.“ Der Plan ging aber auf. Am Samstag startete Tim Zimmermann von Rang zwei und setzte sich zu Beginn sofort an die Spitze. Seine chinesischen Mannschaftskollegen konnten so später einen ungefährdeten Sieg eintüten. Und auch das zweite Auto brachte Zimmermann auf Kurs und sicherte seinem Team den Doppelsieg. „Das war ein toller Erfolg für das Team und natürlich auch für mich“, sagt er. „Das erste Treppchen der Saison hat sich sehr sehr gut angefühlt.“ Auch im zweiten Lauf am Sonntag war das Ergebnis ähnlich. Die Autos starteten mit den Zeitabständen des Vortags ins Rennen und wieder landete Tim Zimmermann auf den Plätzen eins und zwei. „Ich war zwar völlig dehydriert und konnte am Ende kaum noch lenken“, lacht Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet. „Aber das Ergebnis hat die ganzen Strapazen definitiv gerechtfertigt.“ Und es hat vielleicht auch Auswirkungen auf die Zukunft. Denn S&D Motorsports möchte sich nach dieser Leistung weiterhin die Dienste Zimmermanns in der China GT Endurance Championship sichern. „Zwei Veranstaltungen stehen noch an“, sagt er. „Wir werden jetzt in den kommenden Tagen noch einmal sprechen und sehen dann, ob ich 2019 noch öfter nach China fliegen werde.“ Bis dahin steht aber erst einmal der Porsche Carrera Cup im Fokus. Ab dem 9. August steigt Tim Zimmermann wieder im niederländischen Zandvoort ins Auto und möchte auch in Europa wieder aufs Podium steigen.

30.07.2019

Team Honda Sachsen ADAC startet mit erstem Sieg in die ADAC TCR Germany Saison

Oschersleben – Kontroverser hätte das Ergebnis des ersten Rennwochenendes für die beiden Fugel-Fahrer nicht aussehen können. Während Dominik Fugel vom Pech verfolgt gleich zweimal die Zielflagge nicht sah, ging Mike Halder als Sieger des Sonntagslaufes hervor.

Mit großer Motivation reiste das Team Honda ADAC Sachsen zum Saisonauftakt nach Oschersleben. Die Ziele waren hochgesteckt. Immerhin wurde Mike Halder vergangenes Jahr Vizemeister der ADAC TCR Germany. Somit sollten die Podiumsränge angepeilt werden. Von Mikes Erfahrungen profitierte auch Dominik Fugel, der sowohl im Training als auch im Qualifying mit den Zeiten der Top-Ten mitgehen konnte. Freitagabend setzten die beiden schnellen Fahrer das erste Ausrufezeichen: Mike Halder holte die Pole Position für den ersten Wertungslauf und Dominik Fugel erzielte die fünfbeste Rundenzeit.

Ein Rennen zum Vergessen erlebte das Team am Samstagmorgen. Kurz nachdem die Ampeln auf Grün schalteten und das Feld die ersten Schikanen passiert hatte, ging es insGerangel, bei dem Dominiks Honda in Mitleidenschaft gezogen wurde. „Der Start wareigentlich okay aber dann wurde ich in der dritten Runde abgeschossen. Damit war dasRennen für mich dann natürlich gelaufen“, resümierte der 21-Jährige. Für Mike Halder, der von der Pole Position startete, lief es bis dato gut. Einige Zweikämpfe und die Führung. Bis ihm am Ende eine Durchfahrtsstrafe ein gutes Resultat verwehrte. „Wir waren zu zweit in der Kurve und ich wurde ins Nasse gedrängt“, erklärt Mike Halder das Szenario. „Ich musste gegenlenken und hab dadurch das Henk verloren. Dabei habe ich ihn leider erwischt“. Das Ergebnis: Am Ende wurde Halder als 24. gewertet.

Sonntagmorgen sortierte sich das Feld gemäß dem „Reversed Grid“, bei dem die ersten zehn Starter des Qualifyings die Plätze tauschen. Dominik Fugel – weiter vom Pech verfolgt –konnte das Rennen gar nicht erst bestreiten, nachdem sein TCR-Renner die Blessuren vom Vortag noch nicht verdaut hatte. „Ein Wochenende zum Vergessen“, zeigte er sich sichtlichenttäuscht. Für Teamkollege Mike Halder ging es von Position zehn ins Rennen. Nach einem heftigen Start-Crash, der eine längere Rennunterbrechung hervorrief, sammelte Mike alle 330 PS seines Hondas zusammen und kämpfte sich nach vorne durch. Dann der große Showdown: In der letzten Runde ging der Fugel-Pilot am Führenden vorbei und konnte damit das Rennen als Sieger für sich entscheiden. „Am Ende hat Fulin einen Fehler gemacht. Dashabe ich ausgenutzt können und bin an ihm vorbeigegangen“, so Halder nach dem Rennen.

Den beiden Rennfahrern und dem Team Honda Sachsen ADAC bleibt jetzt nur eine kleine Verschnaufpause, ehe es in zwei Wochen bereits zum zweiten Rennwochenende zum Autodromo Most, Tschechien, geht (27.04.-29.04.2018).

Über die WTCR und TCR

Die Tourenwagenweltmeisterschaft (ehemals WTCC) wird 2018 als WTCR mit Fahrzeugen nach dem TCR-Reglement ausgetragen. Daneben gibt es – sowohl in Europa als auch in Asien – zahlreiche nationale TCR-Serien, wodurch Gaststarts durch Fahrer aus anderen Ländern erleichtert werden. Neu im„TCR Germany“-Kalender ist in diesem Jahr eine Veranstaltung im tschechischen Most. Damit gewinnt die TCR-Serie mit Rennen in nun vier verschiedenen Ländern weiteres Renommee.