Virtual Racing – ein Renntag ohne Ansteckungsgefahr

Virtual Racing – ein Renntag ohne Ansteckungsgefahr

Mit steigenden Preisgeldern, die schon an der 2-stelligen Millionenmarke kratzen, schafft es der virtuelle Sport immer wieder auf die Titelseite der Zeitungen. Auch im Motorsport sind Online Rennen längst keine Seltenheit mehr. Die von der Formel 1 selber organisierte eSport Serie 2019 bescherte dem Konstrukteurs Weltmeister Red Bull Racing eSport eine halbe Million Euro. Doch jeder zukünftige Weltmeister fängt einmal klein an. Deshalb gibt es im Virtuellen Rennsport Bereich viele Verschiedene Ligen, die das Racing für jedermann ermöglichen. Eine dieser kleineren Ligen ist der Inferno Racing Club. Dieser organisiert verschiedene Divisionen sowie andere Bereiche in der Formel 1 Welt zum Zeitvertreib. All dies findet auf dem offiziellen und gleichnamigen Videospiel der Formel 1 „F1 2019“ statt Die Liga bringt es seit mehr als 2 Jahren auf an die tausend Mitglieder, wovon 160 zurzeit aktiv fahren. Diese verteilen sich auf 10 Nationen. Die Rennen einer Division finden einmal wöchentlich an einem festen Tag, meist zur gleichen Uhrzeit statt. Hierbei wird zuerst ein volles Qualifying gefahren und anschließend ein 50% Rennen. Je nach Strecke sind das 20 bis 40 Runden. So bringt es ein Rennevent auf eine ungefähre Gesamtzeit von 2 Stunden. Viele dieser Rennen werden Live im Internet auf Streaming Plattformen wie “Twitch“ oder “Youtube“ mit bis zu 3 Kommentatoren übertragen. Nach absolviertem Rennen hat jeder die Möglichkeit strittige Vorfälle (Kollisionen usw.) an ein unabhängiges Steward Team zu senden, das ggf. Strafen ausspricht. So ist auch im Online Bereich für Fairness gesorgt. Das Equipment spielt natürlich auch hier eine große Rolle. So kann man seinen Boliden nicht nur auf einem einfachen Controller durch die Kurven steuern, sondern auch auf eigens dafür gefertigten Lenkrädern. Dieses Simulieren durch verschieden „Rumble Motoren“ und sonstigen Knöpfen ein fast reales Fahr Erlebnis. Diese Online Ligen arbeiten meist auf freiwilliger Basis und finanzieren ihre Unkosten durch spenden oder Premium Features. In der IRC werden zum Beispiel Pokale und Urkunden an erfolgreiche Fahrer, nach jeder Saison, an aktive Mitglieder versendet. Des Weiteren, obwohl die Gegner meist hunderte von Kilometern auseinander sitzen, gibt es von seitens der Liga Leitung immer wieder verschiedene Special Events zu aktuellen Anlässen. Hierbei steht dann nicht mehr der Erfolg, sondern viel mehr das Miteinander und der Spaß im Vordergrund. Zusätzlich zum Kartfahren beschäftige ich mich seit einiger Zeit mit Online Liga Rennen und werde bald meine erste Saison abschließen. Falls euch interessiert wie genau so ein Ligarennen aussieht würde ich euch empfehlen dieses Highlight Video anzuschauen das von einer meiner letzten Rennen stammt. Natürlich würde ich mich auch freuen, gegeben falls eure Fragen über E-Mail, unter: drippel2klh.business@gmail.com zu beantworten. Autor: Lars Hinz, Jugendgruppe Highlight Video:

25.05.2020

Team Helge und Lars Hinz gewinnen 2. Großen Preis von Feldkirch

Team Helge und Lars Hinz gewinnen 2. Großen Preis von Feldkirch

Im Qualifying machte das Team Knoch/Renz vor dem Team Hinz/Hinz klar, wer auf dem Rundkurs die Favoritenrolle übernimmt. Rennlegende und Titelanwärter Helge Hinz mit Beifahrer Lars Hinz wollte sich dieses Jahr nicht so leicht geschlagen geben, nachdem sie im letzten Jahr mit dem Set-Up zu kämpfen hatten und keinen Podestplatz erreichten. Die weiteren Teams: S.Diebold/A.Diebold , L.Lesche / A.Lesche , G.Schober /H. Knoch , N.Ströbele/F.Deuschle, M.Reissle/B.Reissle , D.Deussen / M.Deussen, alle auf Honda 290, wurde im Qualifying auf die Plätze verwiesen. Mit einem fliegenden Start wurde Punkt 18:45 Uhr der Große Preis von Feldkirch gestartet und schnell zeigte sich, dass es dieses Jahr zu einem spannenden Zweikampf zwischen den Teams Renz/Knoch und dem Team Hinz kommen sollte. Nach dem ersten Fahrerwechsel zeigte Lars Hinz, im internen Vater Sohn Duell, dass er heute der stärkere der beiden Fahrer war und knackte beinahe den neuen Rundenrekord ( 27.00 sec ) mit der schnellsten Rennrunde von 27,14 sec. Lange führten Renz/Knoch , jedoch deutete sich in den letzten Runde des Rennens bereits an, daß an diesem Tag Lars Hinz der mit einem cleveren Überholmanöver in der vorletzten Runde und konstanten Leistungen nicht zu schlagen war, letztendlich den verdienten Sieg für das Team Hinz/Hinz einfahren wird. Somit landeten die Piloten Knoch/Renz auf einem verdienten 2.Platz und Team Diebold beendete das Rennen auf einem hervorragenden 3. Podestplatz. Das Youngsterteam um Nico Ströbele und Fabio Deuschle begannen sehr verhalten, glänzten zum Schluß mit tollen Rundenzeiten und verpaßten einen Podestplatz nur knapp. Die einzige Frau ( A.Lesche ) im Fahrerfeld schlug sich zusammen mit ihrem Copilot Leon Lesche wacker und beendeten das Rennen mit dem Sieg in der Rookiewertung. „So einen Tag wie heute braucht man um zu Gewinnen, es hat alles gepasst, das Set – Up, Speed war vorhanden und die Reifen haben gehalten“ resümiert Lars Hinz, „wir mussten hart kämpfen aber letztendlich haben sich das harte Training und die vielen Trainingsrunden ausgezahlt“. Zum Abschluss des Renntages und wie es sich für faire Sportsmänner gehört, saßen alle Teams zusammen mit den Organisatoren gemeinsam beim Abendessen zusammen und ließen die Geschehnisse des Rennens nochmals Revue passieren. Alle waren sich einig. Es kann auf eine gelungene Veranstaltung, ohne Unfälle oder Ausfälle mit viel Spaß für alle Beteiligten zurückgeblickt werden. [envira-gallery id="7451"]

12.03.2020

Jugendgruppe fordert eine neue Kartbahn in Friedrichshafen

Wintertraining in der Messehalle

Jugendgruppe der „Renngemeinschaft Graf Zeppelin“ im ADAC-Ortsclub Friedrichshafen wird ungeduldig
„Wir wollen eine Kartbahn“
Sie haben einen Riesenspaß, sind hochmotiviert und werden immer schneller. Und das, obwohl sie zum Training bis nach Memmingen und Bopfingen kutschiert werden müssen, wo ihre Eltern und Betreuer erst einmal ihre 80 Kilogramm schweren Sportgeräte von diversen Hängern und Sprintern hieven müssen. Dank des Entgegenkommens ihrer älteren Vereinskollegen von der Supermoto-Abteilung in der „Renngemeinschaft Graf Zeppelin“ im ADAC-Ortsclub und der Messeleitung waren die Anfahrtswege zuletzt kürzer: Die Kart-Piloten der Jugendgruppe um „Enzo“ Franco durften vorübergehend in der Halle A 5 der Messe Gas geben.
„Wir wollen eine Kartbahn“, skandieren die 16 Mädchen und Buben der Jugendgruppe, deren Jüngste sieben Jahre alt ist, die mit vier Jahren bereits im Cockpit saß. Wieder eine Kartbahn in Friedrichshafen zu haben, wie es sie bis vor einigen Jahren am Flughafen gab, und ein Ende der bis zu zweistündigen Anfahrtswege, ist der Traum der Kinder. Doch das wird er auf absehbare Zeit auch bleiben. Denn ein Gelände im Umfeld Friedrichshafens zu finden zeichnet sich nicht ab. Appelle an Stadt und Gemeinderat bleiben ohne Reaktion. So ist es allein Sache des Clubs mit seinen engagierten Betreuern sowie den Eltern, den Kindern ihren Sport zu ermöglichen. Der in Friedrichshafen durch die Sportförderrichtlinien übrigens nicht unterstützt wird.
Die Nachwuchs-Piloten der „Rennsportgemeinschaft Graf Zeppelin“ haben in ihrem Alter teils eine ansprechende Karriere hinter sich. Der heute 13jährige Niklas Kiesel saß schon mit Dreieinhalb auf den motorisierten Untersätzen, Dennis Diemer (16) begann mit Neun und Anna Ludescher (14) hatte mit vier Jahren das erste Mal Spaß am Kartfahren. Ilenia Franco, die Tochter von Jugendleiter „Enzo“, ist sieben Jahre alt und fährt schon seit sie Viereinhalb war.
Ob Lilli, Lars oder Lara, die in den Rennpausen Fußball spielen oder ihre Handys zücken, sie alle hoffen wieder auf eine Kartbahn in Friedrichshafen, ebenso wie Görken, der selbst an seinem 12. Geburtstag zum Training kommt. Denn: Zwei Stunden sonntägliche Anfahrt etwa nach Bopfingen, das Verladen nicht eingerechnet, sind heftig und eine immense Belastung für alle Beteiligten. Text und Fotos: Siegfried Großkopf