Geschichte

1971 wurde im ADAC Ortsclub Friedrichshafen die Jugendgruppe „Graf Zeppelin“ gegründet. Gründungsmitglieder waren Helmut Wuhrer, Karl-Heinz Wuhrer, Karl-Heinz Schmid, Gisela Berg, Margot Maucher, Andy Blum, Stefan Blum, Rolf Müller und Roland Hildenbrand. Von Anfang an war es die Aufgabe die Jugend auf die Gefahren des Straßenverkehrs vorzubereiten. Auf dem Programm standen Vorträge, Fahrrad-Turniere an den Schulen, Motorrad- und Auto Trainings. Für Führerscheinanfänger wurden in Zusammenarbeit mit dem ADAC Gefahrentrainings durchgeführt. BMX, Trial-, Geschicklichkeits-, Slalom-, und Orientierungsfahrten rundeten das breite Spektrum an Aktivitäten ab. Besonders beliebt waren die Seifenkisten-Rennen. Dieses fand alles unter der Leitung von Helmut Wuhrer statt. Mit seiner freundlich aber bestimmenden Art hat er die Jugendgruppe geprägt, ohne ihn wäre sie nicht das was sie heute ist.
1990 durch den Eintritt in den Kartsport begann eine neue Aera in der Jugendgruppe. Auf dem Parkplatz des Messegeländes an der Meistershofenerstrasse und dem ZF Parkplatz an der Rotach wurden auf gebrauchten GoKarts die ersten Fahrten unternommen. Auf der Suche nach einem besseren und sicheren Trainingsgelände war die Wahl auf das Flughafengelände gefallen. Durch den Abzug der französischen Heeresflieger am Flughafen Friedrichshafen im Sommer
1992 war es erstmals möglich, auch die Rollwege des bisher für den zivilen Luftverkehr gesperrten Militärbereiches mit zu nutzen. Ende 1988 hatte das französische Militär ihren Stützpunkt auf dem Flughafen in Friedrichshafen verlassen. Christian Kubon erreichte, dass wir einen bestimmten, den Flugbetrieb nicht störenden Bereich an den Wochenenden für Kartfahrten nutzen konnten.
1995 erhielten wir von der Stadtverwaltung, dann einen eigenen, vom Flughafen abgetrennten Bereich, auf der in Eigenregie von KART-FN mit den Betreibern Heinz Vöhringer und Herbert Schneider eine richtige Kartbahn entstand.
In diesem Jahr begann auch die Aera des Jugendleiters Alfio La Mela. Bis in das Jahr 2003 hat er den Jugendkartsport in unserem Club vorangetrieben. Viele Talente haben sich hier entwickelt und die Tür zur großen “Motorsport Bühne“ wurde dadurch geöffnet. Alfio La Mela hat großen Anteil daran.
Die Mitglieder der Jugendgruppe kommen nicht nur aus dem Raum Friedrichshafen, auch Vorarlberg und die Schweiz gehören zum Einzugsbereich. Die Geselligkeit war und ist auch heute ein wichtiger Faktor des Vereins. Hüttenabende, Busfahrten, Nikolausfeier und das jährliche Sommerfest tragen zur Bildung der Gemeinschaft im Verein bei. Die Zeit ohne “amtlichen“ Jugendleiter ab dem Jahr 2003 bis 2005 wurde in vorbildlicher Weise durch Vito Raucci, Erwin Rothenhäusler, Mario Zafarana und Paul Markin geprägt.
Seit März 2005 führt Vincenzo „Enzo“ Franco als ehrenamtlicher Leiter die Jugendgruppe mit Hilfe von Betreuern und Eltern der Jugendlichen, wie z.B. Patrick Raucci und Andreas „Gino“ Marson. Bis 2011 konnte er die Jugendgruppe kontinuierlich aufbauen. Die Kartbahn war über 15 Jahre die Heimat der Jugendgruppe. Das Training konnte geregelt stattfinden. Die Jugendlichen erlernten dabei spielerisch den Umgang mit Fahrzeugen, das Verhalten und Beherrschen eines Fahrzeugs im Grenzbereich, den respektvollen Umgang mit Gegnern auf der Strecke während der Fahrt. Durch die Kündigung des Geländes der Kartbahn durch die Stadtverwaltung im Jahr 2011 war dies alles nicht mehr möglich. Schon im Jahr 2004 war von der Stadtverwaltung ein neues Gelände im Bereich des Tierheims in Aussicht gestellt worden. Die Planung scheiterte damals aber an einem oekologischen Gutachten. Auch der Gemeiderat stand damals und auch 2011 nicht zum Projekt Kartbahn in Friedrichshafen. Traurig, in einer Stadt, die von „Antrieben“ lebt.Trotz aller dieser Widrigkeiten und Unterbrechungen, wie Abriss der Kartbahn FN, Wiederaufbau des Clubheims am Flughafen und Verlagerung des Trainingsbetriebs zur Kartbahn nach Memmingen, ist Vincenzo Franco gemeinsam mit der Unterstützung von Cengiz Yuecel, Helge Hinz, Thomas Eppler und Jogi, die das aktuelle Jugendkart Team bilden, erfolgreich bis zum heutigen Tage unterwegs.