Zimmermann beendet Saison auf dem Podium

Zimmermann beendet Saison auf dem Podium

Mitte September hatte ein Taifun im chinesischen Zhuhai noch ein Rennen der China Endurance Series verhindert. Ein paar Wochen später sollte dies dann in Tianjin nachgeholt werden. Für Tim Zimmermann und Timothy Macrow ein glücklicher Umstand, schließlich stand das deutsch-australische Duo zum ersten Mal in der aktuellen Saison auf der Pole-Position. Zimmermann übernahm zur Rennhälfte den Ligier und verteidigte seine erste Position mit dem Messer zwischen den Zähnen. Doch zwei Runden vor Schluss musste er sich schließlich dem überlegenen Auto von Andrew Waite und Ye Hongli geschlagen geben. „Wir hatten ein Problem mit der Benzinpumpe und konnten deshalb zum Ende hin die Pace nicht mehr so richtig mitgehen“, erzählt Zimmermann. „Ich bin froh, dass wir überhaupt ankamen und bin sehr glücklich mit dem zweiten Platz.“ Sowieso kam das LMP-3-Fahrzeug von S&D Motorsports nicht ganz so gut mit der neuen Strecke in Tianjin zurecht. Deshalb reichte es bei den weiteren beiden Rennen jeweils zu Startplatz vier. Die Probleme mit der Benzinpumpe und die Tatsache, dass die beiden Rennen am Samstag nur gut eine Stunde auseinander lagen, machten das Unterfangen nicht einfacher. „Das Team hat wirklich alles gegeben, um die Pace zurückzubekommen“, so Zimmermann. „Ich habe aber schon am Start gemerkt, dass das Auto auch beim zweiten Lauf nicht ganz in Ordnung war.“ Trotzdem konnte der Langenargener, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet, vom Start weg den vierten Platz halten und übergab das Auto mit Chancen auf das Podium an Macrow. Der schob sich auch kurzzeitig am Österreicher Constantin Schöll vorbei auf Rang drei, hatte schlussendlich aber erneut gegen Waite und Hongli das Nachsehen. Macrow startete dann auch das letzte Rennen der Saison und verbremste sich gleich in Richtung Kurve eins. Das Auto drehte sich und der Australier musste eine Aufholjagd starten, die später Tim Zimmermann fortsetzte. Der 22-jährige Langenargener schnappte sich zum Ende des Rennens noch zwei Konkurrenten und ging als Fünfter über die Ziellinie. „Das war nach dem Start völlig ok“, resümierte Tim Zimmermann sein vorerst letztes Rennen in China. „Mit dem vierten Gesamtrang können wir ebenfalls ziemlich zufrieden sein.“

13.11.2018

Saisonfinale in China für Tim Zimmermann

Saisonfinale in China für Tim Zimmermann

Zum Abschluss der Saison 2018 nimmt Tim Zimmermann noch einmal eine lange Reise auf sich. Der Langenargener startet im Rahmen der FRD LMP3 China Endurance Series im chinesischen Tianjin. Die Metropole mit ihren 15 Millionen Einwohnern liegt eine halbe Stunde mit dem Schnellzug von Peking entfernt und war bis vor kurzem noch auf keiner Motorsportlandkarte verewigt. Das hat der deutsche Bauingenieur Hermann Tilke nun geändert. In Tianjin entstand ein riesiges Motorsportareal mit angrenzender Kartbahn, wo auch die Formel 1 in den kommenden Jahren Station machen soll. Jetzt hält dort aber zuerst der Tross der China Endurance Series. Für Zimmermann ist diese neue Strecke ein Grund zur Freude. „Ich habe zwar erst das Streckenprofil gesehen und bin dort noch keinen Meter gefahren“, sagt er. „Aber das Streckenlayout sieht wahnsinnig spannend aus. Da habe ich jetzt schon richtig Bock drauf.“ Vor allem viele lange Geraden und schnelle Kurven zeichnen den Tianjin Circuit aus. Das gibt den Autos mit ihrem großen Abtrieb enorme Möglichkeiten zu überholen. Gelegenheit hat Tim Zimmermann, der für die Renngemeinschaft Graf Zeppelin startet, dazu sogar reichlich. Denn statt zwei Mal gehen Zimmermann und seine Kollegen dieses Wochenende drei Mal an den Rennstart. Der aufgrund des Taifuns in Zhuhai Mitte September abgesagte Lauf wird in Tianjin nun nachgeholt. „Das wird sicher eine große Aufgabe“, erklärt der 22-Jährige den Zeitplan. „Wir fahren am Samstag innerhalb von sechs Stunden zwei Qualifyings und zwei einstündige Rennen.“ Zwischen dem Ende des Nachholrennens und dem ersten eigentlichen Lauf des Wochenendes vergehen nicht einmal 60 Minuten. Trotzdem hat Tim Zimmermann dann drei Mal die Chance, mit seinem australischen Kollegen Timothy Macrow den ersten Saisonsieg einzufahren und damit auch in der Gesamtwertung ganz oben mitzuspielen. Die sei Zimmermann „aber eher egal“, wie er sagt. „Ich will jedes einzelne Rennen mit derselben Konzentration angehen und am Ende ganz oben stehen.“ Dieses Ziel haben Macrow und Zimmermann in der aktuellen Saison oftmals nur ganz knapp verpasst.   Der Zeitplan im Überblick: Qualifying 1+2: Samstag, 3 Uhr (10:00 Uhr Ortszeit) Nacholrennen: Samstag, 5:30 Uhr (12:30 Uhr Ortszeit) Rennen 1 Samstag, 8:30 Uhr (15:30 Uhr Ortszeit) Rennen 2 Sonntag, 6 Uhr (13:00 Ortszeit)

08.11.2018

Doppeltes Pech in Bayern

Doppeltes Pech in Bayern

Freitagabend und den ganzen Samstag erwarten die Teams aus ganz Europa Wertungsprüfungen auf höchstem Niveau. Gegen 18 Uhr startet das Damenteam mit Leoni Stiem (Hagnau) und Anika Warnke (Empfingen) in die erste Etappe mit 5 Nachtprüfungen. Bereits nach einem Kilometer das jähe Ende, in einem Linksabzweig reißt die rechte Antriebswelle und das Damenteam von der Renngemeinschaft Graf Zeppelin muss den Puma am Straßenrand abstellen. Nach dem Abtransport mit dem Anhänger zurück in den Service-Park, müssen die Mechaniker eine Nachtschicht einlegen und bauen blitzschnell eine Ersatzwelle ein. Das Damenteam kann Samstagfrüh mit ihrem Ford Puma wieder an den Start gehen. Sie kämpfen sich peu a peu nach vorne und fahren sehr gute Zeiten im Mittelfeld ihrer Division 6. Kurz nach dem Start der 11. und vorletzten Prüfung passiert das Unfassbare und die zweite Antriebswelle reißt an einem Rechtsabzweig. Beide Wellen wurden vor dem Rennen erneuert, damit genau so etwas nicht passieren kann. „Das ist ein Saisonabschluss, wie wir ihn uns nicht gewünscht haben. Aber sowas kann passieren, da steckt man nicht drin. Wir sind bisher bei allen Rennen dieses Jahr mit Pokalen nachhause gekommen. Wir dürfen uns nicht beschweren.“ Erzählt Fahrerin Leoni Stiem nüchtern im Servicepark. Nach der Rallye ist vor der Rallye. Die Saisonvorbereitungen für 2019 sind bereits in vollem Gange. Das Team bedankt sich bei allen Sponsoren und fiebert bereits dem neuen Jahr entgegen.

24.10.2018

Harter Rückschlag bei der 51. Nibelungenring-Rallye – Schwerer Unfall beendet die Saison vorzeitig

Am Samstag ging es für Martin Breiler (Ludwigshafen) und seine Beifahrerin Katrin Rost (Stockach) von der Renngemeinschaft Graf Zeppelin (Friedrichshafen) im Mitsubishi Evo X zur 51. Nibelungenring-Rallye in den Odenwald. Das Team wollte die Rallye als letzte Vorbereitung für die in 14 Tagen stattfindende Mossandl Rallye, dem letzten Lauf zur Dt. Amateur Rallyemeisterschaft 2018 nutzen.

Beide kannten die Rallye bereits aus der Vergangenheit und reisten somit voller Vorfreude, war es 2016 doch eine ihrer ersten gemeinsamen Rallyes, ins beschauliche Örtchen Grasellenbach.

Auch in diesem Jahr hatten die veranstaltenden Vereine wieder 3 sehr anspruchsvolle Wertungsprüfungen über enge Wirtschaftswege bis hin zu breiten Landstrassen für die rund 40 Teams vorbereitet. Vorallem die teilweise extrem schnellen Passagen, sowie die knapp 70 Kurven der ehemaligen Bergrennstrecke „Zotzenbach“ verlangten nach einem exakten Aufschrieb und vollster Konzentration von Fahrer und Beifahrer.

Der Aufschrieb war auch dieses Mal relativ zügig erstellt, kannte man einen Teil der Strecken ja bereits aus den Jahren zuvor und das Team freute sich auf den Start der Rallye.

Voller Motivation und mit reichlich Anspannung ging es für das Team vom Bodensee gegen 12:00 Uhr zur ersten Wertungsprüfung, einem Rundkurs auf welchem das Team bereits 2016 Top-Zeiten fahren konnte. Und auch in diesem Jahr konnten man mit einer erstklassigen Zeit in Gruppe und Klasse glänzen.
Auch die zweite Wertungsprüfung des Tages konnten Martin Breiler/ Katrin Rost mit einer Top-Ten Zeit abschließen.
Nach einer gut halbstündigen Fahrt durch den herbstlichen Odenwald (Verbindungsetappe) erreichte das Team vom Bodensee, die 3. Wertungsprüfung, welche für Beide komplett neu war.

Auch diese Prüfung lief für Martin Breiler und seine Beifahrerin Katrin Rost sehr gut, bis ca. 3 Kurven vorm Ziel der Mitsubishi plötzlich keinen Grip mehr hatte, vermutlich hatte das Team den Asphalt falsch eingeschätzt und über die Vorderachse ausbrach, das Team war fortan nur noch Passagier. Martin Breiler hatte keine Chance mehr das Fahrzeug noch einzufangen und somit war der Unfall unvermeidbar. Das Team traf erst den Bordstein und der Evo wurde anschließend, vermutlich an einem Baum hart gebremst und aufgestellt, was einen Überschlag zur Folge hatte.
Glücklicherweise konnte sich das Team eigenständig aus dem zerstörten Evo befreien und den Unfallort letztlich auf eigenen Beinen verlassen.
Im Nachhinein hat sich bei diesem Unfall gezeigt, was eine gute, stabile Zelle sowie die richtige Kombination von Sitz, Hans und fest angelegten Gurten ausmachen und das diese Kombination das Team vor Schlimmeren bewahrt hat.

Ein grosser Dank geht auch an die Ersthelfer (Feuerwehr, Notarzt und Rettungsdienst) an der Strecke, welche sich erstklassig um das Team gekümmert haben, sowie den Abschleppdienst und die Feuerwehr am Ziel, welche bis zum Aufladen des Evo’s auf den Teamanhänger mit Rat und Tat zur Seite standen.

Martin Breiler und Katrin Rost werden nicht aufgeben und zu gegebener Zeit auf die Rallyebühne zurückkehren.
Dem Team war jederzeit bewusst, dass was passieren kann… nun heißt es den Unfall sacken lassen um dann gestärkt zurückzukehren.