Mit Vollgas durch Most: Mike Halder und Dominik Fugel holen Laufsieg und Podiumsplatz für das Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen beim zweiten ADAC TCR Germany Event

Mit Vollgas durch Most: Mike Halder und Dominik Fugel holen Laufsieg und Podiumsplatz für das Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen beim zweiten ADAC TCR Germany Event

Gerade mal drei Wochen lagen zwischen dem ersten Rennwochenende der ADAC TCR Germany und dem zweiten Event im Autodrom Most. Genügend Zeit für die beiden Honda Piloten Dominik Fugel und Mike Halder für eine optimale Vorbereitung. Und genau das stellten die beiden Honda Piloten auch unter Beweis. Bereits in den Trainings war klar: Die schnellen Fahrer werden an diesem Wochenende die Messlatte sein, denn in den Trainings sorgten sie mit den Plätzen vier, fünf beziehungsweise eins und zwei für Furore. Im Qualifying setzte Halder die zweitschnellste Zeit – Teamkollege Fugel durfte von Position fünf ins erste Rennen gehen.

Ein weiterer Sieg auf dem Erfolgskonto vom Mike Halder – Tabellenführung gesichert

Einen Raketenstart erlebten die Zuschauer der ADAC TCR Germany beim ersten Lauf Samstagmittag. Denn es war kein anderer als Mike Halder, der sich direkt beim Start an Hari Proczyk vorbeisetzte und als neuer Feldführender durch die ersten Kurven ging. “Ich hatte einen schnellen Start und war auf Platz eins”, freute sich Halder im Nachgang. Und wenn Mike Halder erst einmal Erster ist, dann lässt er sich die Führung nicht mehr nehmen. Von den anderen Tumulten ließ sich der 23-Jährige nicht beirren. Der fast schon “Start-Ziel-Sieg” war ihm sicher und freudig jubelnd nahm er den Siegespokal eine halbe Stunde später auf dem Podium entgegen. “Wir haben die maximale Punktzahl heute mitnehmen können für die Meisterschaft.” Währenddessen zeigte auch Dominik Fugel ein starkes Rennen: Von Platz fünf weggekommen, schob auch er sich rasant an seine Kontrahenten vorbei auf Platz drei. Tapfer verteidigte der Chemnitzer die dritte Position bis kurz vor Schluss – musste die Podestplatzierung dann leider abgeben. “Der Start war super und ich kam schnell nach vorne. Meinen Platz konnte ich ziemlich lange halten, aber dann ist mir ein kleiner Fahrfehler unterlaufen” –Prozyk zog an ihm vorbei. Als gesamt Vierter verpasste Fugel nur knapp das Podium.

Rasanter Start von Dominik Fugel – Podium im zweiten Rennen

Was im ersten Rennen nicht geklappt hatte, wurde im zweiten Lauf dann aber wahr: Fugel, der erneut von Platz fünf ins Rennen ging, überzeugte die Zuschauer mit einem weiteren, rasanten Start. “Noch vor der ersten Kurve war ich Zweiter!”, erzählte Fugel. Zum Ende des Rennens hin waren die Reifen des Honda-Piloten schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Kämpfend musste Fugel den Kontrahenten Antti Buri zwar ziehen lassen – den Podiumsplatz ließ er sich trotzdem nicht nehmen. Platz drei und ein Pokal waren ihm sicher. “Es war ein super Wochenende für uns alle”, resümierte er. “Wir haben viele Punkte mitgenommen und eine tolle Leistung gezeigt.” Mike Halder, der von Platz acht ins Rennen gestartet war, kämpfte beim Start: “Vorne war so viel los und kein Durchkommen.” Aber der Profi-Car Fahrer biss ins Lenkrad, schnappte sich einen nach dem anderen und bugsierte sein 350-PS-Geschoss als Vierter über die Ziellinie. Ein Wochenende, wie es sein sollte: Mit Mike Halder liegt das Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen nicht nur auf Platz eins der Fahrerwertung, sondern eroberte zudem die Tabellenführung der Teamwertung. So soll es weitergehen – am besten schon beim nächsten Lauf in Österreich auf dem Red Bull Ring (07.-09.06.2019). [envira-gallery id="6730"]

19.05.2019

Tschechien-Premiere für Tim Zimmermann

Tschechien-Premiere für Tim Zimmermann

Auf der Rennstrecke ist Tim Zimmermann im Auto auf sich gestellt. Auf der Straße mag der Langenargener gern Gesellschaft. Vor allem wenn er Strecken wie ins 560 Kilometer entfernte Most in Tschechien antreten muss. „Ich bin so viel unterwegs“, lacht er. „Da ist mir jede Unterhaltung Recht.“ Dieses Mal hört die Unterhaltung auf den Namen Kelvin van der Linde. Der Südafrikaner wohnt im Allgäu und damit nicht weit von Zimmermann entfernt. Weil sich die beiden Rennfahrer auch privat verstehen, haben sie dieses Mal eine Fahrgemeinschaft gegründet. „Am Wochenende starten sowohl Kelvins GT Masters als auch mein Porsche Carrera Cup in Most“, sagt er. „Da hat sich das angeboten. Und wir verstehen uns ja auch ziemlich gut.“ Van der Linde hat bei seinem ersten Rennwochenende des Jahres als Zweiter den Sprung aufs Treppchen schon geschafft. Zimmermann verfehlte dieses Ziel mit Platz vier denkbar knapp. In Most soll ihm das Kunststück aber nun gelingen. „Die Tests waren sehr vielversprechend“, erzählt er. „Vor allem der Rennspeed war sehr gut“. Auch im Qualifying möchte Zimmermann jetzt beweisen, dass er zu den Schnellsten gehört, auch wenn er für das erste Rennen einen Malus aus Hockenheim mit sich herumträgt. „Wegen eines Rennunfalls werde ich im ersten Rennen in Most um fünf Startplätze zurückversetzt“, so Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet. „Die Strafe akzeptiere ich natürlich, auch wenn das keine optimalen Vorraussetzungen sind.“ Für das zweite Rennen gilt die Strafe nicht. Da will Zimmermann besonders angreifen. Auch wenn das nicht heißt, dass er nicht schon im ersten Rennen ganz nach vorne schielt. „Ich hatte in Hockenheim super Starts und habe im ersten Lauf auch gut überholt“, ist er zuversichtlich. „Ich bin ziemlich motiviert für Most.“ Schließlich liegt Tim Zimmermann die 4,2 Kilometer lange Strecke mit ihren 21 schnellen Kurven. „Ich habe hier zwar noch nie ein Rennen gefahren, aber Most erinnert mich ziemlich an den Sachsenring“, sagt er. Am Sachsenring hat der 22-Jährige vergangenes Jahr sein erstes Podium eingefahren. Am Sonntagabend macht sich dann die südafrikanisch-deutsche Fahrgemeinschaft wieder auf den Weg nach Süddeutschland. Wenn es nach den beiden Freunden geht, dann auch gern mit Übergepäck. Van der Linde und Zimmermann haben zumindest je zwei Mal die Möglichkeit, einen Pokal zu ihrer Sammlung hinzuzufügen. „Keine Angst, die Pokale bekommen wir schon noch unter“, lacht Tim Zimmermann. „Zur Not fahren wir eben mit Anhänger zurück an den Bodensee.“ Die Zeiten im Überblick: Qualifying Samstag, 18. Mai, 10:10 Uhr Rennen 1 Samstag, 18. Mai, 16:25 Uhr (live bei Sport1+ und im kostenlosen Livestream) Rennen 2 Sonntag, 19. Mai, 13:25 Uhr (live bei Sport1+ und im kostenlosen Livestream) [envira-gallery id="6727"]

16.05.2019

Zimmermann bester Deutscher im Carrera Cup

Zimmermann bester Deutscher im Carrera Cup

Das erste Qualifying der Saison fiel für Tim Zimmermann im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Das Wetter machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Weil Zimmermann zu spät im Qualifying aufs Gas ging, kam er auf der inzwischen regennassen Strecke nicht über die Startplätze 13 und 15 für die beiden Läufe auf dem Hockenheimring hinaus. „Das war einfach die falsche Entscheidung“, resümiert Zimmermann. „Das war doppelt schade, weil das Auto wirklich gut funktioniert hat.“ Zimmermanns Teamkollege David Kolkmann, der etwas früher Gas gab, bewies dies mit Startplatz fünf. Die Strecke trocknete zum Nachmittag teilweise wieder ab und schuf für den ersten Lauf schwierige und rutschige Bedingungen für das Fahrerfeld. Tim Zimmermann wusste aber damit umzugehen. Der Langenargener erwischte einen guten Start und schnappte sich gleich den ersten Konkurrenten in Runde eins. Vor ihm ging es derweil heiß er. Ein Fahrer nach dem anderen rutschte von der Strecke, oder aber die Kontrahenten räumten sich gegenseitig ab. Schlussendlich sah Zimmermann als Vierter - hinter Doppelsieger Larry ten Voorde - die Zielflagge und erreichte als bester Deutscher das zweitbeste Ergebnis seiner Carrera-Cup-Historie. „Das waren wertvolle Punkte und ich bin mit diesem Resultat mehr als glücklich“, sagt Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet. „In diesem turbulenten Rennen mit Safety Cars und vielen Unfällen war es wichtig, den Überblick zu behalten.“ Für den zweiten Lauf - dieses Mal gänzlich im Trockenen - hatte sich Tim Zimmermann ebenfalls einiges vorgenommen. Mit einem sehr guten Start konnte er seiner Aufholjagd bis dahin auch treu bleiben. Umso kälter erwischte ihn dann ein Verbremser, mit dem er einen Kollegen von der Strecke schob und auf seinen orangen Black-Falcon-Porsche mit der Startnummer 50 am Fahrbahnrand abstellen musste. „Das war ganz eindeutig mein Fehler und ich muss mich bei meinem Team und bei Leon Köhler entschuldigen“, so ein doch recht zerknirschter Tim Zimmermann. „Aber im Rennen passieren eben manchmal Fehler. Das muss ich jetzt abhaken.“ Die Strafe für das Manöver folgte dann auch noch. Tim Zimmermann wird beim nächsten Rennwochenende im tschechischen Most (17. bis 19. Mai) im Qualifying um fünf Startplätze zurückversetzt. „Damit muss ich Leben“, sagt er. Trotzdem ist Zimmermann mit seinem Auftakt zufrieden. „Das Auto funktioniert wirklich gut“, freut er sich. „Mit ein wenig mehr Glück kann ich in Most noch weiter nach vorn fahren.“ Pech hatte übrigens nicht nur Tim Zimmermann. Auch der hoch gehandelte Julien Andlauer verwachste im Zeittraining. Routinier und Zweifachchampion Michael Ammermüller reiste mit einem neunten Platz und einem Ausfall aus Hockenheim ab. [envira-gallery id="6674"]

06.05.2019

Souveräner Gruppen- und Klassensieg bei der 36. ADAC Gerhard-Mitter-Gedächtnisrallye

Am Samstag ging es für Martin Breiler (Ludwigshafen) und seine Beifahrerin Katrin Rost (Stockach) von der Renngemeinschaft Graf Zeppelin (Friedrichshafen) im Mitsubishi Evo X zur Rallye Calw. Durch die Absage der Hochtaunus Rallye Anfang August, wollte das Team vom Bodensee die Rallye nutzen um die Pause bis zum letzten Lauf der dt. Amateur Rallyemeisterschaft rund um Mamming Anfang November etwas zu verkürzen.

Beide kannten die Rallye bereits aus der Vergangenheit, mussten 2016 und 2017 jedoch, aufgrund anderer motorsportlicher Verpflichtungen, auf einen Start verzichten. 

Auch in diesem Jahr hatte der MSC Calw wieder 3 sehr anspruchsvolle Wertungsprüfungen über enge Wirtschaftswege bis hin zu breiten Landstrassen für die rund 50 Teams vorbereitet. Insbesondere der schnelle Wechsel zwischen eng und breit, wellig und glatt mit weiten und dann wieder sehr engen Kurven, sowie viele blinde Kuppen verlangten nach einem exakten Aufschrieb und höchster Konzentration. 

Nach einem großen AHA-Moment bei der Anfahrt zum Besichtigen der 1. Wertungsprüfung, ein anderer Verkehrsteilnehmer hatte unsere Absicht zum Linksabbiegen nicht wahrgenommen und uns vorne seitlich getroffen, nutzten Martin Breiler und Katrin Rost die Besichtigungsrunde zum Einen für die Erstellung eines exakten Aufschriebs und zum anderen hatten sie stets das Fahr- und Lenkverhalten Ihres Evo X im Auge um sicher zu gehen, dass das Fahrzeug keinen allzu grossen Schaden durch den Aufprall genommen hat und die Rallye bereits vorm Start für die Beiden beendet sein könnte.Nach einer ausgiebigen Sichtprüfung konnten vorerst größere Aufhängungsschäden ausgeschlossen werden und das Vertrauen vom Team zum Material des Evo´s weitgehend wiederhergestellt werden.

Glücklicherweise hatte der Evo den Unfall soweit gut weggesteckt und das Team konnte die 3 Prüfungen ohne Probleme besichtigen. Nach der Besichtigungsrunde stand für Martin Breiler und seine Beifahrerin Katrin Rost fest, dass es bei den trockenen Bedingungen extrem schnell werden wird und die Strecken, vor allem in den Waldgebieten, keinerlei Fehler verzeihen werden.

Voller Motivation und mit reichlich Anspannung ging es für das Team vom Bodensee gegen 13:00 Uhr zur ersten Wertungsprüfung, welche erst einmal etwas „vorsichtig“ angegangen werden sollteDieser Vorsatz hielt dann nur wenige WP-Meter und die Beiden beendeten die Prüfung mit einer 11 Gesamtzeit.

Angespornt vom guten Start ging es zur nächsten Wertungsprüfung. Leider musste diese aufgrund eines schweren Unfalls abgebrochen werden, so dass die Teams direkt zur nächsten WP weitergeleitet wurden.

Auf WP 3 kam es neben einem exakten Aufschrieb vorallem auch auf das Können von Fahrer und Fahrwerk an. Alles lief perfekt, so dass selbst die tückischste Bodenwelle weder Fahrer noch Rallyeauto in Schwitzen brachten und der Evo sein ganzes Potenzial zeigen konnte. 

Nach einer rund halbstündigen Pause (Sammelkontrolle/ Regrouping) starteten Martin Breiler/ Katrin Rost in die 2. Schleife des Tages. Durch die perfekte Zusammenarbeit im Evo konnte das Team das Tempo nochmal deutlich steigern und Top10- Zeiten in den Asphalt brennen.

Am Abend und nach Aushang des endgültigen Ergebnisses stand fest, dass das Team Breiler/ Rost sowohl ihre Klasse als auch die Gruppe mit gut 40 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten für sich entscheiden konnten. Im Gesamtergebnis reichte es für Martin Breiler und seine Beifahrerin Katrin Rost für einen respektablen 8. Platz.